Bitte geben Sie das Geburtsdatum der zu versichernden Person ein. Dieses ist wichtig für die Berechnung der Beitragshöhe.

Fissurenversiegelung Kosten: Festzuschuss, Eigenanteil & Tipps (100% sparen!)

Fissurenversiegelung

Die Fissurenversiegelung ist eine Versiegelung der Furchen und Grübchen vor allem der großen Backenzähne (Molaren) mittels eines dünnflüssigen Kunststoffs. Sie dient dem Schutz der Zähne vor Karies und anderen entzündlichen Prozessen. Die Vertiefungen der Backenzähne müssen besonders gründlich gereinigt werden, da sie ein erhöhtes Risiko für Kariesentstehung haben.

Unterschieden wird eine präventive von einer erweiterten Fissurenversiegelung, bei der bereits bestehende Verfärbungen mithilfe spezieller Instrumente entfernt werden, um anschließend versiegelt zu werden.

Eine Fissurenversiegelung wird von der gesetzlichen Krankenversicherung nur bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren übernommen und umfasst lediglich Versiegelungen am vorletzten und letzten Backenzahn (6. und 7. Molar).

In den nachfolgenden Abschnitten erfahren Sie alles über die Fissurenversiegelung und wie Sie den anfallenden Eigenanteil durch eine private Zahnzusatzversicherung spürbar reduzieren oder ganz vermeiden können.

Das wichtigste in Kürze

  • Die Fissurenversiegelung ist in den meisten Fällen eine Prophylaxeleistung und umfasst die Versiegelung der Grübchen der Backenzähne mit einem dünnflüssigen Kunststoff.
  • Es wird eine vorbeugende (präventive) von der erweiterten Fissurenversiegelung unterschieden.
  • Die Backenzähne sind in den ersten zwei Jahren nach ihrem Durchbruch besonders anfällig für Fissurenkaries und sollten in diesem Zeitraum präventiv versiegelt werden.
  • Die Fissurenversiegelung wird von der gesetzlichen Krankenversicherung nur für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren übernommen. Sie umfasst nur die Behandlung der letzten beiden Backenzähne.
  • Die Kosten pro Zahn liegen bei 15 bis 25 Euro und müssen für gesetzlich versicherte Patienten über 18 Jahren selbstständig übernommen werden.
  • Die private Krankenversicherung oder eine Zahnzusatzversicherung übernehmen die Kosten für eine Fissurenversiegelung teilweise sogar vollständig.

Die Gesamtkosten für eine Fissurenversiegelung setzen sich aus dem zahnärztlichen Honorar für die Behandlung sowie den Materialkosten für den dünnflüssigen Kunststoff als Versiegelungsmaterial zusammen. Es sind keine weiteren Vor- oder Nachbehandlungen bei einer Versiegelung der Fissuren notwendig.

Bei der erweiterten Fissurenversiegelung werden zusätzlich sichtbare Verfärbungen mithilfe spezieller Instrumente entfernt, um zu prüfen, ob darunter bereits Karies entstanden ist.

Eine Fissurenversiegelung ist nicht möglich, wenn der Zahn bereits eine Füllungstherapie in der Vergangenheit erhalten hat. Die Versiegelung soll also anfallende hohe Kosten bei fortschreitender Karies und eine dadurch notwendige Füllungstherapien vermeiden.

Der finanzielle Mehraufwand kann sich auf Dauer lohnen, da die Fissurenversiegelung vor Karies schützt und somit die Kosten für eine anfallende Füllungstherapie oder notwendige Wurzelkanalbehandlung minimiert.

Material- und Laborkosten

Zusätzliche Laborkosten fallen bei dem zahnärztlichen Eingriff der Fissurenversiegelung nicht an, da alle geplanten Maßnahmen durch den Zahnarzt direkt in einer Behandlungssitzung am Behandlungsstuhl durchgeführt werden.

Zu den Materialkosten gehören lediglich die Reinigungsgeräte sowie die Verbrauchsmaterialien wozu beispielsweise fließfähiger Kunststoff (Komposit) zählt.

Behandlungskosten

Die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen wird über den Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen (BEMA) geregelt. Die Fissurenversiegelung zählt lediglich zur Regelversorgung für Patienten unter 18 Jahren mit einer gesetzlichen Krankenversicherung und gilt nur für die beiden hinteren Backenzähne. Bei erwachsenen Patienten und allen anderen Zähnen ist die Fissurenversiegelung eine Privatleistung, die vom Patienten in vollem Umfang übernommen werden muss.

Die oben erwähnten Fälle, in denen die Fissurenversiegelung als Privatleistung angesehen werden muss, werden über die private Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) reguliert. Abhängig vom Schwierigkeitsgrad der Behandlung kommt hier ein unterschiedlicher Steigerungssatz zum Tragen. In der Regel wird der 2,3-fache Steigerungssatz verwendet. Bei allen Sätzen darüber hinaus muss der Zahnarzt schriftlich und nachvollziehbar begründen, warum die Behandlung als besonders aufwendig zu bewerten ist.

Die Behandlung hat fast immer einen ähnlichen Ablauf und gliedert sich im Wesentlichen in folgende Schritte:

  1. Vor der eigentlichen Behandlung muss die Zahnoberfläche gereinigt und genau inspiziert werden.
  2. Um einen ausreichenden Verbund zwischen Füllungsmaterial und Zahnoberfläche zu gewährleisten, muss der Zahnschmelz mit einem Säuregel “angeraut” (konditioniert) werden.
  3. Bei der erweiterten Fissurenversiegelung wird die Fissur vorher mit speziellen Instrumenten von Verfärbungen und beginnender Karies gereinigt.
  4. Nach dem Entfernen des Gels und ausreichender Trocknung des Zahns wird der dünnflüssige Kunststoff aufgetragen und durch Licht direkt am Zahn ausgehärtet.
  5. Abschließend sollte die Okklusion, also die Kontakte zwischen den Zahnreihen, überprüft werden und störende Überschüsse ausreichend entfernt werden, bevor der Zahnarzt ein Fluoridpräparat zum Schutz der Zahnoberfläche aufträgt.

Für eine Fissurenversiegelung inklusive Fluoridierung in Deutschland zahlt der Patient zwischen 15 und 25 Euro pro Zahn, wenn die oben genannten Voraussetzungen für eine Übernahme der Kosten durch die gesetzliche Krankenkasse nicht erfüllt sind.

Gesamtkosten

Die Gesamtkosten der Fissurenversiegelung setzen sich aus dem Zahnarzthonorar und den Materialkosten zusammen. Es fallen keine weiteren Laborkosten an, daher beläuft sich der Gesamtpreis auf die oben genannten Behandlungskosten und liegt im Durchschnitt bei ca. 20 Euro.

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Gesamtkosten, zusammengesetzt aus Labor-, Material- und Behandlungskosten. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Richtwerte für eine Fissurenversiegelung pro Zahn.

Kosten für die Fissurenversiegelung pro Zahn
Laborkosten 0 Euro
Materialkosten ca. 5 Euro
Behandlungskosten ca. 15 bis 20 Euro
Gesamtkosten ca. 15 bis 25 Euro

Eigenanteil je Behandlungskosten

Da die Fissurenversiegelung zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen zählt, beläuft sich der Eigenanteil der Gesamtkosten bei der Behandlung für den gesetzlich versicherten Patienten unter 18 Jahren auf 0,00 Euro. Der Eigenanteil der Gesamtkosten einer Fissurenversiegelung für Fälle, welche die oben genannten Voraussetzungen nicht erfüllen, ist abhängig von den verschiedenen Tarifen der Krankenversicherung. Da in der Regel die gesetzlichen Krankenkassen lediglich die Behandlung der beiden hintersten Backenzähne für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren übernehmen, sind alle anfallenden Kosten für weitere Zähne komplett vom Patienten selbst zu tragen.

Gesamtkosten und Eigenanteil bei einer Fissurenversiegelung
Behandlungsart Gesamtkosten ca. Eigenanteil ca.
Fissurenversiegelung 15 bis 25 Euro 15 bis 25 Euro

Grundsätzlich ist die Fissurenversiegelung beim Zahnarzt für Kinder und Jugendliche eine Kassenleistung, die von der gesetzlichen Krankenversicherung in vollem Umfang übernommen wird.

Jedoch werden die Kosten lediglich für Patienten unter 18 Jahren übernommen und die Behandlung umfasst nur die Versiegelung der Fissuren des 6. und 7. Zahnes (hintere Backenzähne). Erwachsene Patienten müssen die anfallenden Behandlungskosten für eine Fissurenversiegelung vollständig selbst tragen. Auch die Versiegelung eines anderen Zahnes (außer den oben genannten großen Backenzähnen) gehört nicht zur Regelversorgung und wird ebenfalls nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

Gemäß des Bewertungsmaßstabs zahnärztlicher Leistungen beträgt das zahnärztliche Honorar für diesen Eingriff pro Zahn ca. 20 Euro. Mit den benötigten Materialkosten summiert, ergibt sich ein Gesamtbetrag für eine Fissurenversiegelung von bis zu 25 Euro pro Zahn.

Patienten mit einer privaten Krankenversicherung (PKV) erhalten häufig eine Kostenübernahme zwischen 70 und 100 Prozent für ihre prophylaktischen mundhygienischen Maßnahmen, wozu auch die Fissurenversiegelung der Zähne zählt. Hierbei übersteigen die Leistungen der privaten Krankenversicherung die der gesetzlichen Krankenversicherung, da beispielsweise die Kosten für eine präventive sowie eine erweiterte Fissurenversiegelung meist komplett übernommen werden.

Wie hoch der Eigenanteil pro Behandlungskosten für privat versicherte Patienten ist, ist abhängig von dem individuellen Tarif der privaten Krankenversicherung (PKV).

Grundsätzlich ist die Kostenübernahme für eine Zahnbehandlung je nach Tarif in der PKV verankert:

  • Basisschutz: Kosten bis zu 70 Prozent werden übernommen
  • Komfortschutz: Kosten bis zu 100 Prozent werden übernommen, teilweise auch die Kosten für eine Fissurenversiegelung
  • Premiumschutz: Kosten werden zu 100 Prozent übernommen sowie zusätzliche Sonderleistungen wie die Fissurenversiegelung

Geht es darum, den Eigenanteil bei der Fissurenversiegelung so weit wie möglich zu reduzieren, empfiehlt es sich, eine private Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Hierbei ist zu beachten, dass neben Zahnersatz auch eine Prophylaxeleistung wie die Versiegelung der Fissuren abgedeckt ist. Mit einem entsprechenden Tarif ist es möglich, den Eigenanteil sogar auf 0,00 Euro zu reduzieren und die entsprechenden Leistungen zur Kariesprophylaxe beim Zahnarzt wahrzunehmen.

Idealerweise ist bei gesetzlich Versicherten der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zu empfehlen.

Das erklärte Ziel bei der Auswahl einer privaten Zahnzusatzversicherung muss sein, ​die Kosten für eine anfallende Fissurenversiegelung beim Zahnarzt so weit wie möglich abzudecken​.

Empfehlenswert ist, sich frühzeitig ​mit dem Thema der privaten Zahnzusatzversicherung auseinanderzusetzen. Dies hat im Wesentlichen drei Gründe:

  1. Die allermeisten Zahnzusatzversicherungen​ schließen bereits angeratene, geplante oder begonnene Behandlungen von der Kostenübernahme aus​.
  2. Oftmals gibt es eine ​mehrmonatige Wartepause nach Versicherungsabschluss, in der keine Kosten übernommen werden​.
  3. Der vereinbarte Erstattungsanteil mit der privaten Zahnzusatzversicherung ​kommt im vollen Umfang erst nach ca. 3 bis 5 Jahren Zugehörigkeit zum Tragen​. Innerhalb des festgelegten Zeitraums wird er Jahr für Jahr prozentual gesteigert.

In der Summe betrachtet lohnt sich eine private Zahnzusatzversicherung, um die anfallenden Kosten für Prophylaxeleistungen so gering wie möglich zu halten. Dabei kommt es maßgeblich auf den gewählten Tarif an und dass der Versicherungsgeber​ möglichst patientenfreundlich und damit unbürokratisch handelt​. Wir haben ​über 200 Zahnzusatzversicherungen ​anhand verschiedener Kriterien​ geprüft, um Ihnen die besten Empfehlungen aussprechen zu können.