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Zahnversiegelung (Kosten): Festzuschuss, Eigenanteil & Tipps (100% sparen)

Zahnversiegelung

Die Oberfläche von Backenzähnen weist natürlicherweise Höcker und Vertiefungen auf. In diesen oft engen Vertiefungen (Fissuren und Grübchen) lagern sich leichter Speisereste, Zahnbelag (Zahnplaque) und somit viele Bakterien ab. So kann es in diesen Bereichen besonders leicht zu einer Karies kommen. Um dies zu verhindern, können die Fissuren durch den Zahnarzt mit einem Füllungsmaterial verschlossen werden.

Die Kosten für diese Zahnversiegelungen werden von gesetzlichen Krankenkassen nur für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren übernommen. Diese Regelung gilt allerdings nur für bleibende große Backenzähne (sechster und siebter Molar) und nicht für Milchzähne. Erwachsene Patienten müssen die Kosten für diese Behandlung selbst tragen.

In den nachfolgenden Abschnitten erfahren Sie alles über die Zahnversiegelung und wie sie den unter Umständen hohenEigenanteil mithilfe einer privaten Zusatzversicherung reduzieren oder vermeiden können.

Das wichtigste in Kürze

  • Die natürliche Form der Zähne bedingt an bestimmten Stellen, wie den Fissuren (Vertiefungen), eine besonders leichte Kariesentstehung.
  • Zahnversiegelungen sollen diese Vertiefungen mit einem dünnflüssigen Kunststoff verschließen und so die Karies verhindern.
  • Die Fissurenversiegelung wird von den gesetzlichen Krankenkassen nur für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren für bleibende große Backenzähne übernommen.
  • Im Durchschnitt liegen die Kosten für die Versiegelung eines Zahnes bei etwa 20 Euro.
  • Durch private Krankenkassen kann der Eigenanteil auf bis zu 0,00 Euro reduziert werden.

Die Gesamtkosten für eine Fissurenversiegelung bestehen aus den Materialkosten für den verwendeten Füllstoff und den Behandlungskosten. Es entstehen keine Laborkosten, da der Zahnarzt die Versiegelung direkt in der Praxis durchführen kann.

Für eine vorbeugende (präventive) Zahnversiegelung ist keine Vorbehandlung des Zahnes nötig, sodass der Zahnarzt hier nur wenig Zeit benötigt und so keine sehr hohen Kosten entstehen. Muss der Zahnarzt den zu behandelnden Zahn vor der Versiegelung leicht beschleifen, da in der Fissur bereits eine leichte Karies zu erkennen ist, nennt sich dies erweiterte Fissurenversiegelung. Hier steigen die Kosten durch den etwas größeren Zeitaufwand leicht an.

Für erwachsene Patienten stellt sich oft die Frage, ob sich eine Versiegelung der Zähne lohnt, da diese eine Privatleistung ist. Grundsätzlich führt diese Behandlung jedoch zu einer starken Verringerung des Risikos einer Fissurenkaries. So kann der Patient sich eventuell später folgende, deutlich höhere Behandlungskosten sparen.

Material- und Laborkosten

Für die Fissurenversiegelung fallen keine Laborkosten an, da der Zahnarzt alle notwendigen Schritte direkt in der Praxis durchführen kann.

Als Material wird meist ein dünnflüssiger Kunststoff verwendet. Alternativ können, zum Beispiel bei einer Allergie gegen einen Kunststoffbestandteil, Zemente verwendet werden. Kunststoffe haben jedoch eine sehr viel höhere Stabilität und bleiben sehr viel länger intakt. Des Weiteren entstehen Kosten durch die für die Vorbereitung des Zahnes verwendeten Hilfsmittel wie Reinigungsbürstchen.

Behandlungskosten

Die Behandlungskosten pro Zahn sind für die Zahnversiegelung relativ gering. Da man aber meist direkt mehrere Zähne versiegeln lässt, steigen die Behandlungskosten schnell an. Meist werden die großen Backenzähne behandelt, also acht Zähne. Dazu können im Einzelfall auch Fissurenversiegelungen an den vorderen Backenzähnen oder den Frontzähnen notwendig sein.

Für Patienten unter 18 Jahren gilt die Versiegelung der großen Backenzähne als Regelleistung der Krankenkassen. Hier werden die Behandlungskosten nach der Bemessungsgrundlage für Zahnärzte (BEMA) abgerechnet. Fallen die Versiegelungen in anderen Situationen in den Bereich der privaten Leistungen, kann der Zahnarzt – je nach Schwierigkeit der Behandlung – das Zahnarzthonorar relativ frei festlegen. Durch erschwerte Behandlungsbedingungen kann er die Kosten für die Behandlung steigern.

Eine Zahnversiegelung läuft wie folgt ab:

  1. Sobald die bleibenden Zähne durchgebrochen sind, kann entschieden werden, ob eine Fissurenversiegelung sinnvoll ist. Dies ist bei tiefen, schwer zugänglichen Vertiefungen der Fall.
  2. Die Zähne werden zuerst gut gereinigt und dann mit einem Ätzgel für den Füllungswerkstoff vorbereitet.
  3. Nun kann der sehr dünnflüssige Füllungswerkstoff eingebracht werden und mithilfe einer UV-Lampe gehärtet werden.
  4. Kleine Überschüsse werden entfernt und die Versiegelung wird poliert.
  5. Zum Abschluss findet eine Fluoridierung des Zahnschmelzes statt, um diesen nach der Behandlung wieder widerstandsfähiger zu machen.
  6. Bei jedem Vorsorgetermin werden die Versiegelungen auf ihre Unversehrtheit geprüft und bei Bedarf ausgetauscht.

Für Zahnversiegelungen, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, sollte der Patient mit Kosten in Höhe von 15 bis 25 Euro pro Zahn rechnen.

Gesamtkosten

Behandlungskosten und Materialkosten bilden zusammen die Gesamtkosten. Laborkosten fallen keine an. Der Gesamtpreis für eine Fissurenversiegelung beläuft sich so auf etwa 20 bis 25 Euro.

Möchte man also alle sechsten und siebten Zähne versiegeln lassen, ergibt sich ein Preis von 160 bis 200 Euro. Hinzu kommt, dass Reparaturen oder Neuanfertigungen der Versiegelungen nach etwa fünf bis zehn Jahren notwendig werden, sodass auf den Patienten also immer wieder Kosten zukommen.

Kosten für die Fissurenversiegelung pro Zahn
Laborkosten 0 Euro
Materialkosten ca. 5 Euro
Behandlungskosten ca. 15 bis 20 Euro
Gesamtkosten ca. 20 bis 25 Euro

Eigenanteil je Behandlungskosten

Für Patienten unter 18 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Zahnversiegelung als Präventionsmaßnahme. Hier wird die Behandlung über die Bemessungsgrundlage für Zahnärzte (BEMA) abgerechnet. Dies gilt allerdings nur für bleibende 6. und 7. Molaren. Hier muss der Patient also nichts zuzahlen.

In allen anderen Fällen müssen die Kosten vom Patienten getragen werden. Hierzu gehört zum Beispiel die Erwachsenentherapie. Da diese Leistungen dann als Privatleistungen gelten, kann der Zahnarzt diese im Rahmen der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) abrechnen. Je nach Schwierigkeit der Behandlung kann er die Kosten durch den 2,3-fachen oder 3,5-fachen Satz weiter steigen.

Verringert werden kann dieser Eigenanteil durch eine abgeschlossene private Zahnzusatzversicherung, da diese oft einen erheblichen Teil der Kosten übernimmt.

Gesamtkosten und Eigenanteil für die Fissurenversiegelung pro Zahn
Kostenart Wert
Gesamtkosten ca. 20 bis 35 Euro
Eigenanteil (gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten) 0 Euro
Eigenanteil (gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht) ca. 20 bis 25 Euro

Die Behandlung wird leider nicht unter allen Umständen von den gesetzlichen Krankenkassen als Regelleistung angesehen. Lediglich bei jugendlichen Patienten, also Patienten unter 18 Jahren, werden Fissurenversiegelungen übernommen. Und hier auch nur für bleibende große Molaren, da hier das Risiko einer Fissurenkaries am größten ist.

Keine Leistung der Krankenkassen sind also alle anderen Zähne bei Jugendlichen. Außerdem werden Milchzähne nicht zur Regelversorgung gezählt und auch Fissurenversiegelungen bei Erwachsenen zählen grundsätzlich als Privatleistung.

Reduzierung des Eigenanteils durch das Bonusheft

Das Bonusheft ermöglicht nur bei Zahnersatz, also bei Kronen, Brücken oder Prothesen, einen höheren Beitrag der gesetzlichen Krankenkassen an den Gesamtkosten. Auf Zahnversiegelungen hat das Bonusheft also keine Auswirkung.

Trotzdem ist es wichtig, das Bonusheft sorgfältig zu führen und Vorsorgetermine beim Zahnarzt wahrzunehmen, um Probleme an Ihren Zähnen frühzeitig zu erkennen. Außerdem können Sie sich so für eventuell später notwendig werdenden Zahnersatz einige Eigenkosten sparen.

Häufig werden von den privaten Krankenkassen Kosten für Behandlungen übernommen, die über die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen hinausgehen. Es kann also für sehr viele Patienten von Vorteil sein, eine private Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Bei prophylaktischen mundhygienischen Maßnahmen, zu denen auch die Zahnversiegelung zählt, werden zum Beispiel bis zu 100 Prozent der Behandlungskosten erstattet.

Um die Kosten abdecken zu können, nutzen die privaten Krankenkassen oft das Verfahren des Selbstbehalts. Der Patient zahlt einen relativ geringen Beitrag über das Jahr hinweg, hat dadurch aber einen Anteil der entstehenden Kosten selbst zu tragen. Für die vergleichsweise geringen Kosten bekommt der Patient trotzdem einen relativ hohen Anteil erstattet.

Damit die Kosten übernommen werden, muss vom Patienten auf einige Dinge geachtet werden. Vor allem derZeitpunkt des Vertragsabschlusses spielt eine wichtige Rolle, da die privaten Krankenkassen nicht direkt für die volle Kostensumme aufkommen. Des Weiteren sollte der Patient den Inhalt seiner Versicherung genau überprüfen. Eine Versicherung hilft nichts, wenn die notwendige Behandlung nicht mit abgesichert ist.

Wenn es Ihnen also wichtig ist, die Zahnversiegelung als prophylaktische Leistung in Anspruch zu nehmen, sollten Sie sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, eine private Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Wählen Sie hier die richtige Versicherung aus, können Sie den Eigenanteil an Ihrer Behandlung auf bis zu 0,00 Euro reduzieren. Beachtet man die möglicherweise hohen Kosten, die durch diese Behandlung im Laufe der Jahre entstehen können, kann sich dieser Schritt für Sie auf jeden Fall lohnen.

Haben Sie sich für eine private Zahnzusatzversicherung entschieden, sollten Sie sich genau über die Konditionen in den möglichen Verträgen informieren. Am Besten sprechen Sie schon vorher mit Ihrem Zahnarzt über eventuelle in Zukunft anstehende Behandlungen. So können Sie herausfinden, wo die Schwerpunkte in Ihrer Versicherung liegen sollten. Schließen Sie eine Versicherung unbedacht ab, kann es Ihnen passieren, dass Sie trotz Zahnzusatzversicherung alle Kosten für eine Behandlung selbst tragen müssen.

Des Weiteren ist es wichtig, die Fristen und Wartezeiten in den Verträgen zu kennen. Viele Versicherungen zahlen erst nach einer gewissen Zeit die vollständige vereinbarte Summe. Bis dahin werden die übernommenen Kosten über drei bis fünf Jahre prozentual gesteigert. Auch Wartezeiten können vereinbart sein, in denen die Versicherung noch keine Kosten übernimmt. Diese können mehrere Monate lang dauern.

Bei weiterem Interesse an privaten Zahnzusatzversicherungen, möchten wir Ihnen gerne helfen und Ihnen beratend zur Seite stehen. Es ist wichtig, den individuell passenden Tarif zu finden, in dem zum Beispiel auch die Übernahme der Kosten für Prophylaxeleistungen integriert ist. Dafür haben wir über 200 Zahnzusatzversicherungen anhand verschiedener Kriterien geprüft, um Empfehlungen auszusprechen und die richtige Versicherung für Sie zu finden.