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Kieferorthopädie Kosten: Festzuschuss, Eigenanteil & Tipps (100% sparen!)

Kieferorthopädie

Mit einer kieferorthopädischen Behandlung lassen sich Fehlstellungen der Zähne korrigieren. Bei Kindern- und Jugendlichen mit einer ausgeprägten Zahnfehlstellung kommen die gesetzlichen Krankenkassen für die Kosten der Kieferorthopädie auf. Sie zahlen dabei das jeweils günstigste Modell einer Zahnspange. Behandlungs- und Materialkosten, die über die Grundversorgung hinausgehen, werden als private Zusatzleistungen abgerechnet und müssen selbst bezahlt werden. Solche Kosten können zum Beispiel entstehen, wenn Sie sich für spezielle, besonders unauffällige Zahnspangenmodelle entscheiden.

Bei Kindern und Jugendlichen mit weniger starken Zahnfehlstellungen und bei Erwachsenen zahlen die gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht für eine kieferorthopädische Behandlung.


In den folgenden Abschnitten erfahren Sie alles über kieferorthopädische Behandlungen und wie Sie den unter Umständen hohen Eigenanteil an den Kosten durch eine private Zusatzversicherung deutlich reduzieren oder ganz vermeiden können.

Das wichtigste in Kürze

  • Eine kieferorthopädische Behandlung dient dazu, Fehlstellungen der Zähne zu korrigieren. Behandlungsmethoden der Kieferorthopädie sind lose und feste Zahnspangen.
  • Die gesetzlichen Krankenversicherungen zahlen nur bei Kindern und Jugendlichen mit einer ausgeprägten Zahnfehlstellung für die Kieferorthopädie. Diese liegt bei den kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) 3 bis 5 vor.
  • Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die jeweils günstigsten Zahnspangen. Bei teureren, besonders unauffälligen Spangenmodellen entsteht ein unter Umständen hoher Eigenanteil an den Kosten.
  • Bei Kindern und Jugendliche mit einer geringeren Zahnfehlstellung und bei Erwachsenen kommen die gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht für eine Kieferorthopädie auf.
  • Die Gesamtkosten von bis zu 8000 Euro müssen dann vollständig selbst bezahlt werden.
  • Eine Zahnzusatzversicherung kann helfen, den Eigenanteil an den Kosten erheblich zu senken oder sogar ganz zu vermeiden.

Eine kieferorthopädische Behandlung kann mit einer festen oder losen Spange erfolgen. Bei einer festen Spange werden Metall- oder Keramikblöcke, sogenannte Brackets, auf die Zähne geklebt. Durch diese wird ein Metalldraht gezogen, der Druck auf die Zähne ausübt.

Eine lose Spange kann zum Essen und Zähneputzen herausgenommen werden, man muss sie nicht den ganzen Tag über, mindestens aber 14 Stunden täglich tragen. Besonders bei Erwachsenen beliebt sind spezielle, unauffällige Varianten von Spangen. Dazu zählen durchsichtige Kunststoffschienen, sogenannte Aligner, als lose Spange. Bei den festen Spangen sind es Lingualspangen, die innen auf den Zähnen angebracht werden und Spangen mit zahnfarbenen Keramikbrackets.

Lose Zahnspange

Der Vorteil einer losen Zahnspange ist, dass man sie jederzeit herausnehmen kann. Dafür muss man speziell bei Kindern darauf achten, dass die Spange regelmäßig getragen wird, mindestens 14 Stunden am Tag. Das gelingt am einfachsten, wenn die Spange über Nacht zum Schlafen eingesetzt wird und zusätzlich einige Stunden am Tag.

Eine gewöhnliche lose Zahnspange besteht aus einer Platte aus Hartplastik, an der Metallklammern aus Edelstahl befestigt sind. Zweiteilige lose Spangen haben getrennte lose Platten für Ober- und Unterkiefer. Einteilige lose Spangen greifen an Ober- und Unterkiefer gleichzeitig.

Neben der klassischen Variante gibt es eine neue Form der losen Zahnspange. Dabei handelt es sich um herausnehmbare, durchsichtige Kunststoffschienen aus Plastik, sogenannte Aligner. Sie sind für Kinder ab etwa 12 Jahren und Erwachsene geeignet. Aligner sind unauffälliger als andere lose Spangen, müssen dafür aber den ganzen Tag über getragen werden, bzw. mindestens 22 Stunden täglich. Für Aligner fallen zudem besonders hohe Kosten an.

Feste Zahnspange

Besonders effektiv ist eine kieferorthopädische Behandlung mit einer festen Spange. Eine solche Spange bleibt ständig im Mund und entfaltet so rund um die Uhr ihre Wirkung. Gerade bei Kindern hat das den Vorteil, dass nicht ständig auf die Tragezeit der Spange geachtet werden muss.

Die klassische feste Spange besteht aus kleinen Blöcken aus Metall, den sogenannten Brackets, die auf die Zähne geklebt werden. Anschließend wird ein Metalldraht hindurchgezogen, wodurch Druck auf die Zähne ausgeübt wird. Nach und nach lassen sich so Zahnfehlstellungen wirksam korrigieren.

Anstelle von Metallbrackets kommen auch Keramikbrackets zum Einsatz. Weil die Keramik der Zahnfarbe angepasst werden kann, sind solche Spangen deutlich unauffälliger. Von außen nahezu unsichtbar sind sogenannte Lingualspangen. Das sind feste Spangen, bei denen die Brackets auf der Zahninnenseite angebracht werden, anstatt wie sonst üblich außen.

Vor allem Erwachsene entscheiden sich häufig für die Lingualspangen oder dezente Keramikbrackets. In beiden Fällen fallen allerdings höhere Kosten an als bei einer herkömmlichen festen Spange.

Die Kosten für eine Kieferorthopädie setzen sich zusammen aus den Material- und Laborkosten für das Anfertigen der Zahnspange und dem Behandlungshonorar für den Kieferorthopäden.

Der Preis einer kieferorthopädischen Behandlung kann stark variieren. Es kommt zum einen darauf an, für welche Form der Zahnspange Sie sich entscheiden. Zum anderen spielt es auch eine Rolle, wie lange die Behandlung dauert und mit welchem Aufwand sie verbunden ist. Unauffällige Zahnspangen wie Lingualspangen, Aligner oder feste Spangen mit Keramikbrackets verursachen in der Regel höhere Material- und Laborkosten und machen die Behandlung gleichzeitig aufwendiger.

Es kann ein hoher Eigenanteil an den Kosten von bis zu 8000 Euro anfallen, da die gesetzlichen Krankenkassen nur in bestimmten Fällen die Kosten übernehmen und bei Erwachsenen grundsätzlich nicht.

Je nachdem, für welche Zahnspange Sie sich entscheiden, fallen unterschiedlich hohe Laborkosten an. Allgemein lässt sich sagen, dass besonders unauffällige Zahnspangenmodelle in der Herstellung mehr kosten als die klassischen Varianten. So werden Aligner aus durchsichtigem Spezialkunststoff hergestellt und kosten mehr als andere lose Spangen. Außerdem werden die Plastikschienen mehrfach ausgetauscht und müssen daher immer wieder neu angefertigt werden. Das treibt die Materialkosten zusätzlich in die Höhe.

Bei festen Zahnspangen gilt, dass die Herstellung von zahnfarbenen Keramikbrackets aufwendiger ist und mehr kostet als die Fertigung von Brackets aus Metall. Teuer in der Herstellung ist auch die speziell bei Erwachsenen beliebte Lingualspange. Das liegt daran, dass hierbei jedes Brackets einzeln und passgenau angefertigt werden muss. Dabei werden noch dazu oft hochwertige Metalle mit Goldanteil verwendet. Entsprechend erhöhen sich bei der Lingualspange die Material- und Laborkosten.

In der Kieferorthopädie fällt zusätzlich zu den Material- und Laborkosten für eine feste oder lose Spange das Behandlungshonorar für den Kieferorthopäden an, das je nach Behandlungsaufwand stark variieren kann.

Der Kieferorthopäde diagnostiziert die Fehlstellung der Zähne und fertigt dazu auch Röntgenaufnahmen an. Dann nimmt er eine Einstufung nach kieferorthopädischer Indikationsgruppe (KIG) vor. Diese kann bei der Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse (s.u.) später eine wichtige Rolle spielen. Es wird ein exakter Abdruck der Zähne genommen und ins Labor eingeschickt. Dort wird mithilfe des Abdrucks eine Zahnspange nach Maß angefertigt.

Während des gesamten Behandlungszeitraums stehen etwa einmal monatlich Kontrolluntersuchungen beim Kieferorthopäden an. Dieser muss prüfen, ob die Spange noch richtig sitzt und die Spange, falls nötig, verstellen.

Die Behandlung ist bei speziellen, besonders unauffälligen Zahnspangentypen aufwendiger als bei den klassischen Varianten fester und loser Spangen. Aligner aus Kunststoff etwa müssen innerhalb weniger Wochen immer wieder neu angefertigt und angepasst werden, so dass besonders viele Termine beim Kieferorthopäden anstehen. Bei festen Zahnspangen gilt, dass Spangen mit zahnfarbenen Keramikbrackets öfter kontrolliert werden müssen als solche mit Brackets aus Metall. Und Lingualspangen, bei denen die Brackets innen auf den Zähnen haften, sind grundsätzlich schwerer einsehbar für den Kieferorthopäden: Die Kontrolluntersuchungen dauern daher länger. Durch den erhöhten Behandlungsaufwand können jeweils höhere Kosten entstehen.

Aus den Material- und Laborkosten für die Herstellung der Zahnspange und dem Behandlungshonorar des Kieferorthopäden ergeben sich die Gesamtkosten für eine Kieferorthopädie. Diese können unterschiedlich hoch ausfallen. Sie hängen von der Art der Zahnspange ab, davon, wie lange die Behandlung dauert und mit welchem Aufwand sie jeweils verbunden ist.

Kieferorthopädische Behandlungen, die zu den Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen zählen, werden nach dem Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen (BEMA) abgerechnet. Behandlungen, die grundsätzlich keine Kassenleistung sind oder Zusatzleistungen, die darüber hinausgehen, werden nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) abgerechnet. Dabei kann, je nach Arbeitsaufwand ein sogenannter Hebesatz veranschlagt werden und das 2,5-fache oder 3,5-fache des festgelegten Basishonorars in Rechnung gestellt werden.


In der folgenden Tabelle sind die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung gelistet, dabei handelt es sich ausschließlich um Richtwerte.

Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung
Material- und Laborkosten 500 bis 3500 Euro
Zahnarzthonorar 500 bis 4500 Euro
Gesamtkosten 1000 bis 8000 Euro

Bei einer kieferorthopädischen Behandlung kann der Eigenanteil an den Gesamtkosten sehr unterschiedlich ausfallen.

Bei Kindern- und Jugendlichen ist es in bestimmten Fällen möglich, dass die gesetzliche Krankenkasse die gesamten Kosten für die Behandlung übernimmt. Es muss dann lediglich ein kleiner Teil der Kosten vorgestreckt werden (s.u.). Erwachsene hingegen müssen immer vollständig selbst für die entstehenden Kosten aufkommen. Außerdem gilt, dass bestimmte, teure Zahnspangenmodelle wie Aligner, Lingualspangen oder Keramikbrackets grundsätzlich nicht von den Krankenkassen bezahlt werden und immer als private Zusatzleistung gelten.

Zu Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung wird der Kieferorthopäde einen sogenannten Heil- und Kostenplan erstellen, aus dem die voraussichtlichen Gesamtkosten hervorgehen. Diesen Plan reichen Sie bei Ihrer Krankenkasse ein und bekommen anschließend mitgeteilt, wie hoch Ihr Eigenanteil an den Kosten ausfällt.

In der Tabelle ist der jeweilige Eigenanteil für eine Kieferorthopädie gelistet, dabei handelt es sich ausschließlich um Richtwerte.

Eigenanteil an den Kieferorthopädie Kosten
Art der Behandlung Gesamtkosten Eigenanteil
Lose Zahnspange 1000 bis 1500 Euro 1000 bis 1500 Euro
Feste Zahnspange 2500 bis 8000 Euro 2500 bis 8000 Euro
Lingualspange 5000 bis 8000 Euro 5000 bis 8000 Euro
Aligner 3000 bis 8000 Euro 3000 bis 8000 Euro

Bei Erwachsenen zahlen die gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht für eine Kieferorthopädie bzw. nur in seltenen Ausnahmefällen. Bei volljährigen Patienten mit schweren, angeborenen oder durch Verletzung entstanden Kieferanomalien kommen die Versicherungen für die kieferorthopädische Behandlung auf.

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren hingegen wird die Kieferorthopädie in vollem Umfang erstattet, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist. Ausschlaggebend dafür ist, in welche Kieferorthopädische Indikationsgruppe (KIG) der Kieferorthopäde die jeweilige Zahnfehlstellung eingestuft hat. Bei einer KIG von 3, 4 oder 5 übernehmen die Kassen die Kosten.

Vorläufiger Eigenanteil

Bei Kindern und Jugendlichen mit einer Zahnfehlstellung gemäß Schweregrad KIG 3 bis 5 werden 80 Prozent der Kosten von Behandlungsbeginn an von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Die restlichen 20 Prozent müssen vorläufig selbst bezahlt bzw. vorgestreckt werden, als vorläufiger Eigenanteil. Erst wenn die Behandlung erfolgreich abgeschlossen wurde, erstattet die Krankenkasse diesen Teil der Kosten zurück. Wird die Kieferorthopädie hingegen vorzeitig abgebrochen, gibt es keine Rückerstattung für den vorläufigen Eigenanteil.

Hat eine Familie mehrere Kinder, dann müssen ab dem zweiten Geschwisterkind nicht mehr 20 Prozent, sondern nur noch 10 Prozent der Kosten vorgestreckt werden.

In diesen Fällen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse keine Kosten

Stellt der Kieferorthopäde lediglich eine Zahnfehlstellung nach KIG 1 oder 2 fest, werden auch bei Kindern- und Jugendlichen keine Behandlungskosten durch die gesetzliche Krankenkasse übernommen.

Bei Kindern und Jugendlichen mit KIG 3 bis 5 gilt, dass im Rahmen der Behandlung Zusatzkosten anfallen können, die privat bezahlt werden müssen. Nicht von den Krankenkassen bezahlt werden besonders teure Varianten von Zahnspangen wie Aligner, Lingualspangen oder Keramikbrackets.

Von privaten Krankenkassen wird normalerweise zumindest ein Teil der Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung übernommen. Bevor Sie eine kieferorthopädische Behandlung beginnen, wird Ihnen der Kieferorthopäde einen Heil- und Kostenplan erstellen, der einen Kostenvoranschlag enthält. Diesen Plan reichen Sie bei Ihrer privaten Krankenkasse ein, woraufhin diese entscheidet, zu welchem Anteil sie die Kosten für die Kieferorthopädie übernimmt.

Die Summe, die Ihnen die private Krankenkasse erstattet, kann sehr unterschiedlich ausfallen: Es kommt darauf an, welchen Vertrag Sie mit dem jeweiligen Versicherer geschlossen haben. Viele Verträge sehen dabei auch einen sogenannten Selbstbehalt vor, einen Fixbetrag an Behandlungskosten pro Jahr, den Sie als Versicherter selbst zahlen müssen.

Bei der Kostenübernahme spielt es auch eine Rolle, wie lange Sie schon Mitglied in der privaten Krankenversicherung sind. Oftmals wird der Maximalsatz für zahnmedizinische Behandlungen erst nach mehreren Jahren der Mitgliedschaft erstattet.

Geht es darum den Eigenanteil bei einer Behandlung aus der Leistungskategorie “Kieferorthopädie” zu reduzieren, kann der Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung empfehlenswert sein.

Bei der Auswahl des passenden Tarifs sind aus unserer Sicht folgende Aspekte zu beachten.

Bereits angeratene, geplante, beabsichtigte, besprochene oder begonnene Behandlungen, sind in den Leistungen aller Tarife nicht enthalten. Wann Sie die Frage danach in den Gesundheitsfragen mit “Ja” beantworten müssen finden Sie hier: Gesundheitsfrage mit “Ja” beantworten. Tarife ohne Gesundheitsfragen sind in dem Fall auch nicht geeignet, da diese grundsätzlich alle Vorerkrankungen der Kieferorthopädie aus dem Versicherungsschutz ausschließen. Tarife die Kosten trotz angeratener Zahnbehandlungen übernehmen gibt es nicht.

Wenn noch keine Behandlung angeraten, geplant, beabsichtigt, besprochen oder begonnen wurde, sollten Sie zusätzlich darauf achten, dass die meisten Tarife Wartezeiten vorsehen, bis ein neuer Schaden erstattet wird (dieser muss zwingend nach Versicherungsbeginn entstanden sein).

In den folgenden zwei Artikeln finden Sie alles Wichtige zu den besten Zahnzusatzversicherungen für Kieferorthopädie für Kinder und zu den besten Zahnzusatzversicherungen für Kieferorthopädie für Erwachsene.

Vergleichen Sie ganz einfach alle Tarife und finden Sie die für Sie passende Zahnzusatzversicherung in unserem Vergleich.

42 von 262 Tarifen mit sehr guter Erstattung für Kieferorthopädie (z.B. einer Lingualspange)