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Zahnzusatzversicherung ohne Leistungsbegrenzung: Top 10 Tarife im Vergleich & Test

Wer kurz nach Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung eine aufwendige Zahnbehandlung benötigt, steht oftmals vor dem Problem, dass die meisten Tarife ihre Leistungssumme in den ersten Versicherungsjahren begrenzen. In dieser Zeit ist somit noch nicht der volle Versicherungsschutz verfügbar und die Versicherten müssen im Falle teurer Behandlungen mit Zuzahlungen rechnen. Um dies zu vermeiden, sollte beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung auf eine ausreichend hohe Leistungssumme in den ersten Jahren geachtet werden. Ein Tarif, der vollständig auf Leistungsbegrenzungen verzichtet, ist leider nicht mehr verfügbar.

Bereits angeratene, geplante oder begonnene Behandlungen sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Zum Schutz vor unkalkulierbar hohen Kosten zu Beginn der Versicherungszeit sehen alle privaten Zahnzusatzversicherungen in den ersten Jahren nach Versicherungsabschluss Leistungsbegrenzungen vor. Diese schränken die maximal mögliche Erstattungssumme während dieses Zeitraumes ein. In der Regel erhöht sich die Leistungssumme von Jahr zu Jahr, bevor die meisten Versicherungen nach 4 bis 5 Jahren in unbegrenzter Höhe leisten. Nicht selten wird auch von Summenbegrenzungen oder Zahnstaffel gesprochen.

Da Leistungsbegrenzungen für die Versicherungen eines der wichtigsten Werkzeuge darstellen um die Kosten kalkulierbar und die Beiträge stabil zu halten, gibt es mittlerweile keine Zahnzusatzversicherung ohne Leistungsbegrenzung mehr.

Dennoch variiert die Höhe der anfänglichen Leistungssumme von Tarif zu Tarif erheblich. Bei der Wahl eines Tarifs kann die Höhe der Leistungsbegrenzung deswegen von entscheidender Bedeutung sein.

Wenn in den ersten Jahren teure Zahnbehandlungen oder sogar Zahnersatz notwendig werden, übersteigen die Kosten nicht selten die tariflich festgelegte maximale Leistungssumme. Folglich verbleibt ein höherer Eigenanteil bei Patienten. Ein Tarif mit geringer Leistungsbegrenzung und entsprechend hoher Leistungssumme in den ersten Jahren schützt in diesem Fall vor hohen Zuzahlungen und übernimmt die Kosten in weitaus größerem Umfang.

Diese Tarife eignen sich besonders für ältere Versicherte und Menschen mit schlechtem Zahnzustand, da bei ihnen eine zeitnahe, kostenintensive Behandlung (z.B. Zahnersatz) nach Versicherungsabschluss wahrscheinlicher ist.

Allgemein wird eine Leistungssumme von mindesten 4000 Euro in den ersten 4 Jahren empfohlen. Zahnzusatzversicherungen mit geringen Leistungsbegrenzungen leisten jedoch bis zu 10.000 Euro innerhalb dieses Zeitraumes.

Tabelle 1: Summenbegrenzungen bei einem Tarif der Allianz Zahnzusatzversicherung (DentalBest) und einem Tarif der UKV Zahnzusatzversicherung (ZahnPrivat Premium) im Vergleich:

Was sind die Vorteile eines Tarifs mit geringer Leistungsbegrenzung?
Versicherungsjahr Allianz DentalBest UKV ZahnPrivat Premium
1. Jahr 900 € 1000 €
1. - 2. Jahr 1800 € 3000 €
1. - 3. Jahr 2700 € 6000 €
1. - 4. Jahr 3600 € 9000 €
ab 5. Jahr unbegrenzt unbegrenzt

Tarife, die geringe Begrenzungen der Leistungssumme vorsehen, gehen oftmals mit höheren Monatsbeiträgen einher. Nicht selten lohnt sich dieser Aufpreis allerdings in Anbetracht hoher Zuzahlungen bei kostenintensiven Behandlungen in den ersten Versicherungsjahren.

Tabelle 2: Leistungen und Kosten eines normalen Tarifs (Allianz DentalBest) und eines Tarifs mit geringer Leistungsbegrenzung (UKV Zahnprivat Premium) am Beispiel eines 30jährigen Versicherten:

Leistungen und Kosten im Vergleich
Tarif Allianz DentalBest UKV ZahnPrivat Premium
Zahnreinigung 100 % (120 € p.a.) 90 % (108 € p.a.)
Zahnbehandlung 100 % 90 %
Zahnersatz 90 % 90 %
Kieferorthopädie 90 % (max. 3000€) 100 % (max. 3600 €)
Summenbegrenzung 3600 € in ersten 4 Jahren 9000 € in ersten 4 Jahren
Wartezeit 8 Monate keine Wartezeit
Monatliche Kosten 21,92 € 26,85 €

Neben einer geringen Leistungsbegrenzung zeichnet sich ein guter Tarif durch die folgenden Punkte aus:

  1. Hoher Erstattungsanteil: Eine gute Zahnzusatzversicherung übernimmt in der Regel 80 bis 100 % der Zahnarztkosten. Dieser Anteil wird meist inklusive des Anteils der gesetzlichen Krankenkasse angegeben, sodass ein Eigenanteil von bis zu 20 % verbleibt.
  2. Keine Wartezeit: Eine weitere Form der Leistungsbegrenzung in der Anfangszeit stellen Wartezeiten dar. Viele Zahnzusatzversicherungen fordern eine Wartezeit von bis zu 8 Monaten nach Abschluss, in der noch keine Versicherungsleistungen erbracht werden. Viele Tarife verzichten jedoch mittlerweile auf eine Wartezeit und leisten ab dem ersten Tag.
  3. Gesundheitsfragen: Oftmals finden sich im Versicherungsantrag sogenannte Gesundheitsfragen. Diese dienen den Versicherern dazu, den Zahnzustand des Bewerbers im Vorhinein einzuschätzen. Ein mangelhafter Zahnzustand kann folglich zu höheren Monatsbeiträgen oder sogar der Ablehnung des Antrages führen. In diesem Fall stellt eine Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen eine sinnvolle Alternative dar.
  4. Gute Leistungen für Zahnersatz: Zahnersatz und insbesondere Implantate verursachen zumeist hohe Kosten. Deswegen handelt sich um einen zentralen Baustein einer Zahnzusatzversicherung, bei dem auf möglichst gute Leistungen und geringe Begrenzungen (z.B. Anzahl erstattungsfähiger Implantate) geachtet werden sollte.
  5. Zahnvorsorge: Viele Tarife sehen eine halbjährliche Kostenübernahme der professionellen Zahnreinigung vor.
  6. Mitversicherung fehlender Zähne: Einige Zahnzusatzversicherungen ermöglichen die Mitversicherung einer begrenzten Anzahl bereits fehlender Zähne. Dies ist meist gegen einen Aufpreis oder verschärfte Leistungsbegrenzungen möglich. Diese Tarife übernehmen die Kosten für einen Ersatz der bereits fehlenden Zähne, falls dieser zu einem späteren Zeitpunkt nötig werden sollte.