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Zahnfüllung Kosten: Festzuschuss, Eigenanteil & Tipps (100% sparen!)

Füllung-Inlay-Onlay

Füllungen an Karies erkrankter Zähne gehören zu den häufigsten Behandlungen beim Zahnarzt. Sie dienen dazu, Zahnsubstanz zu ersetzen, die durch Karies und bei der Entfernung von Karies zerstört wurde. Die kariöse Substanz wird mit dem Bohrer entfernt und der Zahn gesäubert. Anschließend kann das entstandene Loch mit verschiedenen Materialien aufgefüllt werden.

Eine Zahnfüllung gehört zu den Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Jeder gesetzlich Versicherte hat ein Anrecht auf eine zuzahlungsfreie Behandlung.
Allerdings gibt es Einschränkungen: So werden nur bestimmte Materialien und Behandlungsmethoden bei der Zahnfüllung übernommen. Über die Regelversorgung hinausgehende Leistungen müssen vom Patienten selbst bezahlt werden, die Kassen zahlen lediglich einen Zuschuss.

In den nachfolgenden Abschnitten erfahren Sie alles über Zahnfüllungen und wie Sie den unter Umständen hohen Eigenanteil bei höherwertigen Füllungen durch eine private Zusatzversicherung reduzieren oder vermeiden können.

Das wichtigste in Kürze

  • Zahnfüllungen dienen dazu, kranke und vom Zahnarzt entfernte Zahnsubstanz zu ersetzen. Die gesetzlichen Krankenkassen kommen für die Kosten auf, allerdings nur für die jeweils günstigsten Materialien wie Amalgam oder bei den vorderen Zähnen Komposit.
  • Füllungen aus hochwertigerem Material, wie Komposit bei Backenzähnen, Gold oder Keramik sowie aufwändigere Verfahren, um Zähne zu füllen, müssen vom Patienten selbst bezahlt werden.
  • Die Krankenkasse zahlt als Zuschuss zu den Behandlungskosten das, was eine günstigere Zahnfüllung kosten würde. Je nach Größe der Füllung variiert dies zwischen 30 bis 60 Euro.
  • Zahnärzte empfehlen meistens Kunststofffüllungen aus Komposit. Diese werden nur bei den vorderen Zähnen vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
  • Ansonsten beträgt der Eigenanteil für eine Kompositfüllung durchschnittlich etwa 60 Euro.
  • Durch eine private Zusatzversicherung lässt sich der Eigenanteil bei höherwertigen Füllungen reduzieren oder sogar ganz vermeiden.

Zu den günstigsten Füllungen gehören Metallfüllungen aus Amalgam und Kunststofffüllungen aus Komposit, die von Zahnärzten häufig empfohlen werden. Ebenfalls günstige Füllmaterialien sind Glasionomerzement und Kompomer. Diese sind aber nur für provisorische Füllungen geeignet.

Besonders hochwertig sind Einlagefüllungen aus Komposit, Gold, Keramik oder einer Kombination der Materialien. Diese werden aus einem Stück vorgefertigt und dann in den Zahn eingesetzt.

Amalgamfüllung

Amalgam ist eine Mischung aus den Metallen Silber, Kupfer, Zinn und Quecksilber. Aus ästhetischen Gründen wird bei gut sichtbaren Zähnen im vorderen Bereich in der Regel auf die silberfarbenen Amalgamfüllungen verzichtet. Diskutiert werden immer wieder mögliche gesundheitliche Auswirkungen des enthaltenen Quecksilbers, das in geringen Mengen von Amalgamfüllungen freigesetzt wird. Beschlossen wurde zuletzt auf EU-Ebene, dass weiterhin Plomben aus Amalgam angefertigt werden dürfen. Schwangere, Stillende und Kinder unter 15 Jahren dürfen Plomben aus Amalgam nur noch in Ausnahmesituationen erhalten. Auch für Patienten mit einer Allergie gegen Amalgam oder einer Niereninsuffizienz dürfen keine Amalgamfüllungen angefertigt werden.

Kunststofffüllung aus Komposit

Das Füllmaterial Komposit besteht zu etwa 20 Prozent aus Kunststoff und zu etwa 80 Prozent aus einem Salz der Kieselsäure. Eine Füllung aus dem Material Komposit ist zahnfarben und daher optisch deutlich unauffälliger als eine Zahnfüllung aus Amalgam. Vom Aussehen her ähnelt es eher einer Keramikfüllung. Komposit kann für Füllungen von Vorder- und Seitenzähnen eingesetzt werden. Zur Anfertigung von Kompositfüllungen gibt es zwei verschiedene Methoden.

Einfache Kompositfüllung

Diese Methode zur Anfertigung einer Füllung aus Komposit ist für kleinere Kariesschäden geeignet. Das Komposit wird dabei in einem Arbeitsschritt in das vorbereitete Loch eingefüllt, und anschließend mit einem Speziallicht gehärtet. Ein Nachteil ist, dass eine solche Füllung beim Aushärten schrumpft, wodurch sich winzige Lücken zwischen Zahn und Füllung bilden können. In diesen kann sich erneut Karies bilden. Bei größeren Kariesschäden sind daher geschichtete Kompositfüllungen besser geeignet.

Geschichtete Kompositfüllung

Aufwändiger als die einfache Kompositfüllung ist eine Methode mit mehreren Arbeitsschritten. Die Kunststofffüllung wird dabei nach und nach in einzelnen Schichten aufgetragen. Erst wenn eine Schicht ausgehärtet ist, trägt der Zahnarzt die nächste auf. Durch diese Technik lässt sich das Material besser einpassen. So lässt sich verhindern, dass die Füllung beim Aushärten als Ganzes schrumpft, wie bei der einfachen Kompositfüllung. Das Risiko, dass sich Lücken zwischen Zahn und Füllung bilden, ist dadurch deutlich geringer.

Geschichtete Kompositfüllung mit Mehrfarbtechnik

Die Mehrfarbtechnik ist eine Methode, um eine Kompositfüllung im sichtbaren Bereich bestmöglich an die natürliche Zahnfarbe anzupassen.Dafür wird das Material nach und nach in mehreren Schichten aufgetragen, die unterschiedlich intensiv gefärbt sind.

Glasionomerzement

Glasionomerzement ist ein weiches, mineralisches Zement, das speziell für die Zahnmedizin entwickelt wurde. Nach der Aushärtung hat es eine helle, matte Färbung. Als Füllmaterial für Zahnlöcher ist Glasionomerzement nur begrenzt haltbar.

Eingesetzt wird es daher vor allem für provisorische Füllungen und die Behandlung kariöser Milchzähne. Auch zur Behandlung kleinerer Kariesdefekte am Zahnhals kann Glasionomerzement eingesetzt werden; die Füllung muss dann aber regelmäßig vom Zahnarzt auf ihre Haltbarkeit hin kontrolliert werden. Zahnfüllungen aus Glasionomerzement enthalten Fluorid das nach und nach freigesetzt wird. Dadurch soll der Neubildung von Karies an den Rändern der Füllung vorgebeugt werden.

Kompomer

Das Füllmaterial Kompomer ist eine Mischung aus Komposit und Glasionomerzement. Wie Glasionomerzement ist es nicht für dauerhafte Füllungen geeignet und wird für provisorische Füllungen, für kleinere Füllungen an Zahnhälsen und zur Behandlung von Milchzähnen eingesetzt.

Einlagefüllungen (Inlays)

Einlagefüllungen, auch Inlays genannt, sind Füllungen aus einem Stück, die in einem Labor oder direkt in der Zahnarztpraxis vorgefertigt werden. Sie können aus Gold, Keramik oder Komposit bestehen und sind nur für Backenzähne geeignet. Inlays sind länger haltbar als andere Füllungen, dafür aber auch deutlich teurer. Nachdem die Karies beseitigt wurde, nimmt der Arzt einen Abdruck vom betroffenen Zahn. Dann fertigt ein Dentallabor das passgenaue Inlay an.

Möglich ist auch eine Herstellung nach dem CEREC-Verfahren, die direkt in der Zahnarztpraxis erfolgt. Dabei wird das präparierte Zahnloch mit einer Kamera abgetastet und ein Computer errechnet exakt die passende Form für das Inlay. Anschließend wird das Inlay mit einer Präzisionsfräse aus einem Keramikblock herausgeschnitten und in den Zahn eingesetzt.

Einlagefüllung aus Komposit

Kompositinlays sind preislich die günstigste Variante. Allerdings sind sie weniger fest als Gold oder Keramik und nutzen sich über die Jahre ab. Kompositinlays sind zahnfarben, es kann aber zu Veränderungen der Farbe kommen. Im Zahn werden sie mit Kunststoffkleber befestigt.

Einlagefüllung aus Gold

Zu den Vorteilen von Einlagefüllungen aus Gold gehört, dass sie gut verträglich und besonders haltbar sind. Sie lassen sich passgenauer in den Zahn einfügen als Keramikinlays. Weil Gold alleine zu weich wäre, wird es für die Inlays mit weiteren Metallen gemischt. Das Material ist aber immer noch weicher als die gegenüberliegenden Zähne, sodass kein Abrieb droht. Der Nachteil von Goldfüllungen ist, dass sie nicht zahnfarben sind, was viele Patienten stört. Im Zahn wird die Einlagefüllung aus Gold mithilfe von zahnmedizinischem Zement befestigt.

Einlagefüllung aus Keramik

Der Vorteil von Einlagefüllungen aus Keramik ist, dass sie der natürlichen Zahnfarbe angepasst werden können. Sie sind daher kaum zu erkennen und eine ästhetisch besonders ansprechende Lösung. Zu den Nachteilen gehört, dass Keramikinlays bei starken Belastungen brechen können. Zudem ist das Material meist härter als der Zahnschmelz des gegenüberliegenden Zahns, was zu einem Abrieb führen kann. Im Zahn befestigt werden Keramikinlays mithilfe eines speziellen Kunststoffklebers.

Galvanoinlays

Eine neuere Entwicklung ist diese Kombination aus Gold- und Keramikinlay. Es handelt sich um Keramikinlays, die eine dünne Schicht aus Gold als Unterlage haben. Galvanoinlays passen sich dadurch besser an den Zahn an als reine Keramikinlays, sind aber weniger auffällig als Goldeinlagefüllungen, da nur ein feiner Goldrand sichtbar bleibt. Zu den Nachteilen gehört, dass sie teurer als andere Inlays sind und der Keramikanteil abplatzen kann.

Die Gesamtkosten für eine Zahnfüllung setzen sich aus den Behandlungskosten sowie Material- und Laborkosten zusammen, die bei höherwertigen Füllungen wie Inlays anfallen. Der Eigenanteil kann je nach Füllung sehr stark schwanken, und zwischen null und mehreren hundert Euro betragen.

Bei der Regelversorgung fallen Materialkosten, aber keine zusätzlichen Laborkosten an, da der Zahnarzt das Füllmaterial direkt in den Zahn einbringt. Bei höherwertigen Einlagefüllungen aus Gold, Komposit oder Keramik fallen immer relativ hohe Material- und Laborkosten an, da diese aus einem Stück im Labor vorgefertigt werden müssen.

Die Behandlungskosten können bei einer Zahnfüllung stark variieren. Bei der Regelversorgung müssen keine Behandlungskosten vom Patienten getragen werden. Wünscht dieser aber ein aufwendigeres Verfahren wie eine geschichtete Kompositfüllung oder ein Inlay, fällt ein deutlich größerer Behandlungsaufwand an. Der Zahnarzt wird diesen nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) berechnen.

Da die Material - und Laborkosten sowie die Behandlungskosten je nach Füllung stark variieren, gilt das auch für die Gesamtkosten. Sie können von 40 Euro für eine Amalgamfüllung bis zu mehreren hundert Euro für eine Einlagefüllung aus Keramik, Gold oder Komposit betragen.

Kosten für Zahnfüllungen (pro Zahn)
Zahnarzthonorar ca. ca. 12-44 Euro
Material und Laborkosten ca. ca. 28-656 Euro

Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf eine zuzahlungsfreie Zahnfüllung. Wenn ein Patient eine Zahnfüllung wünscht, die nicht zu den Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen gehört, muss der Arzt einen Kostenvoranschlag für die Gesamtkosten der Behandlung erstellen, der sich nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) richtet. Davon zieht er die Kosten für eine vergleichbare Regelleistung der Krankenkasse ab und ermittelt so den Eigenanteil des Patienten. Festgehalten werden die Berechnungen in einer Mehrkostenvereinbarung, die sowohl vom Arzt als auch vom Patienten unterschrieben werden muss. Der Patient erklärt sich damit bereit, die anfallenden Mehrkosten selbst zu bezahlen.

Patienten sollten darauf achten, dass in der Mehrkostenvereinbarung alle Einzelleistungen samt Gebührennummer und Faktor gemäß GOZ sowie dem jeweiligen Betrag aufgelistet sind.

Eigenanteil je Zahnfüllungs-Typ (pro Zahn)
Zahnfüllung Gesamtkosten Eigenanteil
Amalgam bis zu 40 Euro 0 Euro
Komposit bis zu 100 Euro ca. 0–60 Euro
Kompositinlay ca. 80 bis 200 Euro ca. 40–160 Euro
Goldinlay ca. 300 bis 500 Euro ca. 260–460 Euro
Keramikinlay ca. 300 bis 600 Euro ca. 260–560 Euro
Galvanoinlay ca. 300 bis 700 Euro ca. 260–660 Euro

Bei Schneide- und Eckzähnen tragen die gesetzlichen Krankenkassen die vollständigen Kosten für eine zahnfarbene Kunststofffüllung aus Komposit. Bei den Backenzähnen übernehmen sie lediglich die Kosten für eine Metallfüllung aus Amalgam. Kompositfüllungen der Backenzähne werden nur den Patienten bezahlt, die keine Amalgamfüllungen erhalten dürfen: Dazu gehören Schwangere, Stillende und Kinder bis 15 Jahre, außerdem Patienten mit einer Allergie gegen Amalgam oder einer schweren Niereninsuffizienz. Zahnfüllungen aus Glasionomerzement gehören zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, ebenfalls Zahnfüllungen aus Kompomer. Es handelt sich bei solchen Füllungen aber nur um Übergangslösungen. Nicht zu den Regelleistungen der gesetzlichen Versicherer gehören Einlagefüllungen aus Gold oder Keramik.

Für Füllungen, die keine Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind, müssen Patienten selbst zahlen. Sie erhalten aber einen Festzuschuss der Krankenkasse.
Die Krankenkasse steuert den Betrag bei, der für ihre Regelleistung angefallen wäre: Also für eine Füllung mit Amalgam bei der Behandlung der Seitenzähne oder einer Einfachfüllung mit Komposit bei Schneide- und Eckzähnen. Die Differenz zwischen den Kosten der Regelleistung und der gewünschten Behandlungsmethode muss als Eigenanteil vom Patienten getragen werden.

Reduzierung des Eigenanteils durch das Bonusheft

Auch ein sorgfältig geführtes Bonusheft kann nicht genutzt werden, um den Eigenanteil bei Zahnfüllungen zu reduzieren. Es kommt nur bei Zahnersatz zum Tragen. Wer regelmäßig prophylaktische Zahnarzttermine wahrnimmt reduziert allerdings die Gefahr dafür, dass sich Karies ausbreitet.

Private Krankenkassen erstatten anteilig auch Kosten für Zahnfüllungen, die nicht zu den Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Die Höhe des Anteils hängt vom jeweils abgeschlossenen Vertrag mit der privaten Krankenkasse ab und davon, welche Leistungen er beinhaltet. Eine wichtige Rolle hierbei spielt auch der sogenannte Selbstbehalt. Dabei handelt es sich um einen mit der privaten Krankenversicherung vereinbarten fixen Betrag von Behandlungskosten pro Jahr, den der Versicherte selbst zu tragen hat.

Bei einem erst kürzlich abgeschlossenen Vertrag mit einer privaten Krankenversicherung sollte man prüfen, ab welchem Versicherungsjahr der festgelegte Maximalsatz für zahnmedizinische Behandlungskosten abgedeckt ist.

Geht es darum den Eigenanteil für die Behandlung mit Zahnfüllungen (fällt bei allen Zahnzusatzversicherungen unter die Leistungskategorie “Zahnbehandlung”) eines oder gar mehrer Zähne zu reduzieren, kann der Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung empfehlenswert sein.

Bei der Auswahl des passenden Tarifs sind aus unserer Sicht folgende Aspekte zu beachten.

Bereits angeratene, geplante, beabsichtigte, besprochene oder begonnene Behandlungen sind in den Leistungen aller Tarife nicht enthalten. Wann Sie die Frage danach in den Gesundheitsfragen mit “Ja” beantworten müssen, finden Sie hier: Gesundheitsfrage mit “Ja” beantworten. Tarife ohne Gesundheitsfragen sind in diesem Fall nicht geeignet, da diese grundsätzlich alle Vorerkrankungen aus dem Versicherungsschutz ausschließen. Tarife die Kosten trotz angeratener Zahnbehandlungen übernehmen gibt es nicht.

Wenn keine Zahnbehandlung angeraten wurde sollten Sie zusätzlich darauf achten, dass die meisten Tarife Wartezeiten vorsehen, bis ein Schaden erstattet wird (dieser muss zwingend nach Versicherungsbeginn entstanden sein) Tarife ohne Wartezeit finden Sie hier.

Viel Tarife sehen in den ersten Jahren nur einen geringen Erstattungssatz für Zahnbehandlung vor. Hier finden Sie alle Tarife mit einer hohen Erstattung /bzw. einer geringen Leistungsbegrenzung im ersten Jahr.

Um alle Tarife mit hohen Erstattungssätzen für eine Zahnfüllungen zu vergleichen, nutzen Sie bitte unseren Zahnzusatzversicherungs-Vergleich und setzen Sie den Filter bei Zahnbehandlung auf “Gute Erstattung”.

116 von 262 Tarifen mit sehr guter Erstattung für Zahnbehandlung (z.B. Zahnfüllungen)