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Kinderzahnversicherungen im Vergleich: Top 10 Tarife im Test

Der Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung kann sich bereits für Kinder lohnen und stellt eine wichtige Ergänzung zum Schutz durch die gesetzliche Krankenkasse dar. Allerdings stehen bei einer Kinderzahnversicherung andere Leistungsbausteine im Vordergrund als bei den gängigen Tarifen für Erwachsene. Insbesondere kieferorthopädische Behandlungen, wie Zahnspangen, gehen oftmals mit hohen Zuzahlungen einher und sollten das zentrale Leistungsfeld eines speziell auf Kinder zugeschnittenen Tarifs bilden. Darüber hinaus sind vor allem die Leistungen in den Bereichen Zahnvorsorge und Zahnbehandlung entscheidend.

Wo liegen die Grenzen?

Bei allen Kinderzahnversicherungen ist die Leistungssumme in den ersten Jahren nach Abschluss begrenzt. Zudem weisen kieferorthopädische Leistungen oftmals gesonderte Leistungsbegrenzungen auf.

Welche Leistungen sind ausgeschlossen?

Eine Kinderzahnversicherung leistet nicht, wenn die Behandlung bereits angeraten oder begonnen wurde.

Im Kindesalter werden kieferorthopädische Behandlungen besonders häufig notwendig. Sie dienen der Korrektur von Zahn- oder Kieferfehlstellungen und sollten rechtzeitig durchgeführt werden um Folgeschäden zu verhindern. Die Kosten einer kieferorthopädischen Therapie können sich mitunter auf einige tausend Euro belaufen. Diese werden von der gesetzlichen Krankenkasse jedoch nur in sehr unterschiedlichem Umfang abgedeckt. Bei schweren Fehlstellungen, die den KIG-Stufen 3 bis 5 entsprechen, übernimmt die Krankenkasse mit zu 80 % der Kosten der Regelversorgung, also der günstigsten Behandlungsoption. Bei leichteren Fehlstellungen leistet die Krankenkasse hingegen gar nicht und die Kosten müssen von den Eltern selbst getragen werden, wenn keine private Zahnzusatzversicherung besteht. Unabhängig davon werden in jedem Fall hohe Zuzahlungen fällig, wenn die Behandlung über die vorgesehene Regelversorgung hinausgeht und hochwertigere Behandlungsalternativen gewünscht werden. Eine Kinderzahnversicherung übernimmt diese Mehrkosten in einem Großteil der Fälle.

Tabelle 1: Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung nach kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG-Stufen) eines gesetzlich versicherten Kindes und bei privater Zahnzusatzversicherung (UKV ZahnPrivat Premium, 90% Erstattung, max. 3600 € je Vertragslaufzeit):

Tabelle 1: Kosten nach KIG und KostenĂĽbernahme mit und ohne ZZV
KIG-Stufe Ausprägung Erwartete Kosten Eigenanteil gesetzl. versichert Eigenanteil mit Zahnzusatzvers.
1 sehr leicht 5000 € 5000 € 1400 €
2 leicht 5000 € 5000 € 1400 €
3 mittel 2500 - 7500 € 500 - 1500 € 50 - 150 €
4 stark 5000 - 10000 € 1000 - 2000 € 100 - 200 €
5 extrem 7500 - 12500 € 1500 - 2500 € 150 - 250 €

Meist handelt es sich bei Kinderzahnversicherungen um reguläre Tarife, die besonders auf die Bedürfnisse eines Kindes zugeschnittene Tarifbausteine anbieten. Neben guten Leistungen im Bereich Kieferorthopädie spielen hier vor allem Zahnvorsorgeleistungen, wie die professionelle Zahnreinigung oder die Versiegelung der Backenzähne, und Zahnbehandlungen eine wichtige Rolle.

Gute Zahnzusatzversicherungen bieten einen Erstattungsanteil von 80 bis 100 % des Rechnungsbetrages an und erstatten auch die Mehrkosten hochwertigerer Behandlungsmethoden, wie unsichtbare Zahnspangen oder spezielle funktionsorientierte Diagnostik. Wichtig ist, dass die Zahnversicherung unabhängig von der gesetzlichen Krankenkasse, das heißt auch bei leichten Fehlstellungen der KIG-Stufen 1 und 2, leistet.

Alle Tarife sehen Leistungsbegrenzungen zu Beginn der Versicherungszeit vor. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass diese insbesondere im Bereich Kieferorthopädie nicht zu gering ausfallen. Zudem unterscheiden sich die Tarife in der Dauer der Wartezeit nach Versicherungsabschluss, in der noch keine Versicherungsleistungen erbracht werden. Einige Anbieter verzichten sogar komplett auf eine Wartezeit.

Alle Tarife begrenzen ihre maximale Leistungssumme in den ersten 4 bis 5 Jahren. Etwa 3000 bis 4000 Euro sollten in den ersten 4 Jahren jedoch mindestens vorgesehen sein. Die Leistungen im Bereich Kieferorthopädie werden häufig gesondert begrenzt. Bei leichteren Fehlstellungen, bei denen die Krankenkasse keinen Anteil der Kosten übernimmt, sollte diese Leistungssumme bei mindestens 3000 Euro liegen, während bei schweren Fehlstellungen (KIG 3 bis 5) mindestens 1500 Euro als ausreichend gelten.

Weiterhin gilt es eventuelle Altersbegrenzungen einzelner Tarife für kieferorthopädische Leistungen zu beachten. Wenn möglich sollte der Tarif keine Altersbegrenzungen vorsehen oder mindestens bis zum 21. Lebensjahr leisten.

Tabelle 2: Leistungsbegrenzungen einer Zahnzusatzversicherung mit guten Leistungen im Bereich Kieferorthopädie (UKV ZahnPrivat Premium, 90 % Erstattung der Restkosten)

Tabelle 2: Leistungen einer ZZV mit guten Leistungen im Bereich KFO
Kalenderjahr Summenbegrenzung Kieferorthopädie Zahnreinigung
1. Jahr 900 € 108 €
1. - 2. Jahr 2700 € 108 €
1. - 3. Jahr 5400 € KIG 1-2: 3600 € 108 €
1. - 4. Jahr 8100 € KIG 3-5: 3600 € 108 €
ab 5. Jahr unbegrenzt 108 €

Eine bereits angeratene oder begonnene Behandlung ist von der Leistung einer Zahnzusatzversicherung ausgeschlossen. Dies gilt auch für kieferorthopädische Behandlungen im Kindesalter. Dementsprechend sollten Eltern frühzeitig über den Abschluss einer Kinderzahnversicherung nachdenken. Oftmals wird bereits das zweite bis dritte Lebensjahr für den Abschluss empfohlen, da zu diesem Zeitpunkt meist noch keine Fehlstellungen dokumentiert wurden.