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Zahnzusatzversicherung fĂĽr Implantate (ohne Wartezeit): Tarife im Vergleich & Test

Dentale Implantate stellen eine besonders hochwertige Form des Zahnersatzes dar. Aufgrund des hohen Behandlungsaufwandes können sich die Kosten allerdings auf einige tausend Euro belaufen. Da die Krankenkasse diese Kosten nur in geringem Ausmaß übernimmt, kann eine Zahnzusatzversicherung helfen, sich vor hohen Zuzahlungen zu schützen und trotzdem die freie Wahl bei der Form des Zahnersatzes zu behalten. Mittlerweile sind auch bei Zahnversicherungen für Implantate eine Reihe von Tarifen verfügbar, die auf die ansonsten übliche Wartezeit nach Vertragsabschluss verzichten und sofort leisten.

In der folgenden Tabelle, sind die besten 7 Tarife ohne Wartezeit für Implantate abgebildet. Neben dem für Implantate und hochwertigen Zahnersatz (wie bspw. Keramikkronen) geltenden Erstattungssätze, sind in den weiteren Spalten zudem die erreichte Gesamtnote im Test sowie der monatliche Beitrag für eine 30 jährige zu versichernde Person dargestellt.

Tabelle 1: Die Top 7 Zahnzusatzversicherungen fĂĽr Implantate ohne Wartezeit
Tarifname Erstattung Implantate Note mtl. Beitrag
Deutsche Familienversicherung ZahnSchutz Exklusiv 100% 1,0 sehr gut 24,00 €
Die Bayerische ZAHN Prestige 100% 1,0 sehr gut 25,00 €
ERGO Direkt Premium (ZAB+ZAE+ZBB+ZBE) 90% 1,0 sehr gut 21,20 €
Münchener Verein 571+572+573+574 90% 1,0 sehr gut 24,32 €
Württembergische ZE90+ZBE 90% 1,1 sehr gut 34,37 €
UKV ZahnPRIVAT Premium 90% 1,1 sehr gut 26,85 €
Hallesche GIGA.Dent 90-100% 1,1 sehr gut 23,90 €

Neben der Leistung für Zahnersatz (Implantate, Vollkeramikkronen, Brücken und Co), sichern alle sieben Tarife auch Leistungen für Zahnreinigung/Prophylaxe, Zahnbehandlung und zum Teil auch Kieferorthopädie ab. Die genauen Leistungsinformationen können den einzelnen Tarifdetailseiten entnommen werden. Dies sind folgend verlinkt:

Was genau ist ein „Implantat“?

Ein Implantat kann man sich als künstliche Zahnwurzel vorstellen. In einem kleinen operativen Eingriff bringt der Zahnarzt eine Art Schraube direkt in den Kieferknochen ein, die dort fest verankert wird und mit der Zeit in den Knochen einwächst. Damit bietet ein Implantat ideale Bedingungen für hohe Stabilität und lange Haltbarkeit. Da Implantate jedoch lediglich die Funktion der natürlichen Zahnwurzel übernehmen, benötigen sie eine sogenannte Suprakonstruktion, die den eigentlichen Zahn ersetzt. Häufig sind dies Zahnkronen, Implantate können allerdings auch als Befestigung für andere Formen des Zahnersatzes, wie Zahnprothesen, dienen. Dies ermöglicht vielseitige Einsatzmöglichkeiten bei Einzelzahnlücken, fehlenden Seitenzähnen oder auch vollständiger Zahnlosigkeit.

Implantatgetragener Zahnersatz bietet neben einer hohen Stabilität und einer hervorragenden Ästhetik auch eine bessere Kaueffizienz, vermindert Druckstellen und fördert eine natürliche Belastung des Kieferknochens um Knochenschwund vorzubeugen.

Ein Ersatz fehlender Zähne ist jedoch nicht nur mit Implantaten möglich. Der modernen Zahnmedizin steht eine ganze Reihe verschiedener Zahnersatzlösungen zur Verfügung. Diese können, wie im Falle von Implantaten, festsitzend oder herausnehmbar sein.

Zahnprothesen stellen eine gängige Form des Zahnersatzes dar. Sie sind vergleichsweise günstig und einfach zu pflegen, reichen aber in den Punkten Ästhetik, Haltbarkeit und Funktion nicht an Implantate heran. Häufige Probleme sind zudem Druckstellen und ein Rückgang des Kieferknochens aufgrund fehlender Belastung. Eine Sonderform stellt kombinierter Zahnersatz dar. Er vereint die Vorteile einer Zahnprothese mit denen festsitzenden Zahnersatzes, wie Implantaten oder Kronen.

Kronen, Brücken und Implantate werden festsitzend im Gebiss befestigt. Während eine Krone lediglich den oberen Teil eines Zahnes ersetzt und somit auf eine intakte Zahnwurzel angewiesen ist, füllt eine Brücke eine Zahnlücke zwischen zwei Zähnen aus, welche als „Brückenpfeiler“ genutzt werden. Beim Einsetzen einer Brücke müssen deswegen die Nachbarzähne beschliffen werden, was unter Umständen die Zahnsubstanz empfindlich schwächen kann und den größten Nachteil dieses Verfahrens darstellt. Mit Brücken und Kronen lassen sich jedoch im Allgemeinen, unter Betrachtung von Langlebigkeit und Ästhetik, gute Ergebnisse erzielen.

Die folgenden Tabellen analysieren Zahnimplantate, Zahnkronen aus Vollkeramik, vollverblendete Zahnbrücken sowie Zahnprothesen (Teilprothesen), hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile, ihrer Haltbarkeit, der Ästhetik, Funktionalität, der Gesamtkosten (für einen Zahn), den für die Versorgung gewährten Festzuschuss der Krankenkasse (GKV) sowie der Selbstbeteiligung ohne bzw. mit Zahnzusatzversicherung (SB mit bzw. ohne ZZV).

Tabelle 2: Details zu Zahnimplantaten
Merkmal Ergebnis
Vorteile Funktion wie natĂĽrlicher Zahn, physiologische Knochenbelastung
Nachteile Hohe Kosten, evtl. vorheriger Knochenaufbau nötig, Pflege sehr wichtig
Haltbarkeit Sehr lange (20 Jahre)
Ästhetik Wie „echte Zähne“
Funktionalität Sehr gut
Gesamtkosten (für einen Zahn) 1850 - 3500 €
GKV Festzuschuss 336 bis 437 € + 51 bis 66 € (Verblendung)
SB ohne ZZV 1400 - 3000 €
SB mit ZZV 180 - 350 €

Dabei ist die Preisspanne bei den Gesamtkosten fĂĽr einen Zahn durch regionale Unterschiede und verschiedene Abrechnungsfaktoren, aufgrund unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade bei der Versorgung zurĂĽckzufĂĽhren. Gleiches gilt fĂĽr die Selbstbeteiligung ohne Zahnzusatzversicherung.

Die folgende Tabelle untersucht die gleichen Merkmale, für eine Versorgung mit einer Vollkeramikkrone. Allerdings kann diese Versorgungsform lediglich gewählt werden, wenn noch eine Zahnsubstanz vorhanden ist oder sie als Suprakonstruktion auf einem Implantat/Stiftzahn angebracht wird.

Tabelle 3: Details zur Zahnkrone (Vollkeramik)
Merkmale Ergebnis
Vorteile Begrenzter Kosten- und Behandlungsaufwand, gut bei Kariesschäden
Nachteile Trägerzahn muss abgeschliffen werden, nur bei intakter Zahnwurzel möglich
Haltbarkeit Sehr lange (20 Jahre)
Ästhetik Wie „echte Zähne“
Funktionalität Sehr gut
Gesamtkosten (für einen Zahn) 550 - 800 €
GKV Festzuschuss 150 - 200 €
SB ohne ZZV 300 - 600 €
SB mit ZZV 30 - 60 €

Wie die Tabelle aufzeigt, ĂĽberzeugt diese Versorgungsform durch eine sehr lange Haltbarkeit und geringeren Kosten im Vergleich zu einem Implantat.

Folgend werden die Ausprägungen der Merkmale, die auch zuvor für Zahnimplantate analysiert worden, für eine vollverblendete Zahnbrücke untersucht und in Tabellenform dargestellt.

Tabelle 4: Details zur ZahnbrĂĽcke (vollverblendet)
Merkmale Ergebnis
Vorteile Etwas gĂĽnstiger als Implantate, optisch und funktionell gute Ergebnisse
Nachteile Nachbarzähne werden abgeschliffen, Fehlbelastung der Nachbarzähne, Knochenrückbildung
Haltbarkeit Lange (15 bis 20 Jahre)
Ă„sthetik Meist gute Ergebnisse
Funktionalität In der Regel gut
Gesamtkosten (für einen Zahn) 1440 - 2100 €
GKV Festzuschuss 336 bis 437 € + 51 bis 66 € (Verblendung)
SB ohne ZZV 1000 - 1600 €
SB mit ZZV 140 -210 €

Wie die dargestellten Merkmalsausprägungen aufzeigen, sind die qualitativen Merkmale, wie bspw. Haltbarkeit, Ästhetik oder Funktionalität etwas schwächer als die zuvor Untersuchten Versorgungsformen Implantat und Vollkeramikrone.

Als vierte und letzte Versorgungsform, wird in der folgenden Tabelle die Zahnprothese in Form einer Teilprothese anhand der bekannten Merkmale analysiert.

Tabelle 5: Details zur Zahnprothese (Teilprothese)
Merkmale Ergebnis
Vorteile GĂĽnstig, einfach zu pflegen, kann ganze Zahnreihen ersetzen
Nachteile Knochenrückbildung, oft Haftungsprobleme, geringere Stabilität, Druckstellen, verbliebene Zähne werden stärker belastet
Haltbarkeit Begrenzt
Ă„sthetik Eher unbefriedigend
Funktionalität Teilweise nicht zufriedenstellend
Gesamtkosten (für einen Zahn) 500 - 1000 €
GKV Festzuschuss 340 - 442 €
SB ohne ZZV 100 - 600 €
SB mit ZZV 50 - 100 €

Das Ergebnis der dargestellten Untersuchung, zeigt dass eine Zahnprothese (Teilprothese) lediglich ein qualitativ viel schwächere Alternative zu einem Implantat darstellt. Sie ist lediglich kostenseitig interessant. Kann jedoch nicht mit den erzielten Ergebnissen bei Ästhetik, Haltbarkeit oder Funktionalität mithalten.

Da die Kosten von Zahnimplantaten die Kosten der Regelversorgung deutlich ĂĽbersteigen, gehen diese mit hohen Zuzahlungen von einigen tausend Euro einher. Gerade im Erwachsenenalter sollte bei der Wahl des Tarifs deswegen besonders auf die Leistungen im Bereich Zahnersatz und die Erstattung von Implantaten geachtet werden. Ein guter Tarif zeichnet sich durch folgende Aspekte aus:

  1. Anzahl der Implantate: Bei vielen Tarifen ist die Anzahl der maximal erstattungsfähigen Implantate beschränkt. Die Versicherung übernimmt beispielsweise nur die ersten 4 Implantate pro Kiefer. Ein guter Tarif sieht keine solchen Beschränkungen vor.
  2. Erstattungsanteil der Kosten: Die Kosten einer Implantatversorgung werden dem Patienten in Rechnung gestellt. Dieser reicht nun die Zahnarztrechnung bei seiner Zahnzusatzversicherung ein um den tariflich vereinbarten Anteil erstattet zu bekommen. Premium-Tarife sehen eine Erstattung von 80 bis 100 Prozent der Kosten vor.
  3. Leistungsbegrenzungen: Viele Versicherungen sehen in den ersten Jahren eine Begrenzung der maximal möglichen Erstattungssumme vor. Solche Summenbegrenzen erhöhen sich meist von Jahr zu Jahr, bevor sie nach dem 4. bis 5. Jahr völlig wegfallen. Es sollte auf eine möglichst hohe Erstattungssumme von mindestens 3000 bis 4000 Euro in den ersten 4 Jahren geachtet werden.
  4. Wartezeit: Einige Anbieter legen zu Beginn der Versicherungszeit eine Wartezeit von zumeist 8 Monaten fest, bevor sie die Kosten für Zahnbehandlungen übernehmen. Davon ausgenommen sind lediglich unfallbedingte Zahnschäden. Eine steigende Zahl von Anbietern sieht jedoch keine Wartezeit in ihren Tarifen vor. Somit leisten diese Zahnversicherung bereits ab den ersten Tag. Insbesondere, wenn ein Zahnschaden bereits abzusehen (aber noch nicht eingetreten!) ist, lohnt sich die Wahl eines solchen Tarifes.
  5. Mitversicherung fehlender Zähne: In einigen Fällen können bereits fehlende Zähne mitversichert werden. Voraussetzung hierfür ist, dass deren Ersatz zum Zeitpunkt des Abschlusses weder angeraten noch begonnen wurde. Somit trägt die Versicherung die Kosten, wenn ein Ersatz dieser Zähne, beispielsweise mit Implantaten, zu einem späteren Zeitpunkt aus medizinischen Gründen notwendig werden sollte.
  6. Zusatzleistungen: Gerade bei Implantaten können sich eine Reihe von Zusatzleitungen als sinnvoll erweisen. Dazu zählt neben speziellen diagnostischen Verfahren, wie 3-D-Röntgen oder einer Computertomographie, auch der Knochenwiederaufbau bei bereits lange bestehenden Zahnlücken. Einige Versicherungen sehen zudem Vollnarkosen beim Einsetzen der Implantate oder Akupunktur zur Schmerztherapie in ihrem Leistungsspektrum vor.

Alle Anbieter schlieĂźen bei Vertragsabschluss bereits angeratene, geplante oder begonnene Behandlungen von der Leistung aus.