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Pulpotomie (Kosten): Festzuschuss, Eigenanteil & Tipps (100% sparen!)

Wurzelbehandlung

Eine Pulpotomie (Vitalamputation) zählt zu den endodontischen Behandlungen (Behandlung des Wurzelkanalsystems) und bedeutet die teilweise Entfernung der Zahnpulpa, also des Zahnnervs. Sie dient dem Ziel das verbleibende Pulpagewebe des Zahnes durch einen kleinflächigen Verband (Überkappung) mittels zähflüssigem Zement vital, also lebendig, zu erhalten.

Wenn ein Zahn von Bakterien befallen wird, können diese den Zahnnerv infizieren und eine sogenannte Pulpitis (Entzündung der Pulpa) hervorrufen.
Die häufigste Therapiemaßnahme ist die Wurzelkanalbehandlung, bei welcher die Pulpa mitsamt Bakterien vollständig entfernt wird.
Vor allem im Milchgebiss bei Kindern ist eine Vitalamputation die Therapie der Wahl, um den nachfolgenden bleibenden Zahn zu schonen.

Die Pulpotomie zählt nur unter bestimmten Voraussetzungen zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kosten für die Behandlung liegen zwischen 30 und 50 Euro.

Das wichtigste in Kürze

  • Die Pulpotomie oder Vitalamputation umfasst die Entfernung des oberen Teils des Zahnnervs.
  • Sie dient zum Erhalt der Vitalität des Zahnes und ersetzt eine Wurzelkanalbehandlung.
  • Vor allem im Milchgebiss ist eine Pulpotomie die Therapie der Wahl.
  • Indikationen (Einsatzbereiche) sind die Freilegung des Zahnnervs während der Entfernung von Karies sowie bei einer Entzündung der Pulpa.
  • Im Milchgebiss und an symptomlosen Zähnen mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum zählt sie zu den Vertragsleistungen.
  • Der Preis für eine Pulpotomie liegt bei 30 bis 50 Euro pro Zahn.

Die Gesamtkosten für eine Pulpotomie sind abhängig vom Arbeitsaufwand des Zahnarztes, um den infizierten oberen Teil der Zahnpulpa zu entfernen und den verbleibenden Teil des Nervs mit ausgewählten Füllstoffen abzudecken.
Die Behandlung findet in der Regel in einer Sitzung statt und folgt häufig auf die Entfernung von Karies im Zahndentin, also der Zahnhartsubstanz direkt über dem Zahnnerv.

Der Hauptteil der Kosten besteht aus dem Zahnarzthonorar sowie aus den verwendeten Überkappungsmaterialen, bei denen die Preise stark variieren können.
Die Kosten der Behandlung können sich beispielsweise durch eine Laseranwendung zur Devitalisierung (Abtöten und Entfernen der oberen Pulpa) des Zahnes, , oder durch die Verwendung eines Operationsmikroskops erhöhen.
Diese Mehrkosten können sich aber auf Dauer lohnen, da die Prognose für den Zahn so signifikant verbessert werden kann.

Zusätzliche Laborkosten fallen bei einer Pulpotomie in der Regel nicht an, da alle geplanten Maßnahmen dieser endodontischen Behandlung durch den Zahnarzt am Behandlungsstuhl durchgeführt werden.

Materialkosten entstehen durch die zur Abdeckung der belassenen vitalen Wurzelpulpa (Zahnnerv im Bereich der Zahnwurzel) als Wundverband verwendeten Füllmaterialien. Diese müssen unter anderem Kriterien wie die Vitalerhaltung der Restpulpa sowie Desinfektion und Entzündungshemmung erfüllen und dürfen außerdem weder krebserregend noch giftig sein. Das am häufigsten verwendete Material bei der Vitalamputation ist das sogenannte Mineraltrioxidaggregat (MTA), ein Portland-Zement.

Indirekt können weitere Material- und Laborkosten anfallen, da zum Beispiel eine Pulpotomie im Milchgebiss immer mit einer anschließenden Kunststofffüllung des Zahnes oder Versorgung mittels Milchzahnkrone verbunden ist.

Die Kosten für eine Behandlung können abhängig von den verwendeten Hilfsmitteln und Verbrauchsmaterialien variieren.

Der Behandlungsablauf stellt sich grob folgendermaßen dar:

1. Zuerst steht ein ausführliches Informationsgespräch inklusive klinischer Untersuchung sowie der Auswertung der Röntgenbilder an.

2. In der darauffolgenden Sitzung wird nach ausreichender Aufklärung des Patienten eine örtliche Betäubung durchgeführt.

3. Anschließend wird der Zahn mit einem diamantierten Bohrer eröffnet, die Karies vollständig entfernt und der Eingang des Wurzelkanals freigelegt.

4. Es folgt die Entfernung (Amputation) der Kronenpulpa (Zahnnerv im Bereich der Zahnkrone) mit einem Diamantschleifer und ständiger Spülung mit Kochsalzlösung (NaCl).

5. Der wichtigste Schritt ist nun eine adäquate Blutstillung, um die Erfolgschancen der Vitalamputation signifikant zu erhöhen.

6. Abschließend erfolgt ein Wundverband der verbliebenen Wurzelpulpa mit ausgewählten Füllmaterialien sowie eine Füllung des Zahnes mittels Kunststoff oder einer Milchzahn-Stahlkrone.

Wie bereits oben erwähnt, sind die Behandlungskosten abhängig von den verwendeten Hilfsmitteln wie beispielsweise der Einsatz von Lasertechnologie.

Ziel der Pulpotomie ist es, den Zahn schmerz- und entzündungsfrei zu halten. Sie wird fast ausschließlich bei Milchzähnen angewandt und schützt so vor frühzeitigem Zahnverlust. Gehen Milchzähne zu früh verloren, können sie so ihre Wegweiser- und Platzhalterfunktion für die nachfolgenden bleibenden Zähne verlieren.

Häufig wird die Pulpa im Zuge der Entfernung von Karies (Kariesexkavation) geöffnet, wenn die Bakterien bereits die Wurzel erreicht haben. Hierbei sind aber meist nur die oberen Anteile des Zahnnervs infiziert und die Wurzelpulpa kann erhalten bleiben. Bei nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum während der Zahnentwicklung kann eine Pulpotomie die Wurzelpulpa lange genug lebensfähig erhalten, sodass sich die Wurzeln vollständig entwickeln können.

Die Gesamtkosten der Vitalamputation entstehen durch das zahnärztliche Honorar, die verwendeten Materialien sowie gegebenenfalls den Einsatz hochmoderner Technik wie zum Beispiel der Lasertechnologie.

Idealerweise ist für die Pulpotomie inklusive anschließender Versorgung des Zahnes mit einer Füllung oder Krone nur eine Behandlungssitzung notwendig.

Kosten für eine Pulpotomie pro Zahn
Laborkosten 0 Euro
Materialkosten ca. 5 bis 15 Euro
Zahnarzthonorar ca. 20 bis 40 Euro
Gesamtkosten ca. 30 bis 50 Euro

Die Pulpotomie ist in der Regel als Vertragsleistung nur an Milchzähnen und an symptomlosen bleibenden Zähnen mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum abrechenbar. Zu der Behandlung zählen dabei die Amputation der Kronenpulpa, Spülung und Blutstillung sowie das Aufbringen eines Überkappungsmaterials. Hinzu kommt immer eine abschließende Versorgung mittels Kunststofffüllung oder Stahlkronen für Milchzähne. Die Behandlung ist einmal je Zahn abrechenbar.

Die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen wird über die BEMA (Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen) geregelt. Erfüllt ein Zahn nicht die oben genannten Voraussetzungen, wird die Behandlung privat abgerechnet. Private Leistungen werden über die GOZ (private Gebührenordnung für Zahnärzte) reguliert. Abhängig vom Schwierigkeitsgrad der Behandlung kommt hier ein unterschiedlicher Steigerungssatz zum Tragen. In der Regel wird der 2,3-fache Steigerungssatz verwendet. Bei allen Sätzen darüber hinaus muss der Zahnarzt schriftlich und nachvollziehbar begründen, warum die Behandlung als besonders aufwendig zu bewerten ist.

Der Eigenanteil der Behandlungskosten ist also abhängig davon, ob die Leistung zur Regelversorgung zählt wie beispielsweise bei Milchzähnen. In diesem Fall ist die Pulpotomie eine Vertragsleistung und wird vollständig von der Krankenkasse übernommen.

Werden die genannten Kriterien aber nicht erfüllt, muss der Patient die Behandlungskosten aus eigener Tasche tragen.

Eigenanteil für eine Pulpotomie pro Zahn
Art der Behandlung Gesamtkosten ca. Eigenanteil ca.
Pulpotomie 30 bis 50 Euro 30 bis 50 Euro

Die Pulpotomie ist als Vertragsleistung im Bewertungsmaßstab zahnärztlicher Leistungen (BEMA) geregelt und wird in diesem Fall vollständig von der Krankenkasse übernommen. Allerdings sind hier lediglich die Behandlung von Milchzähnen sowie von symptomlosen bleibenden Zähnen mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum beinhaltet.

Die Vitalamputation ist jedoch nur abrechnungsfähig, wenn in derselben Sitzung eine Füllungstherapie oder Milchzahnkrone erbracht wird. Damit die Krankenkasse den Heil- und Kostenplan genehmigt und die Kosten vollständig übernimmt, müssen allerdings die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sein.
Wenn die Pulpotomie jedoch nicht als Therapie der Wahl anerkannt wird oder alternative Behandlungsoptionen bessere Ergebnisse versprechen, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse nicht die Kosten für den Eingriff.

Extraleistungen wie der Einsatz hochmoderner Lasertechnologie müssen vom Patienten in voller Höhe selbstständig übernommen werden.

Die GOZ (private Gebührenordnung für Zahnärzte) hat 2012 die Abrechnung endodontischer Behandlungen überarbeitet und erneuert. Die Kosten für die Pulpotomie werden bei privat versicherten Patienten nach GOZ (private Gebührenordnung für Zahnärzte) abgerechnet und umfassen „Amputation und Versorgung der vitalen Pulpa einschließlich Exkavieren“.

Die Kosten für eine Vitalamputation variieren von 20 bis 40 Euro und mehr, sie werden pro Zahn berechnet.

Diese Behandlungskosten werden in der Regel von der privaten Krankenversicherung getragen, wenn die Kriterien für eine erfolgreiche Behandlung nachvollziehbar gegeben sind.

Zahnbehandlungen an sich sind komplex und bestehen in der Regel aus verschiedenen Maßnahmen, die gesondert abgerechnet werden und in ihrer Gesamtheit die Behandlungskosten bestimmen.

Wie hoch der Eigenanteil pro Behandlungskosten für privat versicherte Patienten ist, ist abhängig von dem individuellen Tarif der privaten Krankenversicherung (PKV).

Grundsätzlich ist die Kostenübernahme für eine Zahnbehandlung je nach Tarif in der PKV verankert:

· Basisschutz: Kosten bis zu 70 Prozent werden übernommen

· Komfortschutz: Kosten bis zu 100 Prozent werden übernommen, teilweise auch die Kosten für eine Pulpotomie

· Premiumschutz: Kosten werden zu 100 Prozent übernommen sowie zusätzliche Sonderleistungen wie die Pulpotomie

Geht es darum den Eigenanteil für eine Pulpotomie (fällt bei allen Zahnzusatzversicherungen unter die Leistungskategorie “Zahnbehandlung”) eines oder gar mehrer Zähne zu reduzieren, kann der Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung empfehlenswert sein.

Bei der Auswahl des passenden Tarifs sind aus unserer Sicht folgende Aspekte zu beachten.

Bereits angeratene, geplante, beabsichtigte, besprochene oder begonnene Behandlungen sind in den Leistungen aller Tarife nicht enthalten. Wann Sie die Frage danach in den Gesundheitsfragen mit “Ja” beantworten müssen, finden Sie hier: Gesundheitsfrage mit “Ja” beantworten. Tarife ohne Gesundheitsfragen sind in diesem Fall nicht geeignet, da diese grundsätzlich alle Vorerkrankungen aus dem Versicherungsschutz ausschließen. Tarife die Kosten trotz angeratener Zahnbehandlungen übernehmen gibt es nicht.

Wenn keine Zahnbehandlung angeraten wurde sollten Sie zusätzlich darauf achten, dass die meisten Tarife Wartezeiten vorsehen, bis ein Schaden erstattet wird (dieser muss zwingend nach Versicherungsbeginn entstanden sein) Tarife ohne Wartezeit finden Sie hier.

Viel Tarife sehen in den ersten Jahren nur einen geringen Erstattungssatz für Zahnbehandlung vor. Hier finden Sie alle

Tarife mit einer hohen Erstattung /bzw. einer geringen Leistungsbegrenzung im ersten Jahr.

Um alle Tarife mit hohen Erstattungssätzen für eine Pulpotomie zu vergleichen, nutzen Sie bitte unseren Zahnzusatzversicherungs-Vergleich und setzen Sie den Filter bei Zahnbehandlung auf “Gute Erstattung”.

116 von 262 Tarifen mit sehr guter Erstattung für Zahnbehandlung (z.B. Pulpotomie)