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Zungenreinigung beim Zahnarzt (Kosten): Festzuschuss, Eigenanteil & Tipps (100% sparen!)

Zungenreinigung beim Zahnarzt Kosten

Eine richtige Mundhygiene umfasst für die meisten Menschen ein zweimal tägliches Zähneputzen. Doch wer Mundgeruch (Halitosis), Karies und Parodontitis (Erkrankungen des Zahnhalteapparats) vorbeugen möchte, sollte sich auch mit der Reinigung seiner Zunge beschäftigen. Die Zunge wird oft vernachlässigt, obwohl sich dort bis zu 80 Prozent der Mikroorganismen des Mundraums befinden.

Mit entsprechenden Hilfsmitteln lässt sich eine Zungenreinigung bequem in die tägliche Mundhygieneroutine einbauen. Mittlerweile bieten einige Zahnarztpraxen auch professionelle Zungenreinigungen im Rahmen von Prophylaxebehandlungen (beispielsweise einer professionellen Zahnreinigung, kurz PZR) an. Eine PZR gilt als Privatleistung und wird nur von einigen Krankenkassen unterstützt. Durchschnittlich kostet eine PZR zwischen 40 und 150 Euro.

In den folgenden Abschnitten erfahren Sie alles über die Zungenreinigung in Kombination mit einer professionellen Zahnreinigung beim Zahnarzt und welche Zahnzusatzversicherungen für vorbeugende Maßnahmen sinnvoll sind.

Das wichtigste in Kürze

  • Eine Zungenreinigung wird meistens im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung (PZR) angeboten. Zur Vorbeugung oder Behandlung von Erkrankungen der Zunge sowie der Mundschleimhaut, insbesondere auch bei Mundgeruch (Halitosis), können positive Effekte erzielt werden.
  • Obwohl die Wirksamkeit erwiesen ist, wird eine professionelle Zahnreinigung nur von wenigen gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst.
  • Eine PZR wird als Privatleistung abgerechnet und kostet je nach Aufwand zwischen 40 und 150 Euro. Eine Zungenreinigung kann die Kosten um ungefähr 15 Euro erhöhen. Die PZR inklusive Zungenreinigung wird oft als PZR+ bezeichnet.
  • Durch die richtige Auswahl einer Zahnzusatzversicherung können Kosten für vorbeugende Maßnahmen wie Zahnreinigungen und professionelle Zungenreinigungen komplett umgangen werden.

Die Kosten für eine Zungen- und Zahnreinigung setzen sich aus den Behandlungs- und Materialkosten in der Praxis zusammen. Eine Zusammenarbeit mit dem zahntechnischen Labor ist nicht nötig. Dennoch können erhebliche Unterschiede in der Preisgestaltung auftreten, da diese Art der Behandlung als Privatleistung abgerechnet wird. Die Höhe der Kosten ist abhängig von dem Aufwand der Behandlung, von dem behandelnden Arzt und auch von der Region. Als erhöhter Aufwand zählen beispielsweise besonders starke Zahnbeläge (Plaque), festsitzender Zahnersatz oder ein starker Würgereiz des Patienten.

Material- und Laborkosten

Die Materialkosten in der Praxis fallen in der Regel relativ gering aus, da weder eine Zusammenarbeit mit dem zahntechnischen Labor oder besonders kostenintensive Materialien benötigt werden. Für die Behandlung werden verschiedene Handinstrumente sowie bei Bedarf Ultraschallgeräte (beispielsweise Airscaler zur Entfernung von Zahnstein), rotierende Bürstchen, Pasten, Zahnseide und fluoridhaltige Gele eingesetzt. Für die Zungenreinigung kann beispielsweise ein spezieller Zungensauger verwendet werden.

Behandlungskosten

Die Kosten einer professionellen Zahnreinigung mit Zungenreinigung ergeben sich im Wesentlichen aus den Behandlungskosten. Die Behandlung wird normalerweise nicht vom Zahnarzt, sondern von dem zahnmedizinischen Fachangestellten oder Dentalhygieniker durchgeführt.

Die Behandlung gliedert sich in folgende Schritte:

Zunächst werden die Mundhöhle, die Zähne sowie das Zahnfleisch gründlich untersucht. Dabei geht die Prophylaxefachkraft auf die tägliche Mundhygiene ein und gibt bei Bedarf Tipps zur Pflege zuhause. Es wird ein Blick auf den Zahnbelag (Plaque), auf Zahnfleischtaschen sowie deren Tiefe geworfen und ob Zahnfleischbluten vorhanden ist.

Im Anschluss werden harte und weiche Beläge sowie Zahnstein auf den Zähnen und in den Zwischenzahnräumen (Approximalräumen) entfernt. Dafür können verschiedene Instrumente eingesetzt werden, beispielsweise Ultraschallgeräte, Pulver-Wasser-Sprays oder Handinstrumente (Scaler und Küretten). Die Approximalräume werden mit Zahnseide gründlich gereinigt. Mit rotierenden Bürstchen und speziellen Pasten werden die Zähne poliert, sodass kleine Unebenheiten entfernt werden. Das gibt dem Patienten einerseits ein angenehmes Gefühl, andererseits erschwert eine glatte Schmelzschicht das Eindringen von Bakterien und wirkt somit kariesprotektiv.

Für die Zungenreinigung kann beispielsweise ein spezieller Zungensauger verwendet werden. In der Regel handelt es sich um einen Aufsatz, der auf den Speichelsauger gesteckt wird. Zunächst wird ein Reinigungsgel auf die Zunge aufgetragen, das die Bakterien auf der Zunge auflockert. Im Anschluss wird die Zunge mithilfe des Saugers gereinigt. Dadurch wird ein ökologisches Gleichgewicht zwischen den im Mundraum vorkommenden Bakterien geschaffen.

Als letzter Schritt wird ein fluoridhaltiges Gel oder Lack auf die Zähne aufgetragen. Das Gel unterstützt durch den Fluoridgehalt die Härte des Zahnschmelzes, indem sich die kleinen Fluoridpartikel in die Schmelzschicht einlagern und ihn widerstandsfähiger gegenüber Säuren machen.

Nach der Behandlung ist es wichtig, die Zunge auch weiterhin zu pflegen: Für eine effektive Bekämpfung von Mundgeruch und für ein ausgeglichenes bakterielles Milieu auf der Zunge erscheint die häusliche Zungenreinigung eine sinnvolle Ergänzung zum täglichen Zähneputzen. Mit Hilfsmitteln wie Zungenreinigern und Gel oder einfacher Zahnpasta gelingt die Reinigung auch Zuhause.

Gesamtkosten

Da eine Zungenreinigung meistens nur im Rahmen von professionellen Zahnreinigungen angeboten wird, werden in den folgenden Textabschnitten nur die Kosten einer professionellen Zahnreinigung inklusive Zungenreinigung erläutert.

Die Gesamtkosten einer professionellen Zahnreinigung inklusive einer Zungenreinigung (PZR+) ergeben sich im Wesentlichen aus den Behandlungskosten in der Zahnarztpraxis. Diese sind abhängig von dem Aufwand der Behandlung, dem behandelndem Arzt und der Region der Praxis. Als Mehraufwand zählen beispielsweise besonders harte beziehungsweise starke Beläge (Plaque), ein starker Würgereiz des Patienten, ein im Rahmen einer kieferorthopädischen eingesetzter Zahnstabilisator (Retainer) oder festsitzender Zahnersatz.

Die PZR zählt als Privatleistung und wird, obwohl ihre Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen ist, nicht von allen Krankenkassen unterstützt. Der Preisrahmen einer PZR ist sehr variabel und liegt in der Regel zwischen 40 und 150 Euro. Die Zungenreinigung kann auf der Rechnung separat auftauchen und wird oft als Reinigung der Mundschleimhaut (intraoraler Schleimhaut) und der Zunge aufgeführt. Diese Kosten erhöhen die Gesamtkosten der PZR und liegen zwischen 6 und 15 Euro. In der nachfolgenden Übersicht sind die Kosten einer professionellen Zahn- und Zungenreinigung aufgeführt.

Kosten für eine professionelle Zahnreinigung (PZR) inklusive Zungenreinigung
Kosten-Art Wert
Kosten der professionellen Zahnreinigung 40 bis 150 Euro
Kosten der Zungenreinigung 6 bis 15 Euro
Gesamtkosten 46 bis 165 Euro

Eigenanteil je Behandlungskosten

Eine professionelle Zahnreinigung inklusive Zungenreinigung gilt als Privatleistung und wird nur von manchen Krankenkassen bezuschusst oder komplett übernommen. Einige Krankenkassen übernehmen durchschnittlich 40 Euro der Gesamtkosten. Je nach Gesamtkosten variiert der Eigenanteil. Die private Zuzahlung kann also bestenfalls, bei einer günstigen Zahnreinigung, 0 Euro oder aber auch bis zu 125 Euro betragen. Sehr patientenfreundlich sind Zahnzusatzversicherungen: Sie tragen in der Regel die ganzen Kosten für Zahn- und Zungenreinigungen.

Eigenanteil bei einer Zungenreinigung
Art der Behandlung Gesamtkosten Eigenanteil
Zahnreinigung mit Zungenreinigung 46 bis 165 Euro 0 bis 165 Euro

Die professionelle Zahnreinigung inklusive Zungenreinigung zählt nicht als Regelversorgung und wird daher als Privatleistung abgerechnet. Mittlerweile haben viele Krankenkassen den Nutzen von PZRs erkannt und unterstützen oder übernehmen die Kosten der Behandlung. Durchschnittlich handelt es sich bei den Zuschüssen um Beträge von ungefähr 40 bis 60 Euro. Viele gesetzliche Krankenkassen bieten Kostenzuschüsse zu bestimmten Konditionen an, die beispielsweise an ein Bonusheft oder an Partnerzahnärzte geknüpft sind. Es wird empfohlen, sich bei der Krankenkasse zu erkundigen, ob sie vorbeugende (prophylaktische) Behandlungen wie Zahnreinigungen oder Zungenreinigungen finanziell unterstützen.

Der Zuschuss der privaten Krankenkassen gestaltet sich ähnlich wie bei gesetzlichen Krankenkassen. Der Unterschied ist jedoch, dass die meisten privaten Krankenkassen höhere Zuzahlungen leisten oder sogar komplette Zahn- und Zungenreinigungen übernehmen. Bei privaten Krankenkassen gibt es kein Bonusheft, sodass nicht nachgewiesen werden muss, wann der letzte Kontrolltermin beim Zahnarzt war. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, ob Ihre Behandlung vollständig übernommen oder bezuschusst wird.

Geht es darum, den Eigenanteil bei einer professionellen Zahn- und Zungenreinigung möglichst gering zu halten oder komplett zu umgehen, lohnt es sich, eine private Zahnzusatzversicherung in Betracht zu ziehen. Private Zusatzversicherungen bieten unter anderem in der Regel zweimal jährlich kostenlose Zahnreinigungen für ihre Patienten an. Zunächst wird jedoch empfohlen, sich mit den Konditionen der jeweiligen Krankenkasse auseinanderzusetzen. Viele Krankenkassen bieten kostenlose Zahnreinigungen an, sofern Sie diese bei einem Partnerzahnarzt Ihrer Krankenkasse durchführen lassen. Andere Krankenkassen wiederum bieten ihren Patienten im Rahmen eines vollständig geführten Bonushefts kostengünstige oder sogar zuzahlungsfreie Zahnreinigungen an.

Das Ziel bei der Auswahl einer privaten Zahnzusatzversicherung hinsichtlich einer Zungen- oder Zahnreinigung ist die möglichst vollständige finanzielle Unterstützung von prophylaktischen Behandlungen. Dabei sind wesentliche Punkte zu beachten.

Viele Versicherungen unterstützen eine Zahnreinigung nur zweimal jährlich. Darüber hinaus kann es sein, dass die Versicherungen bestimmte Erstattungssummen festlegen, die nicht überschritten werden dürfen. Ebenso gibt es gewisse Tarife, die einen geringen Eigenanteil beim Versicherten lassen. Ein anderer wichtiger Punkt bei der Auswahl der Versicherung ist der Zeitpunkt, ab dem die Behandlungen übernommen werden: Manche Versicherungen leisten den vollständigen Umfang ihrer Tarife erst nach einer Wartezeit von bis zu acht Monaten nach Vertragsabschluss. Die meisten Verträge bieten aber ab dem ersten Tag nach Abschluss des Vertrages die vollen Leistungen an.

Deshalb lohnt es sich, die genauen Konditionen zu prüfen, um die richtige Zahnzusatzversicherung zu finden. Eine Zahnzusatzversicherung kann nicht nur den Vorteil einer kostenlosen Zahnreinigung haben, sondern beispielsweise auch den Eigenanteil von hochwertigen Zahnfüllungen, Zahnersatz oder kieferorthopädischen Maßnahmen bis auf ein Minimum reduzieren. Wir haben über 200 verschiedene Zahnzusatzversicherungen untersucht, um Ihnen individuell die passende Zahnzusatzversicherung anbieten zu können.