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Fluoridierung Kosten: Festzuschuss, Eigenanteil & Tipps (100% sparen!)

Prophylaxe

Die Fluoridierung der Zähne gehört zur Kariesprophylaxe und kann bestehende, wenig ausgeprägte Schädigungen der Zahnhartsubstanz durch Karies zum Stillstand bringen.

Speziell für die Zähne gibt es lokale Anwendungen wozu sowohl das Verwenden einer fluoridhaltigen Zahnpasta als auch das Auftragen einer Fluoridlacks im Rahmen der professionellen Zahnreigung beim Zahnarzt zählen.

Der Kaufpreis für Fluoridgelees, die wöchentlich angewendet werden sollen, liegt bei ca. 5 Euro. Die Fluoridierung beim Zahnarzt ist Teil der professionellen Zahnreinigung (PZR) und kostet ca. 80 bis 100 Euro. Manche Krankenkassen gewähren einen jährlichen Zuschuss zur PZR. Bei einer privaten Versicherung oder einer Zahnzusatzversicherung werden die Kosten teilweise komplett übernommen.

In den nachfolgenden Abschnitten erfahren Sie alles über die Fluoridierung im Rahmen der PZR und wie Sie den anfallenden Eigenanteil durch eine private Zahnzusatzversicherung spürbar reduzieren oder ganz vermeiden können.

Das wichtigste in Kürze

  • Die Fluoridierung zählt zu den Prophylaxemaßnahmen und soll der Kariesentstehung vorbeugen.
  • Zur Fluoridierung zählen sowohl die Einnahme von Speisesalz und Fluoridtabletten als auch die lokale Applikation von Fluoridgelees oder -lacken.
  • Fluorid wirkt antibakteriell und sorgt mit seiner entstehenden Deckschicht dafür, dass die Zähne weniger säureempfindlich sind.
  • Fluoridgelees können beispielsweise in der Apotheke erworben werden und liegen preislich bei ca. 5 Euro für 2 5g.
  • Die Fluoridierung beim Zahnarzt geschieht im Rahmen der professionellen Zahnreinigung. Die Kosten für diese Behandlung liegen in Deutschland bei ca. 80 bis 100 Euro.
  • Bei Kindern im Alter zwischen 6 und 18 Jahren wird die Fluoridierung einmal im Jahr von der Krankenkasse komplett übernommen.
  • Manche Krankenkassen gewähren einen jährlichen Zuschuss zur PZR. Bei einer privaten Versicherung oder einer Zahnzusatzversicherung werden die Kosten teilweise bis zu 100 Prozent übernommen.

Die häusliche Zahnpflege hat einen hohen Stellenwert und ist unabdingbar für die orale Gesundheit. Das tägliche, mindestens zweimalige Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta wirkt präventiv und schützt vor Karies und Parodontose.

Täglich kommt es durch Nahrungsmittel zu Säureangriffen am Zahnschmelz. Dabei wird Calcium aus der Zahnhartsubstanz herausgelöst und der Schmelz wird demineralisiert. Andererseits wird aber auch Calcium aus dem Speichel wieder in den Zahn eingebaut (Remineralisation). Solange ein Gleichgewicht zwischen Demineralisation und Remineralisation besteht, entsteht keine Karies.

Eine Vorbeugung durch Fluoridierung soll zum einen die Bekämpfung von bakteriellen Mikroorganismen ermöglichen. Zum anderen wird das aufgenommene Fluorid in die Zahnhartsubstanz eingebaut und bietet den Zähnen so Schutz vor Säureangriffen, die durch die Nahrung aufgenommene werden .

Fluorid bewirkt neben seiner antibakteriellen Wirkung auch das Entstehen einer Deckschicht, wodurch die Zähne weniger säureempfindlich und weniger anfällig für Bakterien sind.

In der Zahnmedizin dürfen nur niedrige Dosierungen von Fluoriden eingesetzt werden, die keine gesundheitlichen Folgeschäden mit sich bringen. Der Fluoridgehalt in Zahnpasten ist auf 1500 ppm (Teile pro Million) begrenzt. Bei Kinderzahnpasta muss der Fluoridgehalt sogar auf 250 bis 500 ppm reduziert werden, da Kinder oftmals einen Teil der Zahnpasta hinunterschlucken.

Die Fluoridierung umfasst lediglich Materialkosten. Die einzige Ausnahme ist der im Rahmen der professionellen Zahnreinigung aufgetragene Fluoridlack, wobei hierfür ein zahnärztliches Honorar von ungefähr 80 Euro anfällt. Zahnpasten, die Fluorid enthalten, gibt es in jeder Drogerie und sind schon ab ca. 2 Euro zu erwerben. Fluoridgelee, das einen höheren Fluoridgehalt hat und einmal wöchentlich angewendet werden sollte, kann in der Apotheke ohne Rezept für ungefähr 5 Euro gekauft werden.

Bei der professionellen Zahnreinigung entstehen keine zusätzlichen Laborkosten, da die professionelle Zahnreinigung in einer Sitzung am Behandlungsstuhl vom Zahnarzt durchgeführt wird. Zu den Materialkosten gehören lediglich die Reinigungsgeräte sowie Verbrauchsmaterialien wie beispielsweise Fluoridlack oder -gelee.

Der Preis für eine professionelle Zahnreinigung wird nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ- Abrechnungsziffer 1040) berechnet und ist abhängig von der Anzahl der zu reinigenden Zähne sowie dem Schweregrad der individuellen Patientensituation. Je mehr Zähne gereinigt werden, desto höher fällt die Rechnung des Zahnarztes aus. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, ist es immer sinnvoll, vor der Behandlung einen Kostenvoranschlag anzufordern.

Die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen wird über dendie Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen (BEMA) geregelt. Die oben erwähnten Zusatzleistungen, wie beispielsweise die professionelle Zahnreinigung inklusive Fluoridierung, werden über die private Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) reguliert. Abhängig vom Schwierigkeitsgrad der Behandlung kommt hier ein unterschiedlicher Steigerungssatz zum Tragen. In der Regel wird der 2,3-fache Steigerungssatz verwendet. Bei allen Sätzen darüber hinaus muss der Zahnarzt schriftlich und nachvollziehbar begründen, warum die Behandlung als besonders aufwendig zu bewerten ist.

Die Behandlung hat fast immer einen ähnlichen Ablauf und gliedert sich in folgende Schritte.

  1. Harte Zahnbeläge und Zahnstein können sowohl mit Handinstrumenten als auch mit speziellen Ultraschallgeräten entfernt werden.
  2. Häufig kommt zusätzlich ein Airflowgerät zum Einsatz, wobei ein Pulver-Wasser-Gemisch mit einem Druckluftstrahl auf die Zahnoberflächen trifft und so eine abtragende Wirkung erzielt.
  3. Im Anschluss werden die Zähne mit Polierpasten in absteigender Abrasionsstärke gründlich poliert und so weiche Beläge und Verfärbungen (beispielsweise durch Kaffee, Tee, Rotwein oder Nikotin verursacht) schonend entfernt.
  4. Abschließend wird eine Fluoridpaste mithilfe von kleinen Pinselchen auf die Zahnoberfläche aufgetragen, welche den Zahnschmelz stärkt und das Kariesrisiko minimiert. Hierbei ist zu beachten, dass der Patient anschließend 45 Minuten weder essen noch trinken darf.
  5. Zusätzlich sollten Mundhygieneinstruktionen durch den Zahnarzt oder die zahnärztliche Assistenz erfolgen, um Putzdefizite des Patienten aufzuzeigen und die Mundpflege zu optimieren.

Dauer und Kosten der PZR sind also abhängig von der individuellen Situation des Patienten. Außerdem zeigen sich große preisliche Differenzen zwischen den verschiedenen Zahnarztpraxen und Zahnkliniken. Wenn beispielsweise zusätzlich das oben beschriebene Airflowgerät zum Einsatz kommt oder Kauflächen der Zähne direkt mit Kunststoff versiegelt werden, können sich die Kosten ebenfalls erhöhen.

Für eine professionelle Zahnreinigung inklusive Fluoridierung in Deutschland zahlt der Patient zwischen 40 und 250 Euro, im Durchschnitt liegt die Rechnung bei ca. 100 Euro.

Die Gesamtkosten der professionellen Zahnreinigung inklusive Fluoridierung setzen sich aus dem Zahnarzthonorar und den Materialkosten zusammen. Es fallen keine weiteren Laborkosten an, daher beläuft sich der Gesamtpreis auf die oben genannten Behandlungskosten und liegt im Durchschnitt bei ca. 100 Euro.

Idealerweise beinhaltet eine Behandlung Beratungsgespräch, Kontrolle und professionelle Zahnreinigung, sodass pro PZR nur eine Sitzung notwendig ist.

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Gesamtkosten, zusammengesetzt aus Labor-, Material- und Behandlungskosten. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Richtwerte.

Kosten für die professionelle Zahnreinigung
Laborkosten 0 Euro
Materialkosten ca. 5 bis 10 Euro
Behandlungskosten ca. 70 Euro
Gesamtkosten ca. 80 bis 100 Euro

Der Eigenanteil der Gesamtkosten einer professionellen Zahnreinigung plus Fluoridierung variiert stark und ist abhängig von den verschiedenen Tarifen der Krankenversicherung. Da die meisten gesetzlichen Krankenkassen maximal eine Zahnreinigung pro Jahr begünstigen, sind alle anfallenden Kosten für weitere professionelle Zahnreinigungen komplett vom Patienten selbst zu tragen.

Eigenanteil bei einer professionellen Zahnreinigung
Behandlungsart Gesamtkosten ca. Eigenanteil ca.
Professionelle Zahnreinigung 80 bis 100 Euro 50 bis 80 Euro

Grundsätzlich ist die professionelle Zahnreinigung sowie die anschließende Fluoridierung beim Zahnarzt eine Privatleistung, die vom Patienten aus eigener Tasche finanziert werden muss.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen im Rahmen der Vorsorge einmal jährlich eine Kontrolluntersuchung und Zahnsteinentfernung beim Zahnarzt. Hierbei ist jedoch die Fluoridierung der Zähne nicht eingeschlossen.

Allerdings haben einige Krankenkassen den präventiven (vorbeugenden) Effekt der professionellen Zahnreinigung sowie der anschließenden Fluoridierung erkannt und begünstigen eine jährliche professionelle Reinigung mit einem Zuschuss oder übernehmen die Kosten sogar in vollem Umfang. Die Höhe des Zuschusses variiert je nach Krankenkasse und kann auch nur für bestimmte Zahnärzte aus einem Netzwerk gelten, die mit der jeweiligen Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kooperieren.

Die Gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Behandlungskosten für eine Fluoridierung beim Zahnarzt nur für Kinder und Jugendliche zwischen dem vollendeten 6. und 18. Lebensjahr. Die Leistung ist im Normalfall einmal jährlich abrechenbar, es gibt jedoch auch Ausnahmen. Bei einem extrem erhöhten Kariesrisiko oder vorzeitigem Durchbruch der Backenzähne, übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Fluoridierung bis zu zweimal jährlich.

Als Abrechnungsnummer steht im BEMA die Gebührennummer IP4 zur Verfügung („IP4 - Lokale Fluoridierung der Zähne: Die lokale Fluoridierung zur Zahnschmelzhärtung mit Lack, Gel o. ä. einschließlich der Beseitigung von weichen Zahnbelägen und der Trockenlegung der Zähne.“).

Patienten mit einer privaten Krankenversicherung (PKV) erhalten eine Kostenübernahme zwischen 70 und 100 Prozent für ihre prophylaktischen mundhygienischen Maßnahmen, wozu auch die Fluoridierung der Zähne zählt. Hierbei übersteigen die Leistungen der privaten Krankenversicherung die der gesetzlichen Krankenversicherung, da beispielsweise die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung inklusive Fluoridierung meist komplett übernommen werden.

Wie hoch der Eigenanteil pro Behandlungskosten für privat versicherte Patienten ist, ist abhängig von dem individuellen Tarif der privaten Krankenversicherung (PKV).

Grundsätzlich ist die Kostenübernahme für eine Zahnbehandlung je nach Tarif in der PKV verankert:

  • Basisschutz: Kosten bis zu 70 Prozent werden übernommen
  • Komfortschutz: Kosten bis zu 100 Prozent werden übernommen, teilweise auch die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung inklusive Fluoridierung
  • Premiumschutz: Kosten werden zu 100 Prozent übernommen sowie zusätzliche Sonderleistungen wie die professionelle Zahnreinigung plus Fluoridierung

Geht es darum, den Eigenanteil bei der regelmäßigen Zahnfluoridierung so weit wie möglich zu reduzieren, empfiehlt es sich, eine private Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Hierbei ist zu beachten, dass neben Zahnersatz auch eine Prophylaxeleistung wie die professionelle Zahnreinigung abgedeckt ist. Mit einem entsprechenden Tarif ist es möglich, den Eigenanteil sogar auf 0,00 Euro zu reduzieren und zweimal jährlich die entsprechenden Leistungen zur Kariesprophylaxe beim Zahnarzt wahrzunehmen.

Idealerweise ist bei gesetzlich Versicherten der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zu empfehlen.

Das erklärte Ziel bei der Auswahl einer privaten Zahnzusatzversicherung muss sein, ​die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung inklusive Fluoridierung beim Zahnarzt so weit wie möglich abzudecken​.

Empfehlenswert ist, sich frühzeitig ​mit dem Thema der privaten Zahnzusatzversicherung auseinanderzusetzen. Dies hat im Wesentlichen drei Gründe:

  1. Die allermeisten Zahnzusatzversicherungen​ schließen bereits angeratene, geplante oder begonnene Behandlungen von der Kostenübernahme aus​.
  2. Oftmals gibt es eine ​mehrmonatige Wartepause nach Versicherungsabschluss, in der keine Kosten übernommen werden​.
  3. Der vereinbarte Erstattungsanteil mit der privaten Zahnzusatzversicherung ​kommt im vollen Umfang erst nach ca. 3 bis 5 Jahren Zugehörigkeit zum Tragen​. Innerhalb des festgelegten Zeitraums wird er Jahr für Jahr prozentual gesteigert.

In der Summe betrachtet lohnt sich eine private Zahnzusatzversicherung, um die anfallenden Kosten für Prophylaxeleistungen so gering wie möglich zu halten. Dabei kommt es maßgeblich auf den gewählten Tarif an und dass der Versicherungsgeber​ möglichst patientenfreundlich und damit unbürokratisch handelt​. Wir haben ​über 200 Zahnzusatzversicherungen ​anhand verschiedener Kriterien​ geprüft, um Ihnen die besten Empfehlungen aussprechen zu können.