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Gesunde Ernährung für gute Zähne – Was hilft, was ist schädlich?

Wer sich gesund ernähren will, muss vieles beachten: Übergewicht sollte vermieden werden, die Mahlzeiten sollten gut verdaulich sein, es müssen genügend Nährstoffe mit der Nahrung aufgenommen werden, um Mangelerscheinungen vorzubeugen, die ausgewählten Speisen sollten leistungssteigernd und lebensverlängernd wirken und zu allem Überfluss auch noch gut schmecken. Was wir aber häufig vergessen, wenn wir über Ernährungsumstellungen und Diäten nachdenken, sind die Auswirkungen unserer Ernährung auf unsere Zahngesundheit. Dabei vermindern Zahnerkrankungen nicht nur das allgemeine Wohlbefinden. Karies, Parodontitis und Co. können zu chronischen Erkrankungen und Mangelernährung führen. Deshalb sollte eine gesunde Ernährung auch die Gesundheit unserer Zähne schützen. Aber welche Nahrungsmittel erhalten die Zahngesundheit und wie unterschiedet man sie von solchen, die die Zähne nachhaltig schädigen?[1]

Gut für den Körper, schlecht für die Zähne?

Niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit waren selbstgewählte Ernährungsvorschriften so beliebt wie heute. Paleo, Low Carb oder vegane Ernährung sind nur Beispiele für die verschiedenen Diäten und Regelkataloge zum Verzicht auf bestimmte Lebensmittel. Dabei spielen zwar weltanschauliche und politische Erwägungen häufig eine Rolle, aber die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden werden noch immer als die häufigsten Gründe für eine Ernährungsumstellung angegeben. Herbei allerdings wird häufig die Notwendigkeit der Erhaltung der Zahngesundheit nicht mitbedacht. Obwohl wir täglich Nahrung zu uns nehmen, ist uns meist die Tatsache nicht bewusst, dass jede Mahlzeit im Mund zerkleinert, eingespeichelt und vorverdaut wird und mit unseren Zähnen in Berührung kommt. Und tatsächlich, wie Studien und Statistiken zeigen, tritt Karies nicht unbedingt am häufigsten in denjenigen Regionen der Welt auf, die für ihre gesündeste Bevölkerung und damit die beste Ernährung bekannt sind. Auch in Kriegszeiten, in Deutschland während des zweiten Weltkrieges beispielsweise, geht die Kariesrate deutlich zurück, während die Bevölkerung an Mangelernährung leidet.[2]

Das hängt damit zusammen, dass die Menge des mit der Nahrung aufgenommenen Zuckers nachgewiesenermaßen einen großen Einfluss auf die Entstehung von Karies hat. Daher treten in Zeiten des Hungers deutlich weniger Karieserkrankungen auf als in Zeiten des Überflusses. Andererseits wirkt sich eine mangelhafte Ernährung auch auf das Immunsystem aus. Es entstehen Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Aphten, also schmerzhafte, entzündete Bläschen im Mundraum, die im schlimmsten Fall zu einer Parodontitis, einer Erkrankung des Zahnhalteapparates, führen können. Auch Kalzium, das für die Erhaltung der Zahngesundheit unerlässlich ist und hauptsächlich in Milchprodukten vorkommt, sollte nicht in zu geringen Mengen verzehrt werden. Säure dagegen, die vor allem in Obst enthalten ist und deshalb beispielsweise ein wichtiger Bestandteil einer veganen Lebensweise ist, schadet den Zähnen. Säure greift die Schutzschicht der Zähne sowie den Zahnschmelz an und trägt diesen nach und nach ab. Die Zähne werden damit schmerzempfindlicher und anfälliger für Karies.[2][3][4]

Bewusste Ernährung für gesunde Zähne

Viele Nahrungsmittel, die wir für besonders gesund halten, können unseren Zähnen auf Dauer schaden. Das gilt beispielsweise für Honig. Auch wenn Honig als natürlichere und gesündere Alternative zu weißem Zucker gilt, schadet er den Zähnen. Die Kombination aus süß und klebrig erhöht die Gefahr der Kariesbildung. Honig bildet einen zuckrigen Film auf den Zähnen und in den Zahnzwischenräumen und dient so den kariesauslösenden Bakterien als Nahrung. Auch Obst sollte mit Vorsicht genossen werden. Häufig sind in Obst Säure und Zucker gleichermaßen enthalten. Die Säure greift den Zahnschmelz an und macht die Zähne empfindlich für Kariesinfektionen, die wiederum durch den Zucker begünstigt werden. Rhabarber und Spinat wiederum, die wir ebenfalls für äußerst gesund halten, enthalten große Mengen Oxalsäure. Nach dem Verzehr bemerken wir, dass unsere Zähne angeraut sind. Auch hier ist die Zahngesundheit durch die Säure gefährdet.[5][6]

Wer sich besonders zahnschonend ernähren will, kann allerdings einige Hinweise beachten. Ballaststoffreiche Nahrung, die ausführlich gekaut werden muss, wie beispielsweise Vollkornbrot und Rohkost, trägt zur Erhaltung der Zahngesundheit bei. Beim Kauen bildet sich Speichel, der die Zähne reinigt und die Bakterien in Schach hält. Auch das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi fördert die Speichelbildung und ist damit gut für die Zähne. Auf Zucker muss aber nicht vollständig verzichtet werden. In Kariesstudien zeigte sich, dass eine Menge von 50 g Zucker pro Tag unbedenklich ist. Zuckerhaltige Getränke sollten jedoch durch Wasser oder ungesüßte Tees ersetzt werden. Auch Obst muss nicht vollständig vom Speiseplan gestrichen werden. Das in vielen Obstsorten, speziell in Zitrusfrüchten enthaltene Vitamin C unterstützt das Immunsystem und trägt damit zur Prävention von Krankheiten, auch im Mundraum bei. Wer säurehaltige Speisen zu sich genommen hat, sollte seinen Mund mit Wasser ausspülen und unbedingt eine halbe Stunde bis zum Zähneputzen vergehen lassen. Der Abrieb, der durch die Putzkörper in der Zahncrème und die harten Borsten der Zahnbürste verursacht wird, kann den ohnehin durch die Säure angegriffenen Zahnschmelz weiter schädigen. Während Ernährungsberater häufig viele, kleine Mahlzeiten empfehlen, die gleichmäßig über den Tag verteilt eingenommen werden sollen, besteht eine zahngesunde Ernährung in drei bis vier Hauptmahlzeiten und möglichst wenigen Zwischenmahlzeiten. Der Verzehr von Zucker sollte sich auf die Hauptmahlzeiten beschränken. Wird der Hunger zwischendurch unerträglich, sind kleine Snacks aus ungesüßten Milchprodukten, wie zum Beispiel Käsewürfel, sehr zu empfehlen. Die Zähne brauchen zwischen den Mahlzeiten Zeit, sich zu reinigen und zu regenerieren. Ständiges Kauen und Essen stört diesen Prozess.[7][8]

Wer sich zahngesund ernährt, seine Zähne gründlich pflegt und regelmäßig den Zahnarzt aufsucht, hat gute Chancen, seine Zahngesundheit lange zu erhalten. Bei Ernährungsumstellungen und dem Ausprobieren von Diäten sollte immer die Zahnfreundlichkeit der jeweiligen Ernährungsweise mitbedacht werden. Aber auch für eine zahngesunde Ernährung gilt: wer sich ausgewogen und bewusst ernährt, ist meist schon auf dem richtigen Weg.

[1] „Bundesbürger wissen nur wenig über gesundheitliche Folgen von Zahnproblemen“, http://www.prophylaxe-zahnarzt-kiel-dr-perkuhn.de/1-21-951-Bundesb%C3%BCrger-wissen-nur-wenig-%C3%BCber-gesundheitliche-Folgen-von-Zahnproblemen.html, 29.09.2015

[2] Adrian M. Ramseier, Irmgard Hauser-Gerspach, Roman Wieland, Tuomas Waltimo, „Rolle der Ernährung in der Kariesprävention“, https://www.rosenfluh.ch/media/ernaehrungsmedizin/2013/04/Rolle_der_Ernahrung_in_der_Kariespravention.pdf, 29.09.2015

[3] „Zahnschäden vorbeugen“, http://www.zahnarzt-planet.com/zahnerosion.php, 29.09.2015

[4] Dagmar Mönch, „Zähne brauchen Kalzium“, http://www.zahnarzt-moench.de/neuigkeiten/107-zaehne-brauchen-kalzium.html, 29.09.2015

[5] „Spinat greift die Zähne an“, http://www.t-online.de/lifestyle/gesundheit/id_20712748/zahnpflege-welche-lebensmittel-zaehnen-schaden-und-welche-nutzen-.html, 29.09.2015

[6] „Welche gesunden Lebensmittel sind schädlich für die Zähne?“, http://www.gesuendernet.de/gesundheit/gesunde-ernaehrung/item/1087-welche-gesunden-lebensmittel-sind-schaedlich-fuer-die-zaehne.html, 29.09.2015

[7] „Welche Lebensmittel sind gut für die Zähne?“, http://zahnersatzguenstig.com/Welche-Lebensmittel-gut-fuer-Zaehne.html, 29.09.2015

[8] L. M. Sreebny, „Sugar availability, sugar consumption and dental caries“, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6949660, 29.09.2015