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Die 10 wichtigsten Regeln für gesunde Zähne

Mit gesunden Zähnen lebt es sich leichter. Mit Genuss essen, deutlich sprechen, ohne Scham lächeln – wer einmal unter Zahnproblemen gelitten hat, weiß, wie wichtig Mundgesundheit im Alltag ist. Dank guter Aufklärung und dem Fortschritt der Zahnmedizin erkranken heute deutlich weniger Menschen in Deutschland an Karies als noch vor 30 Jahren. Doch noch immer pflegen viele Erwachsene ihre Zähne nicht gründlich genug und versäumen den jährlichen Zahnarztbesuch. Damit sich das ändert, veranstalten verschiedene Organisationen gemeinsam jedes Jahr am 25. September den Tag der Zahngesundheit. Diverse Aktionen und Aufklärungsprogramme im Rahmen der Veranstaltung sollen zur Prävention von Zahnerkrankungen beitragen [1].

Ein krankes Gebiss ist kein unabwendbares Schicksal

Während im Jahr 1997 noch etwa 60 % der 12jährigen an Karies erkrankt waren, sind es heute nur noch 30 %. Aufklärung im Kindergarten, in der Schule und im Elternhaus, die Individualprophylaxe beim Zahnarzt, ein zunehmendes Bewusstsein für gesunde Ernährung und fluoridhaltige Zahnpasta tragen zu einem deutlich geringeren Erkrankungsrisiko bei. Dennoch bleibt Karies die häufigste Krankheit in Deutschland. 9 von 10 Erwachsenen sind von ihr betroffen. Für seine eigene Mundgesundheit ist jedoch jeder selbst verantwortlich. Richtiges Zähneputzen und der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt beugen Zahnschäden nachweislich vor. Eine ungenügende Zahnpflege muss allerdings nicht immer etwas mit Nachlässigkeit zu tun haben. Hartnäckig kursieren in der Bevölkerung irreführende Mundhygiene-Mythen. Der Verzehr von Äpfeln beispielsweise schützt gar nicht vor Karies. Die festsitzende Plaque kann nur durch gründliches Putzen entfernt werden. Zusätzlich greift die Fruchtsäure den Zahnschmelz an. Auch Zahnpflege-Kaugummis ersetzen die Reinigung durch eine Zahnbürste nicht. Sie regen zwar die Speichelproduktion an und sorgen für frischen Atem, gegen Bakterienbeläge aber können sie nichts ausrichten. Wer sich allerdings an die folgenden 10 Regeln hält, trägt effektiv zur Prävention von Zahnschäden bei [2] [3] [4] [5] [6].

1.Die richtige Technik

Zähneputzen muss man wie alle anderen Dinge im Leben erst erlernen. Auf die richtige Technik kommt es an. Wer drei Minuten lang unmotiviert mit der Zahnbürste in seinem Mund herumschrubbt, tut sich damit keinen Gefallen. Die Bürste sollte in kreisenden Bewegungen über die Zahnflächen geführt werden. Geputzt wird von oben nach unten, nicht von links nach rechts. Ein optimales Ergebnis erzielt man, wenn die Zahnbürste leicht schräg auf den Zähnen aufliegt [4].

2.Systematisch vorgehen

Viele Menschen laufen während des Zähneputzens durch ihre Wohnung, räumen ihre Küche auf oder lesen die Tageszeitung. Die Aufmerksamkeit, die eigentlich der Mundhygiene gebührt, wird anderen Aktivitäten gewidmet. Dabei ist es wichtig, beim Putzen systematisch vorzugehen, damit kein Zahn vergessen wird. Beispielsweise kann man mit den Außenflächen beginnen, dann die Kauflächen reinigen und schließlich die Innenflächen putzen. Es lohnt sich, sich täglich an dieselbe Reihenfolge zu halten. So wird die Systematik zur Gewohnheit [4].

3.Sanft aber gründlich

Zu viel Druck beim Zähneputzen greift den Zahnschmelz an. Die kreisenden und rüttelnden Bewegungen sollten mit sanfter Nachdrücklichkeit, nicht aber mit Gewalt ausgeführt werden. Durch zu festes Putzen können ähnliche Effekte auftreten, wie durch häufigen Säureeinfluss. Die Zähne werden schmerzempfindlich und anfälliger für Erkrankungen [2].

4.Auf die Länge kommt es an

Obwohl wir bereits im Kindergarten mit winzigen Sanduhren ausgestattet werden, die uns vorgeben, wie lange wir unsere Zähne putzen sollen, halten sich viele Erwachsene nicht an diese Regel. Trotz landläufiger Meinung und Praxis reicht eine Minute aber bei weitem nicht aus, um alle Zahnflächen zu reinigen. Erst nach etwa drei Minuten, so die zahnärztliche Empfehlung, sind die Zähne wirklich von Belägen befreit [2].

5.Nach jeder Mahlzeit?

Grundsätzlich gilt: nach jeder Hauptmahlzeit sollte man sich die Zähne reinigen. Aber Achtung, nach dem Essen empfiehlt es sich, etwa 30 Minuten bis zum Zähneputzen zu warten. Obst, Cola, Spinat, Wein oder Tomaten – all diese Lebensmittel enthalten Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Wer zu früh putzt, läuft Gefahr, den Schmelz beim Putzen mitabzutragen und so die natürliche Schutzschicht der Zähne zu zerstören [2] [4] [7].

6.Zahnseide

Auch wer nach jeder Mahlzeit drei Minuten in rüttelnden und kreisenden Bewegungen seine Zähne putzt, erreicht die Zahnzwischenräume mit der Bürste nicht. Dort aber bleiben Essensreste hängen, es bilden sich Beläge und Bakterien sammeln sich. Deshalb ist es wichtig, auch die Zwischenräume gründlich zu reinigen. Das geht am besten mit Zahnseide. Wer nicht weiß, wie diese benutzt wird, kann die Prophylaxeassistentin bei der nächsten Professionellen Zahnreinigung bitten, die korrekte Verwendung zu erläutern

7.Die Zahnbürste auswechseln

Nur etwa 2,3 Mal im Jahr wechselt der Deutsche seine Zahnbürste aus. Laut den Empfehlungen von Zahnärzten ist das allerdings viel zu selten. Spätestens, wenn sich die Borsten fransig zur Seite neigen, wird es höchste Zeit. Experten raten dazu, die Bürste alle drei Monate zu ersetzen, um ein optimales Putzergebnis zu erzielen [3].

8.Gesunde Ernährung

Noch bevor die Nahrung in den Verdauungstrakt gelangt, kommt sie mit den Zähnen in Kontakt. Deshalb ist es wichtig, bei der Auswahl der Lebensmittel auch die Zahngesundheit im Blick zu halten. Schädlich sind vor allem Zucker und Säure. Gerade Obst kann, obwohl es aufgrund seines hohen Vitamingehalts zu den gesünderen Nahrungsmitteln zählt, die Zähne durch Fruchtsäure und Fruchtzucker schädigen. Zuckerhaltige Getränke sollten durch ungesüßte Tees oder Wasser ersetzt werden. Zuckerfreie Milchprodukte dagegen, wie beispielsweise Käsewürfel, eigenen sich hervorragend als kleine Zwischenmahlzeiten [7].

9.Gesunder Körper, gesunde Zähne

Das Immunsystem spielt bei der Entstehung von Zahnerkrankungen eine ebenso große Rolle, wie bei allen anderen Krankheiten auch. Deshalb ist es wichtig, auch im Winter auf eine vitaminreiche Ernährung zu achten, sich ausreichend zu bewegen und den Stress zu reduzieren. Die körpereigenen Abwehrkräfte können dann nicht nur Erkältungen in Schach halten sondern auch Karies und Parodontitis bekämpfen.

10.Regelmäßige Zahnarztbesuche

Trotz aller Mühe und Aufmerksamkeit kann es dennoch zu Zahnschäden kommen. Um Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen und die entsprechenden Behandlungsmaßnahmen einzuleiten, sollte man zweimal jährlich zur Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt erscheinen. Wer es außerdem nicht versäumt, sich einmal im Jahr einen Stempel für sein Bonusheft abzuholen, wird mit höheren Zuschüssen seiner Krankenkasse bei Zahnersatz belohnt.

„Gesund beginnt im Mund – 25 Jahre Tag der Zahngesundheit“

1991 riefen 25 Organisationen und Vereine der Krankenkassen und der Zahnarztverbände den Tag der Zahngesundheit ins Leben, der jedes Jahr am 25, September begangen wird. 2015 jährte sich die Aktion zum 25. Mal. Man habe bereits viel erreicht, dürfe aber nicht aufhören, die Bevölkerung daran zu erinnern, verantwortungsvoll mit der eigenen Zahngesundheit umzugehen. Dieses Jahr stand besonders die zahnmedizinische Versorgung der Kriegsflüchtlinge, die derzeit nach Deutschland strömen, im Fokus der Aufmerksamkeit. Aufklärung, Pflege und zahnmedizinischer Fortschritt soll auch denjenigen zu teil werden, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten. Auf der Website heißt es: „Die Aufgaben bleiben die gleichen, aber die Herausforderungen verändern sich“ [1].