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Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie (Kind): Top 10 Tarife im Vergleich & Test

Eine kieferorthopädische Behandlung aufgrund von Zahn- oder Kieferfehlstellungen geht häufig mit sehr hohen Kosten einher, die von der gesetzlichen Krankenkasse nur unzureichend übernommen werden. Aus diesem Grund bieten viele private Zahnzusatzversicherungen mittlerweile auch Kieferorthopädie als einen Baustein ihres Leistungsspektrums an. Diese Tarife eignen sich insbesondere für Kinder, da sie am häufigsten kieferorthopädischer Korrekturen bedürfen. Eine private Zahnzusatzversicherung deckt die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung weitaus umfangreicher als die gesetzliche Krankenkasse ab, schützt vor hohen Zuzahlungen und trägt auch die Kosten hochwertiger Behandlungsoptionen.

Die folgende Tabelle, zeigt die besten 5 Zahnzusatzversicherungen mit Leistungen für Kieferorthopädie (KFO) bei Kindern. Neben dem Erstattungssatz für KFO, ist zudem die erreichte Gesamtnote des Tests aufgeführt. In ihn sind Leistungen und Wartezeitregelungen für die Leistungsbereiche Zahnersatz, Zahnbehandlung sowie Prophylaxe/Zahnreinigung eingeflossen.

Tabelle 1: Die besten 5 Tarife fĂĽr KFO-Leistungen bei Kindern
Tarifname Erstattungssatz KFO Note
Deutsche Familienversicherung ZahnSchutz Exklusiv 100% 1,0
MĂĽnchener Verein 571+572+573+574 90% 1,0
Versicherungskammer Bayern ZahnPRIVAT Premium 90% 1,1
Allianz Dental Best 90% 1,4
Signal Iduna Zahn Top pur 90% 1,5

Die Tarifdetails, sind über einen Klick auf den Tarifnamen erreichbar .Auf der Tarifdetailseite angekommen, können unter anderen alle abgesicherten Behandlungsmethoden des Bereichs Kieferorthopädie (KFO) nachgelesen werden. Zu finden sind diese unter dem Punkt/Reiter "Mehr" bzw. den Button "Details zur Kieferorthopädie". Bei der Betrachtung fällt dann auch schnell auf, dass einige Tarife - wie bspw. der Tarif der Deutsche Familienversicherung - einen Komplettschutz darstellen, der alle Behandlungsmaßnahmen des KFO Bereichs absichert. Andere wiederum, gerade teure Behandlungsmaßnahmen wie Lingualtechnik, vom Versicherungsschutz ausschließen. Alle Leistungen der einzelnen Tarife, können auf den jeweiligen Tarifseiten nachgelesen werden. Sie sind folgend verlinkt:

Wo liegen die Grenzen?

In den ersten Jahren nach Abschluss begrenzen alle Versicherungen ihre Leistungssumme. Oftmals unterliegen kieferorthopädische Behandlungen gesonderten Leitungsbegrenzungen.

Welche Leistungen sind ausgeschlossen?

Eine Zahnzusatzversicherung leistet nicht, wenn die kieferorthopädische Behandlung bereits vor Abschluss angeraten oder begonnen wurde.

Ungefähr jedes zweite Kind in Deutschland benötigt eine kieferorthopädische Behandlung. Solch eine Therapie, beispielsweise in Form einer Zahnspange, verursacht jedoch nicht selten Kosten in Höhe einiger tausend Euro. Im Kindesalter trägt die gesetzliche Krankenkasse mit bis zu 80 Prozent einen Großteil der Kosten, solange es sich um eine ausgeprägte Fehlstellung handelt. Dies entscheidet sich anhand der KIG-Einstufung. Leichte Fehlstellung, sie entsprechen den KIG-Stufen 1 und 2, sind jedoch völlig von der Leistung der Krankenkasse ausgeschlossen und die Behandlungskosten müssen von den Eltern selbst getragen werden, wenn keine private Zahnzusatzversicherung besteht.

Allerdings werden auch im Falle schwerer Fehlstellungen (KIG 3 bis 5) häufig hohe Zuzahlungen fällig, wenn eine hochwertigere Behandlungsmethode als die sogenannte Regelversorgung gewünscht wird. Darunter fallen beispielsweise Keramik-Brackets oder unsichtbare Zahnspangen. Eine Zahnzusatzversicherung wiederum deckt weitaus umfangreichere Leistungen ab und trägt auch die Mehrkosten im Falle einer solchen Sonderleistung.

Die folgende Abbildung zeigt die Kosten einer Zahnspange nach kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG-Stufen), am Beispiel eines gesetzlich versicherten Kindes (Eigenanteil GKV) und bei privater Zahnzusatzversicherung (Eigenanteil ZZV) inklusive Leistungen für KFO (Allianz DentalBest, 90 Prozent Erstattung, max. 3000 Euro) auf.

Tabelle 2: Kosten fĂĽr Zahnspange bei KIG-Einstufungen und Eigenanteil
KIG-Stufe (Ausprägung) Erwartete Kosten Eigenanteil GKV Eigenanteil ZZV
1 (sehr leicht) 5000 € 5000 € 2000 €
2 (leicht) 5000 € 5000 € 2000 €
3 (mittel) 2500-7500 € 500-1500 € 50-150 €
4 (stark) 5000-10000 € 1000-2000 € 100-200 €
5 (extrem) 7500-12500 € 1500-2500 € 150-250 €

Die Tabelle zeigt auf, dass bei Einstufung in die KIG 1-2 die GKV keine Kosten übernimmt. Die meisten Zahnzusatzversicherungen, wie auch der für die Beispieldarstellung gewählte Tarif der Allianz, sehen für die KIG 1-2 eine maximale Erstattung für den Behandlungsfall oder aber die gesamte Vertragslaufzeit vor. Dadurch lassen sich die Kosten meist nur mildern und nicht komplett decken.

Ein guter Tarif für Kieferorthopädie zeichnet sich durch einen hohen Erstattungsanteil von 80 bis 100 Prozent der Behandlungskosten und geringe Leistungsbegrenzungen für den Baustein Kieferorthopädie (siehe nächster Abschnitt) aus. Insbesondere sollte darauf geachtet werden, dass die Zahnzusatzversicherung unabhängig von der gesetzlichen Krankenkasse und somit auch bei leichten Fehlstellungen leistet.

DarĂĽber hinaus sehen viele gute Tarife ebenfalls eine Erstattung der Mehrkosten bei hochwertigeren Behandlungsalternativen sowie Sonderleistungen und spezieller Diagnostik vor.

Da sich Tarife mit guten Leistungen im Bereich Kieferorthopädie besonders für Kinder eigenen, sollte in diesem Fall darauf geachtet werden, dass auch die Bereiche Zahnvorsorge (professionelle Zahnreinigung) und Zahnbehandlungen ausreichend abgedeckt sind.

Da viele Kinder einer kieferorthopädischen Therapie bedürfen, gehen Tarife mit guten Leistungen im Bereich Kieferorthopädie oftmals mit höheren monatlichen Beiträgen einher. Nichtsdestotrotz sollte bei einer Zahnzusatzversicherung für ein Kind keineswegs im Bereich Kieferorthopädie gespart werden.

Die folgende Abbildung, stellt den Vergleich eines Tarifs mit Kieferorthopädie (Allianz DentalBest) und eines Tarifs ohne Kieferorthopädie (Ergo Direkt ZAB+ZBB+ZBE) am Beispiel eines dreijährigen Kindes dar.

Tabelle 3: Vergleich von ZZV mit KFO-Leistung vs. ZZV ohne KFO-Leistungen
Produktmerkmal Zahnversicherung mit KFO Zahnversicherung ohne KFO
Zahnersatz 90% 75-100%
Zahnbehandlungen 100% 100%
Zahnreinigung 120 € p.a. 100%
Kieferorthopädie 90% (max. 3000 € je Vers.fall) Keine Leistung
Wartezeit 8 Monate keine
Summenbegrenzungen 3600 € in d. ersten 4 Jahren 4000 € in d. ersten 4 Jahren
Gesundheitsfragen Ja Nein
Monatlicher Beitrag 15,56 € 7,00 €

Der Erstattungssatz von 90 Prozent, gilt sowohl bei Einstufung in die KIG 1-2, als auch bei Einstufung in die KIG 3-5. Die meisten anderen Tarife, unterscheiden hier deutlich.

Auch Tarife für Kieferorthopädie sehen immer eine Begrenzung der Leistungssumme in den ersten 4 bis 5 Jahren nach Vertragsabschluss vor. Darüber hinaus unterliegen kieferorthopädische Behandlungen oftmals gesonderten Leistungsbegrenzungen, die die Summe pro Versicherungsjahr oder -fall einschränken. Bei leichten Fehlstellung der KIG-Stufen 1 und 2 sollte die Leistungssumme einer Zahnzusatzversicherung mindestens 3000 Euro betragen, da die Krankenkasse hier keinen Anteil der Kosten übernimmt. Bei ausgeprägteren Fehlstellungen sollte auf eine Leistungssumme von mindestens 1500 Euro geachtet werden.

Zudem sollte berücksichtigt werden, ob der Tarif Altersbegrenzungen für kieferorthopädische Leistungen vorsieht oder über das 21. Lebensjahr hinaus leistet.

Auf die ĂĽbliche Wartezeit von bis zu 8 Monaten, bevor die Zahnzusatzversicherung im Versicherungsfall leistet, verzichten mittlerweile eine Reihe Premium-Anbieter. Dennoch sollte sie bei der Wahl des Tarifes bedacht werden.

Die folgende Abbildung, zeigt in tabellarischer Darstellung die Leistungsbegrenzungen einer Zahnzusatzversicherung mit guten Leistungen im Bereich Kieferorthopädie (Allianz DentalBest, 90 Prozent Erstattung).

Tabelle 4: Leistungsbegrenzungen eine Zahnzusatzversicherung mit KFO-Leistungen
Kalenderjahr Summenbegrenzung Kieferorthopädie Zahnreinigung
1. Jahr 900 € 3000 € 120 €
1.-2. Jahr 1800 € 3000 € 120 €
1.-3. Jahr 2700 € 3000 € 120 €
1.-4. Jahr 3600 € 3000 € 120 €
ab 5. Jahr unbegrenzt 3000 € 120 €

Der Erstattungssatz von 3000 Euro, gilt dabei wie bereits erwähnt für ie Einstufung in jegliche KIG. Dieser maximale Erstattungsbetrag, wird pro Versicherungsfall geleistet. Es können dadurch also auch mehr als 3000 Euro an Leistungen für Kieferorthopädie von der Versicherung erstattet werden, sofern es sich um unterschiedliche Versicherungsfälle handelt.

Im Falle einer bereits vor Versicherungsabschluss angeratenen oder begonnenen Behandlung leistet eine private Zahnversicherung nicht mehr. Damit die Kosten nicht von den Eltern selbst getragen werden müssen, lohnt sich deswegen ein frühzeitiger Abschluss, wenn noch keine Fehlstellungen dokumentiert wurden. Oftmals gilt das zweite bis dritte Lebensjahr als ein guter Zeitpunkt für den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung für ein Kind, die auch kieferorthopädische Leistungen mit umfasst.