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Retainer Kosten: Festzuschuss, Eigenanteil & Tipps (100% sparen!)

Retainer Zahnspange Kosten

Ein Retainer dient dem Ziel, die Zähne nach einer kieferorthopädischen Behandlung in ihrer Position zu halten. Der Begriff stammt aus dem Englischen “to retain” und bedeutet festhalten oder fixieren. Die Zähne haben nach der Behandlung häufig eine Tendenz dazu, sich in die alte Position zu verschieben. Um diese Rückwanderung zu verhindern, sollte vor allem in der Anfangsphase nach der Behandlung unbedingt ein Retainer getragen werden.

Während der herausnehmbare Retainer die ersten zwei Jahre nach Behandlungsabschluss von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird, muss ein festsitzender Retainer in der Regel selbst bezahlt werden. Hier ist mit Kosten von 200 bis 500 Euro zu rechnen.

Erfahren Sie in den folgenden Abschnitten, wie Sie den Eigenanteil für einen festen Retainer mit einer privaten Zahnzusatzversicherung deutlich senken oder ganz vermeiden können und welche Alternativen es zum festen Retainer gibt.

Das wichtigste in Kürze

  • Ein Retainer hält die Zähne nach kieferorthopädischer Behandlung in Position.
  • Die gesetzliche Krankenkasse bezahlt eine Folgebehandlung mit einem Retainer für bis zu zwei Jahre nach Ende der Regelbehandlung, danach muss der Patient selbst zahlen.
  • In der Regel wird als Kassenleistung der herausnehmbare Retainer eingesetzt. Nur unter bestimmten Umständen kann im Unterkiefer auch ein fester Retainer übernommen werden.
  • Normalerweise muss der feste Retainer selbst gezahlt werden, die Kosten liegen bei 200 bis 500 Euro.
  • Durch die richtige Auswahl einer privaten Zahnzusatzversicherung lassen sich die Kosten für einen Retainer drastisch reduzieren oder sogar gänzlich vermeiden.

Die Gesamtkosten hängen maßgeblich davon ab, ob ein fester oder herausnehmbarer Retainer eingesetzt wird.

Grundsätzlich gilt: Der herausnehmbare Retainer kostet die ersten 2 Jahre nach der Behandlung nichts, da er komplett von der Kasse übernommen wird. Er sieht im Wesentlichen aus wie ein Kunststoffüberzug für die Zähne und ist günstig im Labor anzufertigen. Manchmal kann ein herausnehmbarer Retainer jedoch auch aufwendiger gestaltet sein und verschiedene Halteelemente aus Draht beinhalten. Die Herausnehmbarkeit ist Vor- und Nachteil zugleich: Zum einen wird das Zähneputzen nicht beeinträchtigt, zum anderen aber ist bei Nichttragen des Retainers das Behandlungsergebnis in Gefahr. Zähne können sich ein Leben lang bewegen!

Ein fester Retainer wird meist von Eckzahn bis Eckzahn auf die inneren Zahnflächen geklebt. Manchmal werden aber auch die ersten Backenzähne (Prämolaren) mit einbezogen. Er besteht aus dünnen Metalldrähten und wird mit einem Kunststoffkleber befestigt. Patienten befürchten häufig dass dieser stört, tatsächlich nehmen ihn die meisten aber nach kurzer Eingewöhnungszeit nicht mehr bewusst wahr. Der Kieferorthopäde benötigt etwas mehr Zeit, um einen festen Retainer an die Zähne anzupassen und zu kleben. Daher ist dieser teurer und wird nur in seltenen Fällen im Unterkiefer übernommen, wenn der Engstand der Frontzähne ein bestimmtes Maß überschreitet. Im Oberkiefer muss er immer selbst gezahlt werden.

Material- und Laborkosten stellen den wichtigsten Teil der Kosten eines herausnehmbaren Retainers dar. Der Aufwand für den Kieferorthopäden selbst hält sich in Grenzen, da er diesen nur auf einen guten Sitz hin prüfen muss.

Der feste Retainer benötigt keinen oder kaum Laboraufwand. Meist lassen sich Kieferorthopäden den Retainer von einem Labor vorbiegen, was jedoch nur wenige Handgriffe benötigt.

Die Behandlungskosten sind bei einem herausnehmbaren Retainer eher gering, da auch der Behandlungsaufwand niedrig ist. Der feste Retainer ist etwas aufwendiger, da er im Mund geklebt werden muss. Der Behandlungsablauf stellt sich wie folgt dar:

  1. Bevor der Zahnarzt mit der Behandlung beginnt, wird der Patient über alle Optionen aufgeklärt und entscheidet sich für eine Art von Retainer. Das Vorgehen wird mit der Krankenkasse abgestimmt.
  2. Nach der Zustimmung des Patienten werden Abdrücke der Kiefer genommen. Mit ihnen kann der Zahntechniker Gipsmodelle davon herstellen, mit denen später der herausnehmbare Retainer hergestellt oder der feste Retainer vorgebogen werden kann.
  3. Im Anschluss stellt der Techniker im Labor den herausnehmbaren Retainer her bzw. biegt den festen Retainer für den Kieferorthopäden vor.
  4. Nun wird der herausnehmbare Retainer eingesetzt und auf Störstellen überprüft bzw. der feste Retainer geklebt.
  5. Um den festen Retainer zu kleben, muss der Kieferorthopäde die betreffenden Zahnflächen kurz anätzen. Dies erhöht den Halt des Retainers. Danach wird der Retainer mit speziellem Komposit-Kleber befestigt.

Die Gesamtkosten für einen Retainer entstehen durch das Zahnarzthonorar, die Materialkosten sowie die anfallenden Laborkosten.

Die meisten Kieferorthopäden haben ein eigenes kleines Labor in der Praxis, sodass der herausnehmbare Retainer vor Ort hergestellt werden kann. Auch wird der festsitzende Retainer meist von einem Zahntechniker anhand von Gipsmodellen der Kiefer vorgebogen, sodass er beim Einsetzen sofort passt.

Der festsitzende Retainer kostet insgesamt in etwa 200 bis 500 Euro. Die Kosten sind vor allem abhängig davon, ob ein oder beide Kiefer einen Retainer benötigen.

Der herausnehmbare Retainer wird in den ersten 2 Jahren nach der Behandlung von der Kassen übernommen. Darüber hinaus wird er kaum eingesetzt, für die dauerhafte Sicherung des Behandlungsergebnisses ist ein festsitzender Retainer meist die bessere Wahl.

Im Folgenden sind die Kosten für einen festsitzenden Retainer detailliert aufgelistet, diese sollten ausschließlich als Richtwerte aufgefasst werden.

Kosten für einen festsitzenden Retainer
Laborkosten ca. 50 Euro
Materialkosten (Zahnarzt) 50 bis 100 Euro
Zahnarzthonorar ca. 100 bis 350 Euro
Gesamtkosten 200 bis 500 Euro

Es sollte außerdem bedacht werden, dass ein Retainer durchaus reparaturanfällig sein kann. Vor allem im Oberkiefer und bei einem tiefen Biss wird er oft durch Zahnkontakt beschädigt. Anfallende Reparaturen werden nur dann übernommen, wenn auch der Retainer selbst von der Krankenkasse übernommen worden ist. Wurde dieser privat bezahlt, müssen auch etwaige Reparaturen selbst gezahlt werden.

Die Kosten des festsitzenden Retainers von 200 bis 500 Euro müssen komplett als Eigenanteil getragen werden. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Wenn die Frontzähne im Unterkiefer am Anfang der Behandlung einen besonders starken Engstand aufweisen, kann bei der Kasse eine Übernahme der Kosten für den festsitzenden Retainer im Unterkiefer beantragt werden. Ihr Kieferorthopäde sollte Sie auf diese Möglichkeit hinweisen, sofern Sie für eine Kostenübernahme in Frage kommen.

Eigenanteil für einen festsitzenden und herausnehmbaren Retainer
Art der Retainers Gesamtkosten Eigenanteil
Festsitzend 200 bis 500 Euro 200 bis 500 Euro
Herausnehmbar ca. 200 Euro 0 Euro

Grundsätzlich übernimmt die Krankenkasse zwei Jahre lang eine Folgebehandlung mit Retainern. Dabei wird der herausnehmbare komplett übernommen, der festsitzende Retainer jedoch nur sofern ein besonders starker Engstand im Unterkiefer vorliegt. In diesem Fall kann der festsitzende Retainer komplett über die Kasse abgerechnet werden.

Nach Ablauf der zwei Jahre müssen alle Kosten, auch für Reparatur oder Neuanfertigung bei Verlust des Retainers, selbst getragen werden.

In vielen Fällen zeigen sich private Krankenkassen kulanter, wenn es um die Bezahlung der Kosten eines festen Retainers geht. Maßgeblich orientiert sich die Rückerstattung an dem abgeschlossenen Vertrag mit der privaten Krankenkasse und welche Leistungen dieser beinhaltet.

Eine wichtige Rolle hierbei spielt der sogenannte Selbstbehalt. Dabei handelt es sich um einen mit der privaten Krankenversicherung vereinbarten Fixbetrag, bis zu dem der Patient alle anfallenden medizinischen Kosten selbst zu tragen hat. Im Gegenzug sind die monatlichen Versicherungsbeiträge deutlich günstiger als bei einer 100%igen Abdeckung aller medizinischen Kosten.

Ebenso sollte bei einem erst kürzlich abgeschlossenen Vertrag mit einer privaten Krankenversicherung geprüft werden, ab welchem Versicherungsjahr der festgelegte Maximalsatz für zahnmedizinische Behandlungskosten abgedeckt ist. In der Regel wird der Retainer aber von der privaten Krankenversicherung übernommen, sodass vor allem gesetzlich Versicherte über eine Zahnzusatzversicherung nachdenken sollten, um den Eigenanteil zu vermeiden.

Geht es darum den Eigenanteil bei einem Retainer (fällt bei allen Zahnzusatzversicherungen unter die Leistungskategorie “Kieferorthopädie”) zu reduzieren, kann der Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung empfehlenswert sein.

Bei der Auswahl des passenden Tarifs sind aus unserer Sicht folgende Aspekte zu beachten.

Bereits angeratene, geplante, beabsichtigte, besprochene oder begonnene Behandlungen, sind in den Leistungen aller Tarife nicht enthalten. Wann Sie die Frage danach in den Gesundheitsfragen mit “Ja” beantworten müssen finden Sie hier: Gesundheitsfrage mit “Ja” beantworten. Tarife ohne Gesundheitsfragen sind in dem Fall auch nicht geeignet, da diese grundsätzlich alle Vorerkrankungen der Kieferorthopädie aus dem Versicherungsschutz ausschließen. Tarife die Kosten trotz angeratener Zahnbehandlungen übernehmen gibt es nicht.

Wenn noch keine Behandlung mit einem Retainer angeraten, geplant, beabsichtigt, besprochen oder begonnen wurde, sollten Sie zusätzlich darauf achten, dass die meisten Tarife Wartezeiten vorsehen, bis ein neuer Schaden erstattet wird (dieser muss zwingend nach Versicherungsbeginn entstanden sein).

In den folgenden zwei Artikeln finden Sie alles Wichtige zu den besten Zahnzusatzversicherungen für Kieferorthopädie für Kinder und zu den besten Zahnzusatzversicherungen für Kieferorthopädie für Erwachsene.

Vergleichen Sie ganz einfach alle Tarife und finden Sie die für Sie passende Zahnzusatzversicherung in unserem Vergleich.

42 von 262 Tarifen mit sehr guter Erstattung für Kieferorthopädie (z.B. einem Retainer)