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Aufbissschiene Kosten: Festzuschuss, Eigenanteil & Tipps (100% sparen!)

Aufbissschiene für tagsüber Kosten

Laut einer Studie der Zahnärztekammer soll jede zweite Person in Deutschland nachts zumindest vorübergehend mit den Zähnen knirschen. In Fachkreisen wird dieser unbewusste Vorgang als Bruxismus bezeichnet. Abhilfe kann eine Aufbissschiene schaffen. Vor allem wichtig unter dem Aspekt, dass beim Zähneknirschen Druck-, Reibe- und Malkräfte von bis zu 480 kg entstehen können.

Mithilfe einer maßgefertigten Beißschiene werden betroffene Zähne soweit wie möglich vor Beschädigungen durch das Zähneknirschen geschützt. Zugleich werden die Kaumuskeln und damit der gesamte Kauapparat bis hin zu den Kiefergelenken entlastet. Die Kosten für eine Aufbissschiene werden abhängig vom Gesamtaufwand nur zum Teil von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

In den nachfolgenden Abschnitten erfahren Sie alles, was Sie über eine Aufbissschiene wissen müssen und wie sich die Kosten im Idealfall bis auf 0,00 Euro reduzieren lassen.

Das wichtigste in Kürze

  • Nächtliches Zähneknirschen schädigt die Zähne nachhaltig und kann ebenso zu Schäden am gesamten Kauapparat bis hin zu den Kiefergelenken führen. Eine maßgefertigte Aufbissschiene schafft Abhilfe.
  • Die Gesamtkosten für eine Zahnschiene in individueller Ausführung fangen bei etwa 150 bis 200 Euro an und steigen bei einer komplizierten Zahnstellung auf bis zu ca. 500 bis 800 Euro. In beiden Fällen gehört sie zur Grundversorgung der gesetzlichen Krankenkasse. Die Kosten werden für eine Schiene pro Jahr komplett übernommen.
  • Ein deutlicher Mehraufwand entsteht, wenn eine adjustierte Beißschiene angefertigt wird, die Tag und Nacht getragen werden kann. Hier können die Kosten auf bis zu 3000 Euro steigen, sodass der Eigenanteil des Patienten bei bis zu 2200 Euro liegt.
  • Mit einer zeitig abgeschlossenen Zahnzusatzversicherung kann der Eigenanteil bei einer Beißschiene auf 0,00 Euro reduziert werden.

Die Gesamtkosten für eine individuell angepasste Zahnschiene gegen Knirschen setzen sich aus dem Zahnarzthonorar sowie den Labor- und Materialkosten zusammen. In welchem Verhältnis diese zueinander stehen, hängt vom Diagnoseaufwand sowie der Art der Beißschiene und dem verwendeten Material ab.

Laborkosten entfallen, falls der behandelnde Zahnarzt gemeinsam mit dem Patienten zu der Überzeugung kommt, dass eine nicht adjustierte Zahnschiene ausreichend ist. Diese dient primär dazu, Schäden an den Zähnen durch das nächtliche Knirschen zu vermeiden. Prinzipiell handelt es sich um eine vorgefertigte Aufbissschiene, die aus softem Material in gummiähnlicher Struktur gefertigt wird und den Zahnbogen schützend überspannt. Zudem kann sie dabei helfen, den Press- und Kaudruck beim Knirschen zu vermindern, sodass sich die Kaumuskulatur entspannt.

Bei der adjustierten Aufbissschiene handelt es sich um eine Einzelanfertigung, die individuell an den Kiefer angepasst wird. Wenn im Zuge der Behandlung aufgrund heftiger Bruximus-Aktivitäten eine Funktionsanalyse des Kiefers (Gnathologie) angeraten wird, erhöhen sich die Gesamtkosten spürbar – vom Zahnarzthonorar bis hin zum Labor- und Materialaufwand.

Nachfolgend sind Symptome unterschiedlichster Art und Herkunft gelistet, die auf die Notwendigkeit einer Funktionsanalyse durch den Zahnarzt hindeuten können:

  • Zahnschmerzen ungeklärter Herkunft
  • Zähneknirschen (Bruxismus)
  • Kieferschmerzen und Kieferknacken
  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Ohrgeräusche bis hin zum Tinnitus
  • Verspannte Schultermuskulatur

Die genannten Symptome können einzeln oder in verschiedenen Varianten kombiniert miteinander auftreten.

Eine Sonderstellung nimmt die Zahnschiene als Spangenersatz ein, um Zahnfehlstellungen zu korrigieren. Dabei handelt es sich um eine nahezu unsichtbare Zahnschiene, die speziell für berufstätige Menschen gedacht ist. Im Fachjargon wird sie auch als Alinger bezeichnet. Das Verfahren ist relativ aufwendig: Mithilfe einer 3D-Simulation werden alle Zahnbewegungen erfasst, um ein hochpräzises Modell zu fertigen, das zudem ca. alle zwei Wochen ausgewechselt wird. Da es sich um eine rein private Leistung handelt, trägt der Patient die Kosten von ca. 6000 bis 9000 Euro komplett selbst. Liegt eine zwingende medizinische Notwendigkeit vor, wird dieser Betrag bei einer entsprechenden Vertragsgestaltung durch die Zahnzusatzversicherung in großen Teilen gedeckt.

Material- und Laborkosten fallen immer dann an, wenn eine individuell angefertigte Aufbissschiene benötigt wird. Als Grundlage für die Abrechnung innerhalb gesetzlicher Krankenkassen dient das BEL II (bundeseinheitliche Leistungsverzeichnis zahntechnischer Leistungen). Für private Leistungen, die über die Grundversorgung hinausgehen, wird das BEB Zahntechnik® als offizielles Leistungsverzeichnis herangezogen.

Es gibt viele verschiedene Beißschienen bzw. Aufbissschienen, die sich hinsichtlich des Aufbaus deutlich voneinander unterscheiden und Einfluss auf die Laborkosten nehmen. In der Regel werden für die Fertigung zwei Modelle für die Abformung des Unter- und Oberkiefers benötigt, aus denen im Labor die individuelle Aufbissschiene gefertigt wird.

Die Materialkosten hängen davon ab, ob das Endprodukt aus hartem oder weichem Kunststoff bzw. bei einer vorhandenen Kunststoffallergie aus Kautschuk gefertigt wird.

Die Behandlungskosten beim Zahnarzt im Zusammenhang mit einer Beißschiene gegen Zähneknirschen können stark variieren. Im günstigsten Fall reicht ein vorgefertigtes Modell, um eine weitere Beschädigung der Zähne durch das nächtliche Knirschen zu verhindern.

Häufig wird vom Zahnarzt zu Recht eine individuell angefertigte Aufbissschiene empfohlen, um im Wesentlichen nachfolgend gelistete Behandlungsziele zu verfolgen:

  • Optimale Entlastung der Zähne und der Kaumuskulatur
  • Die Zahnhartsubstanz schützen
  • Einschränkung des unbewussten Bruxismus
  • Bewegungsmuster des Kiefers verändern
  • Veränderung der Zahnführung (vergleichbar mit der Zahnspange)

In einigen Fällen ist eine aufwendige Funktionsanalyse des Kiefers notwendig, um Craniomandibulären Dysfunktionen (CMD) auf die Spur zu kommen. Dabei wird das komplexe Zusammenspiel zwischen den Zähnen, dem Kieferorgan und der Kaumuskulatur mithilfe technischer Mittel genauestens unter die Lupe genommen.

Häufig entstehen diese Dysfunktionen etwa durch stressbedingte Situationen im privaten oder beruflichen Bereich. Die Folge können Kopfschmerzen, Verspannungen im Kopf- und Halsbereich sowie Ohrgeräusche und Schwindelanfälle sein. Die Kosten von bis zu 400 Euro für die Funktionsanalyse werden leider nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Und noch ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Merken Sie selbst, dass Sie nachts mit den Zähnen knirschen oder werden Sie von Ihrem Partner darauf aufmerksam gemacht, empfiehlt sich ein zeitnaher Besuch beim Zahnarzt. Mithilfe einer Aufbissschiene lassen sich Schäden vermeiden, die durch einen verstärkten Abrieb der Zahnsubstanz entstehen können und dadurch zusätzliche Folgekosten hervorrufen.

Generell setzen sich die Gesamtkosten für eine Aufbissschiene aus dem Zahnarzthonorar sowie den Labor- und Materialkosten zusammen. Ausgenommen davon ist die einfache Beißschiene als vorgefertigtes Modell, falls diese als ausreichend beurteilt wird.

Wie bereits in den Abschnitten zuvor erwähnt, lassen sich die anteiligen Kosten des Zahntechnikers und des Zahnarztes nur von Fall zu Fall beziffern. Die Höhe der Gesamtkosten schwankt zwischen ca. 50 bis ca. 70 Euro für eine vorgefertigte Aufbissschiene und steigert sich bei individuellen Anfertigungen auf ca. 500 bis ca. 800 Euro. Wird eine adjustierte Bruxismus-Schiene im Zuge einer CMD-Therapie gefertigt, können die Gesamtkosten mit einem entsprechend hohen Eigenanteil bis auf ca. 3000 Euro steigen.

Mögliche Gesamtkosten für eine Aufbissschiene
Art der Beißschiene Gesamtkosten
Vorgefertigte Ausführung ca. 50 bis 70 Euro
Adjustiert in einfacher Ausführung ca. 150 bis 200 Euro
Adjustiert bei komplizierter Zahnstellung ca. 500 bis 800 Euro
Mit begleitender CMD-Therapie bis zu ca. 3000 Euro
Alinger (als Zahnspangenersatz) ca. 6000 bis 9000 Euro

Wichtig zu wissen ist, dass die gesetzliche Krankenkasse einmal jährlich die Kosten für eine individuell angefertigte Aufbissschiene bis maximal 800 Euro übernimmt. Wird eine Ausführung aus höherwertigen Materialien bevorzugt, trägt der Patient die Mehrkosten selbst als Eigenanteil.

Wie bereits weiter oben erwähnt, kann eine adjustierte Aufbissschiene bis zu 3000 Euro kosten. Der Eigenanteil wächst überproportional und kann schnell 2200 Euro oder mehr betragen. In der nachfolgenden Tabelle muss beachtet werden, dass die gesetzliche Krankenkasse die Kosten über den Festzuschuss für eine Aufbissschiene in der Regel nur einmal jährlich übernimmt.

Eigenanteil des Patienten an den Behandlungskosten
Art der Beißschiene Gesamtkosten Eigenanteil
Adjustiert in einfacher Ausführung ca. 150 bis 200 Euro 0,00 Euro
Bei komplizierter Zahnstellung ca. 500 bis 800 Euro 0,00 Euro
Mit begleitender CMD-Therapie bis zu ca. 3000 Euro bis zu ca. 2200 Euro
Aligner (Zahnspangenersatz) ca. 6000 bis 9000 Euro komplette Summe

Um zusätzliche Kosten durch einen mehrfachen Wechsel der Beißschiene pro Jahr zu vermeiden, sollte diese in regelmäßigen Abständen gründlich gereinigt werden. Dafür eignen sich die täglich benutzte Zahnbürste und verwendete Zahnpasta, ebenso kommen Gebissreiniger infrage. Eine Vorsichtsmaßnahme, bei der auch die Gefahr der Kariesbildung beim nächtlichen Tragen der Aufbissschiene reduziert wird.

Umfasst die Behandlung spezielle Diagnoseverfahren oder entsteht ein Mehraufwand bei der Fertigung einer Beißschiene etwa durch eine ungünstige Zahnstellung, erhöht sich der Eigenanteil des Patienten über den Festzuschuss hinaus. Gleiches trifft auf die Funktionsanalyse und eine möglicherweise notwendige CMD-Therapie zu, bei der häufig Ärzte aus unterschiedlichen Bereichen Hand in Hand zusammenarbeiten. Dazu können von Fall zu Fall neben dem Zahnarzt Kieferorthopäden, Physiotherapeuten und Osteopathen mit ins Spiel kommen.

Stellt der Zahnarzt Schleifspuren bzw. einen erhöhten Abrieb an der Zahnsubstanz fest, deutet das auf ein nächtliches Zähneknirschen hin. Situationsbedingt, etwa im Beruf, knirschen Menschen unter bestimmten Stresssituationen auch tagsüber mit den Zähnen oder pressen diese zusammen. In vielen Situationen kann eine einfach angefertigte Aufbissschiene Abhilfe schaffen. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt in diesem Fall die kompletten Kosten, die zwischen ca. 150 und 200 Euro liegen. Bei Zahnfehlstellungen trägt sie auch die Mehrkosten, die auf bis zu 800 Euro ansteigen können.

Wünscht der Patient in Absprache mit dem Zahnarzt eine Beißschiene gegen das Zähneknirschen aus höherwertigen Materialien, werden die anfallenden Mehrkosten als Eigenanteil berechnet. Dies trifft auch auf per Computer erstellte Modelle zu, die im Anschluss automatisiert gefertigt bzw. gedruckt werden (CAD/CAM).

Etwas komplizierter wird die Sachlage, wenn eine Funktionsanalyse des Kiefergelenks notwendig ist. Im Idealfall reicht eine klinische Funktionsanalyse, bei welcher der Zahnarzt den Kiefer abtastet und die Bissfunktion mithilfe einer eingefärbten Folie kontrolliert. Diese wird zwischen die sich gegenüberliegenden Zähne gelegt, um im Anschluss die eingefärbten Stellen der Zähne zu kontrollieren.

Deutlich aufwendiger gestaltet sich die instrumentelle Funktionsanalyse. Dabei kommen bildgebende Geräte zum Einsatz (Röntgenapparate oder Kernspintomografen). Die Funktionsanalyse ist eine private Leistung, bei der Kosten entsprechend der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) abgerechnet werden. Da nicht von der gesetzlichen Krankenkasse gedeckt, kann der Eigenanteil bei den beiden genannten Funktionsanalyse-Varianten bis zu 300 Euro betragen.

Für Freizeit- und Leistungssportler interessant: Während eine vorgefertigte Zahnschiene mit ca. 50 Euro zu Buche schlägt, fallen für Spezialanfertigungen 150 bis 300 Euro an, um vor möglichen Verletzungen zu schützen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nur, sofern diese auch mit einem therapeutischen Nutzen verbunden sind.

Identisch zur gesetzlichen Krankenkasse übernimmt die private Krankenkasse (PKV) die Kosten für die Zähneknirschen-Schiene komplett. Die Abrechnung erfolgt nach der GOZ zum 1-fachen bzw. zum 2,3-fachen Satz. Wenn zum 3,5-fachen Satz abgerechnet wird, muss der behandelnde Zahnarzt der Krankenkasse gegenüber schriftlich begründen, weshalb er die Behandlung als besonders zeitaufwendig einstuft. In der Regel entsteht der Mehraufwand durch Zahnfehlstellungen.

Abhängig vom gewählten Tarif übernehmen private Krankenkassen die Kosten für aufwendige Diagnoseverfahren einschließlich der CMD-Behandlung zumindest teilweise oder komplett. Unterschieden wird zwischen folgenden Varianten:

  • Basistarif
  • Komfortarif
  • Premiumtarif

Wie die Bezeichnungen bereits verdeutlichen, steigen die monatlichen Beiträge für die PKV von Tarif zu Tarif. Hinzu kommt, ob ein Selbstbehalt pro Kalenderjahr vereinbart worden ist und wenn ja, in welcher Höhe. Die monatlichen Beiträge können durch den Selbstbehalt gesenkt werden. Im Gegenzug trägt der Patient Behandlungskosten bis zu der vereinbarten Höhe als Selbstanteil aus eigener Tasche.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Private Krankenkassen übernehmen erst nach einer gewissen Zeit die Kosten für eine Aufbissschiene oder den oben erwähnten Aligner sowie weitere zahnmedizinische Behandlungen in festgelegter Höhe. Im Zweifelsfall ist eine Rücksprache mit dem Anbieter empfehlenswert, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Geht es darum den Eigenanteil bei einer Aufbissschiene (fällt bei allen Zahnzusatzversicherungen unter die Leistungskategorie “Kieferorthopädie”) zu reduzieren, kann der Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung empfehlenswert sein.

Bei der Auswahl des passenden Tarifs sind aus unserer Sicht folgende Aspekte zu beachten.

Bereits angeratene, geplante, beabsichtigte, besprochene oder begonnene Behandlungen, sind in den Leistungen aller Tarife nicht enthalten. Wann Sie die Frage danach in den Gesundheitsfragen mit “Ja” beantworten müssen finden Sie hier: Gesundheitsfrage mit “Ja” beantworten. Tarife ohne Gesundheitsfragen sind in dem Fall auch nicht geeignet, da diese grundsätzlich alle Vorerkrankungen der Kieferorthopädie aus dem Versicherungsschutz ausschließen. Tarife die Kosten trotz angeratener Zahnbehandlungen übernehmen gibt es nicht.

Wenn noch keine Behandlung mit einer Aufbissschiene angeraten, geplant, beabsichtigt, besprochen oder begonnen wurde, sollten Sie zusätzlich darauf achten, dass die meisten Tarife Wartezeiten vorsehen, bis ein neuer Schaden erstattet wird (dieser muss zwingend nach Versicherungsbeginn entstanden sein).

In den folgenden zwei Artikeln finden Sie alles Wichtige zu den besten Zahnzusatzversicherungen für Kieferorthopädie für Kinder und zu den besten Zahnzusatzversicherungen für Kieferorthopädie für Erwachsene.

Vergleichen Sie ganz einfach alle Tarife und finden Sie die für Sie passende Zahnzusatzversicherung in unserem Vergleich.

42 von 262 Tarifen mit sehr guter Erstattung für Kieferorthopädie (z.B. einer Aufbissschiene)