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Zahnstein entfernen (Kosten): Festzuschuss, Eigenanteil & Tipps (100% sparen!)

Zahnprophylaxe

Die Zahnsteinbildung ist ein natürlicher Prozess, der sich auch durch eine sorgfältige Zahnpflege nicht komplett verhindern lässt.

Mitverantwortlich für die Bildung von Zahnstein sind die im Speichel enthaltenen Kalziumphosphate. Ihre eigentliche Aufgabe ist die Remineralisierung der Zähne. Bei diesem natürlichen Vorgang wird der entkalkte Zahnschmelz durch Kalziumphosphate aus dem Speichel angereichert und neu aufgebaut. Der unerwünschte Nebeneffekt: Sie verhärten und verkalken den Zahnbelag (Plaque), sodass eine regelmäßige Zahnsteinentfernung empfehlenswert ist.

An dieser Stelle die gute Nachricht: Zahnstein zu entfernen ist eine Leistung, die von gesetzlichen Krankenkassen einmal jährlich komplett übernommen wird. In den nachfolgenden Abschnitten erfahren Sie alles Wissenswerte über diese zahnmedizinische Maßnahme. Ebenso erhalten Sie Informationen über die professionelle Zahnreinigung (PZR) als Alternative und wie Sie die Kosten für diese private Zahnarztleistung auf bis zu 0,00 Euro reduzieren können.

Das wichtigste in Kürze

  • Die Bildung von Zahnstein ist ein natürlicher Prozess. Je nach Fortschritt ist er erkennbar an Stellen, die sich leicht gelblich oder bräunlich von der normalen Zahnfarbe abheben.
  • Die Zahnsteinentfernung wird einmal jährlich komplett von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Bei Inanspruchnahme dieser Leistung fallen keine Eigenkosten an.
  • Zahnärzte empfehlen eine ein- oder zweimalige professionelle Zahnreinigung pro Jahr, die das Entfernen von Zahnstein beinhaltet. Die Kosten von ca. 50 Euro bis 150 Euro pro Sitzung trägt der Patient in der Regel selbst.
  • Die Kosten für eine PZR lassen sich durch eine passend ausgewählte Zahnzusatzversicherung sowie viele weitere zahnärztliche Eingriffe auf ein Minimum bis hin zu 0,00 Euro reduzieren.

An dieser Stelle wird noch einmal die Wichtigkeit betont, Zahnstein regelmäßig zu entfernen. Aus ästhetischen Gründen ist diese zahnärztliche Maßnahme notwendig, wenn die Zahnsteinbildung durch Verfärbung an den entsprechenden Zahnstellen sichtbar wird.

Aus medizinischer Sicht bietet die etwas rauere Oberfläche des Zahnsteins Bakterien eine Angriffsfläche für ein vermehrtes Wachstum. In diesem Fall erhöht sich die Gefahr der Kariesbildung, ebenso treten vermehrt Zahnfleischentzündungen (Parodontitis) auf, die den Zahnhalteapparat bei fehlenden Gegenmaßnahmen nachhaltig schädigen können.

Um der Bildung von Zahnstein vorzubeugen, haben gesetzliche Krankenkassen diese Behandlungsmaßnahme im jährlichen Turnus als Regelversorgung festgelegt. Unter Umständen empfiehlt der Zahnarzt, die Zahnsteinentfernung abhängig vom Zustand der Zähne und deren Anfälligkeit zweimal jährlich vorzunehmen.

Bei der turnusmäßigen Entfernung von Zahnstein rechnet der Zahnarzt die Kosten entsprechend der BEMA (Bemessungsgrundlage für Zahnärzte) direkt mit der gesetzlichen Krankenkasse des Patienten ab. Entscheidet sich der Patient für eine professionelle Zahnreinigung, wird diese als private Leistung über die GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) abgerechnet und muss ohne Zahnzusatzversicherung vom Patienten selbst getragen werden.

Zahnstein betrifft auch Prothesenträger, da er vor Zahnersatz nicht Halt macht. Hat er sich bereits gebildet, ist ein Zahnarztbesuch notwendig, um den Zahnstein mithilfe von Schleif- und Polierbürsten oder einem Ultraschallgerät zu entfernen. In einigen wenigen Fällen wird diese Arbeit auch durch ein Dentallabor durchgeführt. Die professionelle Prothesenreinigung ist eine private Leistung, die weder von den gesetzlichen noch von den privaten Krankenkassen übernommen wird. Abhängig vom Aufwand entstehen Kosten ab 10 Euro aufwärts.

Die Entfernung von Zahnstein führt der Zahnarzt bzw. eine ausgebildete Fachkraft direkt in der Praxis unter Zuhilfenahme verschiedener technischer Hilfsgeräte durch. Bei dieser Behandlung entstehen weder Laborkosten noch Materialkosten. Dies gilt im Wesentlichen auch für die professionelle Zahnreinigung. Nur in Ausnahmefällen etwa bei der professionellen Reinigung einer Zahnprothese kann es vorkommen, dass die Leistungen eines Dentallabors in Anspruch genommen werden müssen.

Um es an dieser Stelle nochmals zu wiederholen: Die Bildung von Zahnstein ist ein Prozess, der auch durch gründliche Mundpflege nicht gänzlich verhindert werden kann. Letztlich entsteht er durch zunächst weichen Zahnbelag (Plaque), der länger auf dem Zahn verbleibt und mit der Zeit verhärtet. Dies geschieht vor allem an Stellen, die weder mit der Handzahnbürste noch mit der elektrischen Zahnbürste erreichbar sind. Vorwiegend liegen diese im Bereich der Austrittsöffnungen der Speicheldrüse sowie auf den Innenseiten der unteren Schneidezahnreihe.

Die Aufgabe des Zahnarztes bzw. einer Fachkraft ist es, genau diese Stellen von Zahnstein zu befreien. Es sind dafür spezielle Geräte erforderlich, die in einer gut ausgestatteten Praxis vorhanden sind. Wie oben erwähnt, werden die Kosten für eine turnusgemäße Zahnsteinentfernung von der gesetzlichen Krankenkasse einmal jährlich komplett übernommen. Die Abrechnung erfolgt über die BEMA-Position 107, sodass keine Eigenkosten anfallen.

Entscheidet sich der Patient für eine professionelle Zahnreinigung, wird nach der GOZ pro Zahn abgerechnet. Ein vollständiges Gebiss besteht dabei aus 28 bis 32 Zähnen, sofern die Weisheitszähne noch vorhanden sind. Je nach Aufwand und Schwierigkeitsgrad wird dabei mit dem 1-fachen, 2,3-fachen oder 3,5-fachen Satz abgerechnet, sodass sich die Gesamtkosten zwischen ca. 50 Euro und 150 Euro bewegen. Dieser Betrag kann durch eine Zahnzusatzversicherung bis auf 0,00 Euro reduziert werden.

Da bei den Gesamtkosten mit wenigen Ausnahmen keine Labor- und Materialkosten entstehen, setzen sich diese komplett aus dem Zahnarzthonorar zusammen. In diesem sind die Kosten für technische Hilfsgeräte mit inbegriffen. Wird die Zahnsteinentfernung zwei- oder mehrmals pro Jahr durchgeführt, muss der Patient die Kosten ab der zweiten Behandlung selbst tragen. Dies kann etwa notwendig sein, wenn der Mineralgehalt im Speichel des Patienten besonders hoch ist und somit die Bildung von Zahnstein beschleunigt wird.

Für jede Sitzung über die Regelversorgung hinaus, muss der gesetzlich versicherte Patient die Kosten selbst tragen.

Kosten für die Zahnsteinentfernung
Labor- und Materialkosten ---
Zahnarzthonorar ca. 50 bis 100 Euro
Gesamtkosten ca. 50 bis 100 Euro

In Bezug auf die Gesamtkosten stellt sich im Einzelfall die Frage, ob abhängig von den finanziellen Möglichkeiten nicht gleich eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden soll. Die Mehrkosten bleiben in einem überschaubaren Rahmen wie die Tabelle im nächsten Abschnitt verdeutlicht.

Ein Eigenanteil für den Patienten fällt nur an, wenn er sich für eine zusätzliche Zahnsteinentfernung über die Regelversorgung hinaus entscheidet. Die Kosten sind in der obigen Tabelle aufgeführt.

Hier hat es Sinn, die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung als Vergleichsgröße aufzuführen. Zahnärzte tendieren dazu, diese zu empfehlen, da sie deutlich effizienter zu einer gründlichen Mundhygiene beiträgt und prophylaktisch gegen Karies und Parodontitis vorgebeugt wird. Die Entfernung von Zahnstein ist hier bereits inbegriffen.

Wichtig in diesem Zusammenhang zu wissen: Zum Teil werden die nachfolgend aufgeführten Kosten durch gesetzliche Krankenkassen auf freiwilliger Basis abhängig vom Wahl- oder Selektivvertrag in unterschiedlicher Höhe bezuschusst.

Kosten für eine professionelle Zahnreinigung
Zahnarztkosten pro Zahn Gesamtkosten bei 28 Zähnen
1,0-facher Satz ca. 1,50 Euro ca. 42,00 Euro
2,3-facher Satz ca. 3,45 Euro ca. 96,60 Euro
3,5-facher Satz ca. 5,25 Euro ca. 147,00 Euro

Welcher Satz über die GOZ abgerechnet wird, hängt vom Aufwand des behandelnden Zahnarztes ab. Werden Hilfsgeräte wie etwa ein Pulverstrahlgerät benötigt, können sich die Kosten zusätzlich erhöhen.

Materialkosten können durch die Verwendung spezieller Pasten für die Politur der gereinigten Flächen oder durch eine Versiegelung einzelner Zahnbereiche mit Gel oder Lack entstehen.

Zusammenfassend gesagt, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Gesamtkosten, sofern es sich um die jährliche Zahnsteinentfernung im Rahmen der Regelversorgung handelt. Alle darüber hinausgehenden Leistungen werden als private Leistungen des Zahnarztes eingestuft. Der Patient trägt diese Mehrkosten selbst.

Wie oben erwähnt, übernehmen einige gesetzliche Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen auch einen Anteil an den Kosten einer professionellen Zahnreinigung, da diese aus prophylaktischer Sicht eine wichtige Rolle spielt.

Vergleichbar mit der gesetzlichen Krankenkasse übernehmen auch private Krankenkassen die Kosten für eine Zahnsteinentfernung. Die Abrechnung nach GOZ erfolgt unter der Gebührenziffer 4055.

In welcher Höhe die Kosten einer professionellen Zahnreinigung inklusive Zahnsteinentfernung übernommen werden, hängt maßgeblich vom abgeschlossenen Vertrag mit der Versicherung ab. Aus diesem Grund kann keine genaue Angabe über die Höhe der Bezuschussung durch die private Krankenkasse beziffert werden.

Hinzu kommt, ob und in welcher Höhe der Selbstbehalt festgelegt worden ist. Es ist damit der Betrag gemeint, der vom Versicherungsnehmer über das Jahr hinweg selbst getragen wird. Je höher dieser Betrag ist, desto niedriger fallen die monatlichen zu entrichtenden Versicherungsbeiträge aus. Fallen keine weiteren medizinischen Maßnahmen an, bezahlt der Patient die Kosten im Rahmen des Selbstbehalts für die professionelle Zahnreinigung aus eigener Tasche. Alternativ kann ein prozentualer Selbstbehalt bei Versicherungsabschluss gewählt werden.

Wird der Zahnarzt einmal jährlich zur Entfernung von Zahnstein aufgesucht, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die kompletten Kosten. Jede weitere Sitzung schlägt mit ca. 50 bis 100 Euro zu Buche.

Aus prophylaktischer Sicht geht der Trend bei Patienten ebenso wie bei Zahnärzten hin zu einer weitaus umfassenderen professionellen Zahnreinigung. Der Grund liegt darin, Folgeschäden von Karies oder auch eine Parodontitis und weitere Schäden möglichst effizient zu vermeiden. Die Kosten für eine Behandlung steigen substanziell von hochwertigen Füllungen über Zahnersatz wie Stiftzähne oder Kronen bis hin zu Brücken und Prothesen, um größere Zahnlücken zu schließen.

Die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung inklusive der Zahnsteinentfernung sowie für alle weiteren notwendigen Eingriffe mit deutlich größerem Aufwand können durch eine Zahnzusatzversicherung drastisch bis hin zu 0,00 Euro reduziert werden.

Unabhängig davon, dass die Zahnsteinentfernung einmal jährlich durch die gesetzliche Krankenversicherung abgedeckt wird, lohnt sich der Abschluss einer sorgfältig ausgewählten Zahnzusatzversicherung auf jeden Fall. Verdeutlichen lässt sich dies anhand einer professionellen Zahnreinigung, die regelmäßig zweimal im Jahr durchgeführt wird.

Hinzu kommt, dass mit zunehmendem Alter die Gefahr größerer Schäden im Zahn- und Kieferbereich wächst. Auch kann es passieren, dass Zähne durch einen Unfall beschädigt werden. Unter Umständen können die Kosten inklusive des anfallenden Labor- und Materialaufwands schnell in einem höheren fünfstelligen Bereich liegen. Mit einer möglichst frühzeitig abgeschlossenen Zahnzusatzversicherung kann die finanzielle Belastung durch zahnmedizinische Behandlungen drastisch bis hin zu 0,00 Euro reduziert werden.

Als Hilfestellung für Sie bei der Auswahl der passenden Zahnzusatzversicherung haben wir mit großer Sorgfalt über 200 Anbieter anhand aller wichtigen Kriterien geprüft, um Ihnen die besten Empfehlungen geben zu können.