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Zahnspange Kosten: Festzuschuss, Eigenanteil & Tipps (100% sparen!)

Kieferorthopädie

Mit einer Zahnspange lassen sich verschiedene Arten von Fehlstellungen der Zähne korrigieren. Es gibt sowohl lose als auch feste Spangen. Für eine Zahnspange können hohe Kosten von bis zu 8000 Euro anfallen. Diese werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur bei Kindern übernommen, bei denen eine erhebliche Zahnfehlstellung diagnostiziert wurde. Bei Kindern mit nur geringer Fehlstellung der Zähne und bei Erwachsenen kommt die gesetzliche Krankenversicherung nicht für die Kosten einer Zahnspange auf. Patienten müssen diese dann vollständig selbst tragen.

Zudem zahlt die Krankenkasse nur die jeweils günstigsten und zweckmäßigsten Modelle. Für teurere Arten von Zahnspangen fallen Zuzahlungen an.

In den folgenden Abschnitten erfahren Sie alles über eine Zahnspange und wie Sie Ihren Eigenanteil an den Kosten durch eine private Zusatzversicherung reduzieren oder auch ganz vermeiden können.

Das wichtigste in Kürze

  • Mit festen oder losen Zahnspangen lassen sich Fehlstellungen der Zähne korrigieren. Die Behandlung kann bis zu etwa 8000 Euro kosten.
  • Bei Kindern und Jugendlichen werden die Kosten einer einfachen Zahnspange von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, wenn die Behandlung medizinisch erforderlich ist.
  • Die Krankenkasse zahlt eine Behandlung dann, wenn eine Zahnfehlstellung nach den Kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) drei bis fünf vorliegt.
  • Bei Kindern mit einer geringeren Zahnfehlstellung und bei Erwachsenen bezahlen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Behandlung einer Zahnspange grundsätzlich nicht.
  • Patienten müssen dann für die Gesamtkosten von bis zu 8000 Euro vollständig selbst aufkommen.
  • Mit der richtigen Zahnzusatzversicherung lässt sich der Eigenanteil bei einer Zahnspange deutlich reduzieren oder sogar ganz vermeiden.

Die Kosten einer Zahnspange setzen sich aus den Material- und Laborkosten sowie dem Behandlungshonorar für den Kieferorthopäden zusammen. Bei besonders unauffälligen Varianten von festen oder losen Zahnspangen wie Alignern, Lingualspangen oder Keramikbrackets fallen sowohl für die Herstellung als auch für die Behandlung höhere Kosten an, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Die Kosten einfacher Modelle werden bei Kindern mit erheblicher Zahnfehlstellung von der Krankenkasse erstattet, Erwachsene müssen auch hierfür selbst aufkommen.

Material- und Laborkosten

Je nachdem, für welches Modell Sie sich entscheiden, fallen für eine Zahnspange unterschiedlich hohe Material- und Laborkosten an. Herausnehmbare lose Zahnspangen bestehen aus einer Gaumenplatte aus Plastik mit Edelstahlklammern. Dabei haben zweiteilige lose Zahnspangen jeweils eine getrennte Platte für Oberkiefer und Unterkiefer. Einteilige lose Spangen hingegen greifen gleichzeitig unten und oben. Lose Zahnspangen müssen nicht den ganzen Tag über getragen werden, mindestens aber 14 Stunden täglich.

Die Material- und Laborkosten für eine lose Zahnspange fallen normalerweise niedriger aus als bei einer festen. Das gilt allerdings nicht für sogenannte Aligner, eine Sonderform der losen Spange. Aligner sind durchsichtige Kunststoffschienen aus einem Spezialplastik, die getrennt für Unter- und Oberkiefer angefertigt werden, um die Zahnstellung zu korrigieren. Sie müssen mindestens 22 Stunden täglich getragen werden und sollten nur zum Essen und Zähneputzen herausgenommen werden. Aligner müssen im Lauf der Behandlungen immer wieder neu angefertigt werden, zudem ist ihr Material teuer. Es fallen also höhere Material- und Laborkosten an als für gewöhnliche lose Spangen, die von der Krankenkasse nicht getragen werden.

Eine klassische feste Zahnspange besteht aus Metallbrackets, aus kleinen Metallblöcken, welche der Zahnarzt auf die Zahnflächen klebt. Die Brackets werden mit einem Metalldraht verbunden, der Druck auf die Zähne ausübt und so nach und nach deren Fehlstellung behebt. Eine feste Zahnspange ist besonders effektiv, da sie ihre Wirkung rund um die Uhr entfalten kann.

Auch bei den festen Zahnspangen gibt es Sonderformen, für die höhere Kosten anfallen. So können die Brackets statt aus Metall auch aus zahnfarbener Keramik hergestellt werden, sie sind dann deutlich unauffälliger. Von außen nahezu unsichtbar sind sogenannte Lingualbrackets, die innen statt außen auf die Zahnflächen geklebt werden. Auch Lingualbrackets sind besonders teuer, denn sie werden meist aus hochwertigen Metallen mit Goldanteil hergestellt. Zudem müssen sie im Labor einzeln und passgenau angefertigt werden.

Die gesetzliche Krankenkasse kommt weder für Keramikbrackets noch für Lingualbrackets auf. Klassische feste Spangen mit Metallbrackets werden bei Kindern mit erheblicher Zahnfehlstellung bezahlt.

Behandlungskosten

Zusätzlich zu den Material- und Laborkosten entstehen bei einer Zahnspange die Behandlungskosten für den Kieferorthopäden.

Dabei läuft die Behandlung in etwa in den folgenden Schritten ab:

  1. Der Kieferorthopäde diagnostiziert die Zahnfehlstellung und stuft diese in eine der kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) ein, was bei Kindern wichtig für eine mögliche Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist.
  2. Er fertigt Röntgenaufnahmen des Kiefers an und nimmt einen Abdruck der Zähne, der in das Labor eingeschickt wird.
  3. Die Zahnspange wird nach Maß angefertigt. Bei einer festen Spange klebt der Kieferorthopäde dazu Brackets auf die Zähne und verbindet sie mit einem Draht. Lose Spangen werden komplett im Labor hergestellt und müssen lediglich noch ggf. angepasst werden.
  4. Im Behandlungsverlauf sind monatliche Kontrolluntersuchungen beim Kieferorthopäden erforderlich, um den Sitz der Zahnspange zu überprüfen und diese – wenn nötig – zu verstellen.

Der Behandlungsaufwand kann bei Spezialmodellen höher ausfallen als bei klassischen festen oder losen Spangen. So müssen durchsichtige Alignerschienen innerhalb weniger Wochen immer wieder neu hergestellt und angepasst werden, wozu jedes Mal ein neuer Termin beim Kieferorthopäden erforderlich ist. Feste Spangen mit Keramikbrackets müssen häufiger kontrolliert werden, da diese weniger stabil sind als Brackets aus Metall und teilweise brechen können. Und bei Lingualbrackets sind die Kontrolluntersuchungen mit mehr Aufwand verbunden, da die Innenseite der Zähne schwerer einsehbar ist. Durch den erhöhten Arbeitsaufwand für den Kieferorthopäden können sich die Behandlungskosten entsprechend erhöhen.

Gesamtkosten

Für eine Zahnspange können erhebliche Gesamtkosten anfallen, die sich aus den jeweiligen Kosten für Material- und Labor sowie dem Behandlungshonorar ergeben. Wie hoch die Gesamtkosten genau sein werden, hängt davon ab, um welche Variante von Zahnspange es sich handelt,und wie langwierig und aufwendig sich die Behandlung insgesamt gestaltet.

Bei der Abrechnung gilt, dass Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen stets nach dem Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen (BEMA) geregelt werden. Darüber hinausgehende Zusatzleistungen, die nicht zur Grundversorgung durch die Krankenkassen gehören, rechnet der Kieferorthopäde hingegen nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) ab.

Er darf dabei einen sogenannten Hebesatz veranschlagen, wenn der Behandlungsaufwand außergewöhnlich hoch ist. In diesem Fall kann er auch das 2,5-Fache oder 3,5-Fache des festgelegten Basishonorars in Rechnung stellen.

In der folgenden Tabelle sind die Kosten für eine Zahnspange gelistet, dabei handelt es sich ausschließlich um Richtwerte.

Kosten einer Zahnspange
Kosten-Art Wert
Material- und Laborkosten ca. 500 bis 3500 Euro
Zahnarzthonorar ca. 500 bis 4500 Euro
Gesamtkosten ca. 1000 bis 8000 Euro

Eigenanteil je Behandlungskosten

Bei einer Zahnspange kann der Eigenanteil an den Kosten stark variieren. Es kommt darauf an, wie hoch die Gesamtkosten anfallen und ob ein Anspruch auf die Kostenübernahme durch die Krankenkasse besteht. Aber auch darauf, in welchem Umfang Sie sich womöglich für private Zusatzleistungen entscheiden, die grundsätzlich nicht von den Krankenkassen übernommen werden, wie besonders unauffällige Zahnspangenmodelle.

Bei Kindern ist es grundsätzlich möglich, dass die gesamten Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Immer dann, wenn die Kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) 3 bis 5 diagnostiziert wurden, wird das jeweils günstigste Zahnspangenmodell von der Krankenkasse bezahlt. Es entsteht dann nur ein sogenannter vorläufiger Eigenanteil von 20 Prozent an den Kosten, der aber rückerstattet wird (s. u.).

Bei Erwachsenen beträgt der Eigenanteil an den Kosten einer Zahnspange 100 Prozent, da die Krankenkasse grundsätzlich nicht für die Behandlung zahlt bzw. nur in sehr seltenen Ausnahmefällen wie bei angeborenen schweren Kieferanomalien.

Eigenanteil für eine Zahnspange
Art der Behandlung Gesamtkosten ca. Eigenanteil ca.
klassische lose Zahnspange 1000 bis 5000 Euro 0 bis 1500 Euro
klassische feste Zahnspange 2500 bis 8000 Euro 0 bis 8000 Euro
Lingualspange 5000 bis 8000 Euro 5000 bis 8000 Euro
Aligner 3000 bis 8000 Euro 3000 bis 8000 Euro

Die gesetzlichen Krankenkassen kommen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren unter bestimmten Voraussetzungen vollständig für die Kosten einer Zahnspange auf.

Gezahlt wird die Behandlung dann, wenn sie medizinisch erforderlich ist, weil eine starke Zahnfehlstellung vorliegt. Beißen, Kauen, Sprechen oder Atmen müssen dadurch erheblich beeinträchtigt sein oder in Zukunft beeinträchtigt zu werden drohen.

Vor Beginn der Behandlung wird der Kieferorthopäde eine Einstufung der Fehlstellung in die Kieferorthopädische Indikationsgruppen (KIG) vornehmen. Bei Kindern, die in die KIG drei, vier oder fünf eingestuft werden, werden die Kosten einer einfachen festen oder losen Spange von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

80 Prozent der anfallenden Kosten werden in diesem Fall sofort von der Versicherung bezahlt. 20 Prozent müssen als vorläufiger Eigenanteil vom Versicherten vorgestreckt werden. Auch dieser Anteil wird jedoch rückerstattet, wenn die Behandlung erfolgreich abgeschlossen wurde. Zu belegen ist das durch eine sogenannte Abschlussbescheinigung, die Ihnen der Kieferorthopäde erstellen wird. Von Familien mit mehreren Kindern in kieferorthopädischer Behandlung müssen ab dem zweiten Kind nur noch 10 Prozent der Kosten als vorläufiger Eigenanteil vorgestreckt werden.

In diesen Fällen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse keine Kosten

Bei Kindern und Jugendlichen, bei denen lediglich eine Zahnfehlstellung nach KIG 1 oder KIG 2 vorliegt, zahlt die gesetzliche Krankenversicherung nicht für eine Zahnspange.

Ebenfalls keinen Anspruch auf eine Kostenübernahme haben Patienten, die bei Behandlungsbeginn das 18. Lebensjahr vollendet haben, sie müssen ihre Zahnspange selbst bezahlen.

Auch bei Kindern mit einer Zahnfehlstellung nach KIG 3 bis 5 können zudem Zuzahlungen fällig werden. Und zwar immer dann, wenn Sie sich freiwillig für Zahnspangenmodelle und Zusatzleistungen entscheiden, die keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen sind. Dazu gehören beispielsweise Brackets aus zahnfarbener Keramik, Lingualbrackets bei den festen Spangen oder Aligner als lose Spange. Da diese Varianten der Zahnspange keinen medizinischen Vorteil bieten, sondern lediglich optisch unauffälliger sind, kommt die gesetzliche Krankenkasse grundsätzlich nicht dafür auf.

Ihre private Krankenversicherung wird die Kosten einer Zahnspange anteilig erstatten, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist. Eine Kostenbeteiligung ist grundsätzlich auch bei Erwachsenen möglich. Sicherheitshalber sollten Sie aber vor Behandlungsbeginn in Erfahrung bringen, mit welcher Summe sich Ihre Krankenkasse an den Kosten beteiligt.

Dazu legen Sie dieser am besten den Kostenvoranschlag vor, den Ihnen der Kieferorthopäde erstellen wird. Der Versicherer wird Ihnen dann mitteilen, in welchem Umfang Sie mit einer Kostenerstattung rechnen können. Möglicherweise sieht Ihr Vertrag auch bestimmte Einschränkung bei der Kostenübernahme vor. Falls darin ein sogenannter Selbstbehalt festgehalten ist, müssen sie eine bestimmte Summe von Behandlungskosten pro Jahr zunächst aus eigener Tasche zahlen, ehe der Versicherer einspringt.

Der vereinbarte Höchstsatz an den Behandlungskosten wird von den meisten privaten Krankenversicherern zudem erst dann erstattet, wenn Sie schon mehrere Jahre lang Beiträge eingezahlt haben.

Bei einer Zahnspange kann ein Eigenanteil an den Kosten von bis zu 8000 Euro entstehen, da die Krankenkassen nicht immer für die Behandlung aufkommen. Falls Sie eine hohe Selbstbeteiligung vermeiden wollen, kann es sich lohnen, über eine private Zahnzusatzversicherung nachzudenken. Von dieser werden auch viele Kosten abgedeckt, die nicht zu den Regelleistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen gehören.

Mit der richtigen Zahnzusatzversicherung können Sie Ihren Eigenanteil bei einer Zahnspange auf bis zu 0,00 Euro reduzieren.

Es gibt mittlerweile ein sehr breites Angebot an privaten Zahnzusatzversicherungen. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass die Kosten einer Zahnspange und anderer kostspieliger zahnmedizinischer Behandlungen so gut wie möglich abgedeckt werden. Entscheiden Sie dabei am besten frühzeitig, ob eine solche Versicherung für Sie sinnvoll ist.

Es werden nämlich keine Kosten von Behandlungen übernommen, die bei Versicherungsabschluss schon geplante waren oder sogar bereits begonnen wurden. Vielmehr gilt in den ersten Monaten nach Versicherungsabschluss zunächst eine Art Wartepause, in der Sie noch selbst für Ihre Behandlungen zahlen müssen.

Die Kostenübernahme steigert sich dann nach Ablauf der Wartepause allmählich. Und erst nach drei bis fünf Jahren haben Sie in der Regel Anspruch auf den maximalen vertraglich vereinbarten Erstattungssatz.

Immer dann, wenn kostenintensive Behandlungen anstehen, kann sich eine Zahnzusatzversicherung dennoch lohnen Es kommt dann nur darauf an, dass Sie den richtigen Tarif für sich finden und eine Versicherung, die optimal zu Ihnen passt. Wir haben mehr als 200 verschiedene Zahnzusatzversicherungen nach unterschiedlichen Kriterien getestet, um Ihnen nun die besten Empfehlungen geben zu können.