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Zahnzusatzversicherung: Was bei Versicherungs-Bedingungen beachten?

Abhängig von den Vertragsbedingungen, können Tarife besonders interessant sein oder nicht. Neben den klassischen vertraglichen Aspekten, wie der Vertragslaufzeit und der Kündigungsfrist, gibt es tarifspezifische Bedingungen, wie die Erstattungsbasis und die Beitragsentwicklung der Zahnzusatzversicherung. Darüber hinaus haben einige Zahnzusatzversicherungen eine Vielzahl von Leistungs- und Summenbegrenzungen in ihren Versicherungsbedingungen festgeschrieben. Diese führen dazu, dass einige Tarife zwar auf den ersten Blick interessant erscheinen, sich jedoch nach einer detaillierten Prüfung der Vertragsbedingungen Nachteile herausstellen, die eine andere Tarifwahl nahelegen.

Vor Abschluss ist es deswegen besonders wichtig, die Versicherungsbedingungen genau zu verstehen und alle Leistungspunkte mit denen anderer Tarife zu vergleichen. Wir haben die Versicherungsbedingungen von allen Tarifen für Sie auf die wichtigsten Merkmale untersucht. Folgend finden Sie die aus unsere Sicht wichtigsten Vertragsbedingungen und weiterführende Artikel zu den jeweiligen Punkten.

Vertragslaufzeit - Die meisten Zahnzusatzversicherungen haben eine Vertragslaufzeit von zwei Jahren. Danach kann ein Tarif unter Berücksichtigung der jeweiligen Kündigungsfrist (üblicherweise 3 Monate), zum Ende eines jeden Versicherungsjahres beendet werden. Dieses stimmt in der Regel mit dem Kalenderjahr überein. Es gibt aber auch Tarife die monatlich kündbar sind. Durch die Summen- und Leistungsbegrenzungen bei den meisten Tarifen, ist es jedoch nicht sinnvoll eine Zahnzusatzversicherung nur für sehr kurze Zeit abzuschließen.

Einen Sonderfall stellen Beitragserhöhungen dar. Erhöht ein Anbieter seine Beiträge außerplanmäßig, muss er seinen Kunden ein vierwöchiges Sonderkündigungsrecht einräumen. Die altersbedingten Anpassungen bei Tarifen ohne Altersrückstellungen (siehe Punkt: Beitragsentwicklung) begründen allerdings kein Sonderkündigungsrecht.

Erstattungsbasis - Hier wird unterschieden zwischen “vom Rechnungsbetrag” und vom Restbetrag nach der Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Kurz gesagt die Differenz zwischen Erstattung der GKV und der Rechnungssumme des Zahnarzt. Am Beispiel einer 1000 Euro Rechnung, einer 500 Euro Erstattung durch die GKV und eines 90 prozentigen Erstattungssatzes, ergibt sich im Fall der Erstattung vom Rechnungsbetrag eine Gesamterstattung von 900 Euro inkl. Zahnzusatzversicherung (Eigenleistung 100 Euro). Im anderen Fall von 950 Euro (500 Euro + 90 Prozent mal 500 Euro), was eine Eigenleistung von 50 Euro ergibt.

Nur einige Tarife erstatten die vollständigen Behandlungskosten (100 Prozent) eines versicherten Leistungsbausteins. In den meisten Fällen verbleibt eine Selbstbeteiligung. Der Erstattungsanteil eines aus unsere Sicht guten Tarifs, sollte bei mindestens 80 Prozent liegen. Im besten Fall sogar darüber.

Mehr zu: Zahnzusatzversicherung mit 100% Erstattung

Beitragsentwicklung - Im Hinblick auf die Beitragsentwicklung, lassen sich bei Zahnzusatzversicherungen zwei Modelle unterscheiden: Während Tarife mit Altersrückstellungen ihre Preise mit steigendem Alter stabil halten, passen Tarife ohne Altersrückstellung ihre Beiträge ans Alter an. Zahnzusatzversicherungen, die nach dem ersten Modell arbeiten, fordern von Beginn etwas höhere Monatsbeiträge und sparen so Rücklagen für höhere Kosten im Alter an, während Tarife ohne solche Rückstellungen ihre Beiträge immer an das aktuelle Risiko anpassen müssen. Die Mehrzahl der Tarife arbeitet nach dem zweiten Prinzip.

Besondere Leistungen - Einige Tarife erstatten auch besondere Therapieformen wie die Behandlung mit Vollnarkose für Patienten die unter Angst vorm Zahnarzt leiden oder die Erstattung von Kosten für Brillen und Sehhilfen.

Summenbegrenzung- / Leistungseinschränkungen - In der Anfangszeit nach Abschluss der Zahnzusatzversicherung, begrenzen alle Tarife ihre Leistungssumme. Die maximal mögliche Erstattung wächst zunächst von Jahr zu Jahr an, bevor die Begrenzung nach dem vierten oder fünften Versicherungsjahr wegfällt. Diese Leistungsbegrenzungen dienen den Versicherern als Schutz vor hohen Kosten in der Anfangszeit, mit der Begründung die Versichertengemeinschaft vor unkalkulierbaren Risiken zu schützen.

Sind Behandlungen aufgrund eines Unfallereignisses notwendig, entfallen diese Leistungsbegrenzungen übrigens und es wird im vollen Umfang des Tarifs geleistet.


Mehr zu: Zahnzusatzversicherungen ohne Leistungsbegrenzung

Wartezeit - Nach Abschluss einer Zahnzusatzversicherung tritt der Versicherungsschutz bei vielen Tarifen noch nicht sofort in Kraft. Zunächst gilt eine Wartezeit von 3 bis 8 Monaten, bevor Leistungen in Anspruch genommen werden können. Behandlungen die in diesem Zeitraum notwendig werden sind somit nicht abgedeckt. Dies stellt insbesondere für ältere Menschen, die häufig unerwartete Zahnbehandlungen benötigen oder Menschen bei denen eine Zahnbehandlung zeitnah absehbar ist, ein großes Problem dar. In diesem Fall bieten Tarife ohne Wartezeit eine gute Alternative. Sie leisten ab dem ersten Tag nach Versicherungsabschluss und unterscheiden sich in den abgesicherten Konditionen mittlerweile kaum noch von Tarifen mit Wartezeit. Unfallbedingte Zahnschäden, stellen übrigens häufig eine Ausnahme von der Wartezeit dar. Ihre Behandlungskosten werden auch von regulären Tarifen bereits während der Wartezeit übernommen.

Mehr zu: Zahnzusatzversicherungen ohne Wartezeit

Ist die Behandlung bereits angeraten, kommen nur Tarife mit Sofortleistung in Betracht. Mehr zu: Zahnzusatzversicherungen mit Sofortleistung.

Status des Zahnbestandes bei Antrag durch Gesundheitsfragen - Gesundheitsfragen: Bei der Mehrzahl der Zahnzusatzversicherungen befinden sich sogenannte Gesundheitsfragen im Versicherungsantrag. Diese fragen nach dem Gesundheitszustand der Zähne, aktuellen Behandlungen oder risikoerhöhenden Vorerkrankungen, wie bspw. Parodontose. Sie sollten unbedingt sorgfältig und wahrheitsgemäß beantwortet werden, denn bei einer Falschangabe erlischt die Leistungspflicht der Versicherung. Die Gesundheitsfragen dienen den Versicherern zur Erstellung eines persönlichen Risikoprofils des Interessenten. Bei einem schlechten Zahnzustand muss dementsprechend mit höheren Kosten oder sogar einer Ablehnung des Antrags gerechnet werden. In dieser Situation stellen Tarife ohne Gesundheitsfragen eine Option dar. Sie verzichten auf eine Einschätzung des Zahnzustandes und sind auch bei bereits bestehenden Zahnproblemen noch abschließbar. Allerdings gehen sie mit verschärften Leistungsbegrenzungen einher.

Mehr zu: Zahnzusatzversicherungen ohne Gesundheitsfragen

Angeratene oder geplante Behandlungen - Zahnzusatzversicherungen übernehmen mit nur wenigen Ausnahmen ausschließlich Kosten von Behandlungen, die noch nicht angeraten, geplant oder begonnen wurden. Hat der Zahnarzt also bereits einen behandlungsbedürftigen Zahnbefund festgestellt, ist es für den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung zu spät. Eine Zahnzusatzversicherung gilt also nur für zukünftige Behandlungen und sollte nicht zu spät abgeschlossen werden.

Des Weiteren übernimmt eine Zahnzusatzversicherung lediglich die Kosten medizinisch sinnvoller und notwendiger zahnmedizinischer Maßnahmen. Kosmetische Eingriffe sind also von der Leistung ausgeschlossen.

Zahnlücken (fehlende Zähne) - Einzelne fehlende Zähne stellen bei vielen Zahnzusatzversicherungen mit Gesundheitsfragen kein Ausschlusskriterium dar. Sie sind bei vielen Zahnarzt Zusatzversicherungen sogar in begrenzter Anzahl mit versicherbar (z.B. der Tarif DentalBest der Allianz Zahnzusatzversicherung bis zu 3 fehlende Zähne).

Bestehen Kronen, Brücken und Füllungen - Abhängig von den Versicherungsbedingungen sind bei einigen Tarifen Kronen, Brücken & Füllungen mitversichert. Bei anderen werden diese von der Leistung ausgeschlossen. Grundsätzlich gilt auch hier: Die Behandlung wird durch die Versicherung nur übernommen, wenn sie zum Versicherungsbeginn durch einen Zahnarzt noch nicht angeraten wurde.

Zahnärztliche Leistungseinschränkungen - Hier sehen einige Tarife Einschränkungen dabei vor, ob der Patient auch Kosten einer Behandlung durch einen Privatarzt (ohne Kassenzulassung) oder nach einer Behandlung im Ausland einreichen kann. Ob eine Erstattung von einem Hebesatz über dem 3,5fachen der Gebührenordnung möglich ist und ob ein Preis- und Leistungsverzeichnis zugrunde liegt. In Summe können diese Einschränkungen zu einer erheblichen Reduktion der Erstattungshöhe führen und sind deshalb dringend zu beachten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist ob ein Heil und Kostenplan vor Behandlungsbeginn eingereicht werden muss, damit eine Erstattung der Versicherungsgesellschaft erfolgt.

Ganz grundsätzlich umfasst das Leistungsfeld einer Zahnzusatzversicherung vier Leistungsbereiche:

  • Zahnersatz,
  • Zahnbehandlungen,
  • Zahnvorsorge und
  • Kieferorthopädie

Allerdings decken viele Tarife nicht alle Leistungsbereiche ab oder setzen bestimmte Leistungsschwerpunkte. Viele Zahnzusatzversicherungen für Erwachsene konzentrieren sich beispielsweise auf gute Leistungen in den Bereichen Zahnersatz und Zahnbehandlung, während Kindertarife besonders starke Leistungen im Bereich Kieferorthopädie zeigen. Vor Abschluss einer Zahnzusatzversicherung sollte sich jeder Interessierte über seine individuellen Ansprüche an seinen Versicherungsschutz im Klaren sein und vor Abschluss darauf achten, dass der ausgewählte Tarif diese Vorstellungen erfüllt.

Mehr zu: Zahnzusatzversicherung Tarifeigenschaften